Der Hotelkonzern steigert in den ersten sechs Monaten die Umsatzkennzahlen. Gleichzeitig wächst das Portfolio auf mehr als 5.800 Hotels.
Accor ist mit einem stabilen Halbjahr in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Der Umsatz erhöhte sich währungsbereinigt auf 2,76 Milliarden Euro, das wiederkehrende Ebitda stieg bei konstanten Wechselkursen um 6,5 Prozent auf 563 Millionen Euro. Der vergleichbare RevPar legte im ersten Halbjahr um 2,2 Prozent zu. Ohne die Auswirkungen des Nahen Ostens lag das Wachstum bei 4,6 Prozent.
Belastend wirkte sich vor allem der Ende Februar ausgebrochene Konflikt im Nahen Osten aus. Insbesondere in den Vereinigten Arabischen Emiraten führte die geopolitische Situation zu einer schwächeren Entwicklung, die sich nach Unternehmensangaben vor allem im Lifestyle-Segment bemerkbar machte. Die breite geografische Aufstellung sowie die Präsenz in unterschiedlichen Marktsegmenten hätten jedoch dazu beigetragen, die Auswirkungen abzufedern.
Wachstum bei Hotels und Pipeline
Im ersten Halbjahr 2026 eröffnete Accor 109 Hotels mit insgesamt rund 14.000 Zimmern. Der Netto-Zuwachs lag über die vergangenen zwölf Monate bei 3,2 Prozent. Ende Juni verfügte der Konzern über ein Portfolio von 5.835 Hotels mit insgesamt 881.928 Zimmern. Auch die Entwicklungspipeline wurde weiter ausgebaut. Sie umfasst inzwischen mehr als 268.000 Zimmer in 1.595 Hotels und liegt damit 11,4 Prozent über dem Vorjahreswert.
„Auch in diesem Halbjahr hat der Konzern trotz der durch die Lage im Nahen Osten verursachten Beeinträchtigungen erneut ein solides Wachstum erzielt“, sagt Sébastien Bazin, Vorstandsvorsitzender und CEO von Accor. Als wichtige Faktoren nennt er die Dynamik in den Kernmärkten, die Stärke der Marken sowie die konsequente Kostendisziplin des Unternehmens.
Mit der geplanten Veräußerung der Beteiligung an Essendi will Accor zudem die Umstellung auf ein konsequent asset-light ausgerichtetes Geschäftsmodell abschließen. „Mit Blick auf den Rest des Jahres 2026 erwarten wir eine Fortsetzung des Wachstums und konzentrieren uns weiterhin voll und ganz auf die Umsetzung unserer strategischen Roadmap“, so Bazin. red/sar