Neun Frauen aus Küche, Patisserie, Service, Wein und Bar sind bei der Hamburger Premiere der Chef:in Awards gewürdigt worden.
Bei der erstmaligen Verleihung der Chef:in Awards wurden in sieben Kategorien insgesamt neun Frauen aus der Gastronomie geehrt. Zwei Auszeichnungen gingen aufgrund eines Punktegleichstands jeweils an zwei Preisträgerinnen.
Nach Angaben der Veranstalter sind die Chef:in Awards die ersten Preise in Deutschland, die ausschließlich Frauen in der Gastronomie auszeichnen. Hinter dem Format steht die von der Foodjournalistin Denise Snieguolė Wachter gegründete Plattform Chef:in.
Die Preisträgerinnen im Überblick
Als Köchinnen des Jahres 2026 wurden Sarah Hallmann vom Hallmann & Klee in Berlin und Julia Leitner vom Coda in Berlin ausgezeichnet. Auch in der Kategorie Patissière des Jahres gab es zwei Gewinnerinnen: Larissa Metz vom Restaurant Vendôme in Bergisch Gladbach und Emma Betti vom Tantris Maison Culinaire in München.
Zur Gastgeberin des Jahres kürte die Jury Ilona Scholl vom Tulus Lotrek in Berlin. Nancy Großmann vom Grill Royal erhielt die Auszeichnung als Sommelière des Jahres, Maria Gorbatschova von der Green Door Bar wurde als Barkeeperin des Jahres geehrt.
Als Unternehmerin des Jahres wurde Kristin Hendricks-Fuchs vom Romantik Hotel Spielweg in Münstertal geehrt. Die Auszeichnung als Internationale Köchin des Jahres ging an Ana Roš vom Hiša Franko in Slowenien.
Rund 110 Gäste aus Gastronomie, Handel und Medien kamen zur Preisverleihung ins Foodlab Hamburg. Durch den Abend führte Moderatorin Muschda Sherzada. Zu den Laudatorinnen gehörten unter anderem Cornelia Poletto, Rosina Ostler und Felicitas Then.
Fachjury entschied über die Auszeichnungen
Über die Preisträgerinnen entschied eine 22-köpfige Fachjury unter Leitung der Journalistin Anja Wasserbäch. In einer ersten Runde stellte die Jury Shortlists für die einzelnen Kategorien zusammen, anschließend stimmten die Jurymitglieder über die Nominierten ab. In die Bewertung flossen neben handwerklicher Exzellenz auch Führung, Teamkultur, Haltung und unternehmerische Leistung ein.
Jurymitglieder durften nicht über Betriebe abstimmen, an denen sie wirtschaftlich beteiligt sind. Die jeweiligen Kategoriepartner hatten keinen Einfluss auf die Auswahl. „Handwerkliche Exzellenz ist bei uns die Eintrittskarte, nicht die ganze Antwort“, sagt Denise Snieguolė Wachter. Auch Führung, Ausbildung und faire Arbeitsbedingungen seien Leistungen, die zählten.
Die Plattform Chef:in führt derzeit 72 Köchinnen, Gastgeberinnen, Sommelières und Barkeeperinnen aus Deutschland und dem Ausland auf ihren Watch Lists. red/ik