Markenkonzept Anagram: Wie Alexander Haas seine neue Marke positioniert

Anagram Dachterrasse Lobby
Auf der Dachterrasse des Haus im Tal kommen Hotelgäste und Münchner zusammen – genau jene Begegnungen, die Alexander Haas mit seinem Konzept schaffen will. © Anagram

Aus dem Münchner Boutiquehotel Haus im Tal entwickelt Alexander Haas die Marke Anagram. Drei Projekte sind geplant – mit lokalem Charakter, persönlichem Service und schlanken Strukturen.

Eine Hotelkette war 2017 nicht das Ziel. Damals unterschrieb Alexander Haas den Mietvertrag für das spätere Haus im Tal, das nach einem langwierigen Umbau im November 2019 in München eröffnete. Gegründet habe man es „bewusst als eigenständiges Hotel“, sagt er.

Ein weiterer Standort sei allerdings nie ausgeschlossen gewesen. Vor einer Expansion habe das Team jedoch erst Erfahrungen sammeln und Gästerückmeldungen verarbeiten wollen. Es sollte „zunächst ein Hotel in München für München“ sein. Kaum war das Haus geöffnet, stellte die Pandemie das junge Unternehmen auf die Probe.

Für Haas wurde die Krise zugleich zum Härtetest: „Sie hat das Konzept noch einmal geschärft und uns vor Augen geführt, welche Bestandteile wirklich funktionieren.“ Geradlinig verlief der Weg dennoch nicht. Nachdem sich abzeichnete, dass das Projekt die Pandemie überstehen würde, übernahm Haas zusätzlich das Flushing Meadows Hotel in München. Dort erlebte er, wie stark Konflikte zwischen Betreibern und Immobilieneigentümern die Arbeit belasten können. „Dadurch entstand bei mir die Frage, ob ich tatsächlich mehrere Boutiquehotels mit unterschiedlichen Eigentümern in Deutschland betreiben möchte …

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