Der Hotelbetreiber steigerte seine Erlöse im dritten Quartal auf 56,6 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr hält das Unternehmen an seiner Umsatzprognose fest.
Die MHP Hotel AG, Betreiber von Premium- und Luxushotels im deutschsprachigen Raum, hat ihren Wachstumskurs im dritten Quartal 2026 fortgesetzt: Der Hotelumsatz stieg im dritten Quartal 2026 um 25,1 Prozent auf 56,6 Millionen Euro, nach 45,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. In den ersten neun Monaten legte er um rund 25 Prozent auf 155 Millionen Euro zu (Vorjahr: rund 124 Millionen Euro).
Getragen wurde das Wachstum laut Unternehmen von der stabilen Entwicklung des Bestandsportfolios, dem im Februar 2026 übernommenen Hyatt Regency Vienna und den Erlösen des Conrad Hamburg. Im Logis-Bereich stieg der Umsatz um 24 Prozent auf 43,4 Millionen Euro (Q3 2025: 35,0 Millionen Euro). Das Food-&-Beverage-Geschäft wuchs um 31 Prozent auf 11,6 Millionen Euro (Q3 2025: 8,8 Millionen Euro). Die sonstigen operativen Erlöse legten um zwölf Prozent zu. Der Gastronomieanteil am Gesamtumsatz stieg erneut, was nach Angaben von MHP die Erlösstruktur breiter aufstellt.
Höhere Raten, etwas weniger Gäste
Die durchschnittliche Zimmerrate (ADR) erhöhte sich im dritten Quartal um drei Prozent auf 233 Euro. Der Umsatz pro verfügbarem Zimmer (RevPar) lag mit 180 Euro knapp über dem Vorjahreswert von 179 Euro. Im August stieg die durchschnittliche Rate um rund acht Prozent. Im September erreichte sie mit 285 Euro den höchsten Monatswert des bisherigen Geschäftsjahres. Dazu trugen laut MHP das Messe- und Veranstaltungsgeschäft sowie das Oktoberfest bei.
Die portfolioübergreifende Auslastung sank von 79 Prozent im dritten Quartal 2025 auf jetzt 77 Prozent. Ohne die Anlaufphase des Conrad Hamburg hätte sie nach Unternehmensangaben bei 81 Prozent gelegen. Als weiteren Grund für die etwas geringere Belegung nannte MHP eine vorübergehend zurückhaltendere Nachfrage aus den arabischen Golfstaaten. Das Unternehmen hielt nach eigenen Angaben an seiner Ratenstrategie fest und gab Kostensteigerungen über dynamische Preisgestaltung weiter.
Gute Finanzierungsbasis für die weitere Entwicklung
Zum 30. September 2026 verfügte die MHP Hotel AG über eine Liquidität von mehr als 25 Millionen Euro. Das laufende öffentliche Aktienrückkaufangebot über bis zu rund 9,5 Prozent des Grundkapitals finanziere das Unternehmen vollständig aus vorhandenen Mitteln. Die zurückerworbenen Aktien sollen nach Abschluss größtenteils eingezogen werden.
Das überwiegend kapitalschonende Pacht- und Franchisemodell ermöglicht MHP nach eigenen Angaben weiteres Wachstum, ohne Kapital in Hotelimmobilien binden zu müssen. Zur geplanten Pipeline zählen das Sheraton Vienna für 2027, das Hotel am Schlossgarten in Stuttgart für 2028 sowie das Mooons Frankfurt und ein Autograph Collection Hotel in Düsseldorf, die beide 2029 eröffnen sollen.
„Dank unserer soliden Finanzierungsbasis können wir unsere Wachstumspipeline planmäßig umsetzen. Gleichzeitig begegnen wir dem anspruchsvollen Marktumfeld mit konsequenter Kostendisziplin“, betont Vorstandsvorsitzender Jörg Frehse. Er blicke zuversichtlich auf das vierte Quartal, das durch Veranstaltungen, die Vorweihnachtszeit und die damit verbundenen Reiseströme zunehmend an Gewicht gewinne.
Prognose bleibt bestehen Für das Geschäftsjahr 2026 bestätigt der Vorstand der MHP Hotel AG die mit den Halbjahreszahlen angepasste Prognose und rechnet mit einem Konzernumsatz von rund 220 Millionen bis 225 Millionen Euro (2025: 178 Mio. Euro). Das Konzern-Ebitda soll rund acht Millionen Euro erreichen. Die Prognose setze voraus, dass geopolitische Entwicklungen die internationale Reisenachfrage aus den für MHP relevanten Quellmärkten nicht wesentlich beeinträchtigen. red/sar
Über MHP Hotel AG
Die MHP Hotel AG mit Sitz in München betreibt und managt Premium- und Luxushotels im deutschsprachigen Raum. Zum Portfolio gehören unter anderem Häuser der Marken Marriott, Hilton und Hyatt, darunter das Conrad Hamburg, das Hyatt Regency Vienna, der Koenigshof in München und das JW Marriott Hotel Frankfurt. MHP plant zudem weitere Projekte in Wien, Stuttgart, Düsseldorf und Frankfurt.