Opening • Mit Fotostrecke • The Knast: Frauengefängnis wird Boutiquehotel

Die neu gestalteten Hotelzimmer verbinden die historische Gefängnisarchitektur mit Boudoir-Charme in kräftigem Weinrot.
Die neu gestalteten Hotelzimmer verbinden die historische Gefängnisarchitektur mit Boudoir-Charme in kräftigem Weinrot. © Studio Kroll

Schlafen hinter historischen Riegeln: The Knast erweitert seinen Kulturstandort in Berlin-Lichterfelde um neun Hotelzimmer.

Das denkmalgeschützte ehemalige Frauengefängnis in Berlin-Lichterfelde dient The Knast bislang als Restaurant, Bar und Veranstaltungsort. In der Küche steht Michael Zscharschuch. Nun nimmt der Kulturstandort auch den Hotelbetrieb auf.

Im rechten Zellentrakt stehen ab sofort neun Zimmer in der ersten und zweiten Etage zur Buchung bereit. Für die zwischen 13 und 30 Quadratmeter großen Räume wurden jeweils zwei bis vier ehemalige Zellen zusammengelegt. Im Dachgeschoss entstehen derzeit vier weitere Suiten mit individuellen Grundrissen. Das gesamte Angebot richtet sich ausschließlich an Erwachsene.

„Wir verstehen The Knast als denkmalgeschützten Kulturstandort. Es ist ein Ort mit Geschichte, an dem frühere Kontrolle in bewusste Freiheit übersetzt wird“, sagt Geschäftsführerin Janina Atmadi. Das Motto laute: „Not for everyone. But exactly for the right ones.“

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    Maßgeschneiderte Einbauten und weinrote Wandelemente schaffen eine intime Atmosphäre für Gäste im ehemaligen Frauengefängnis.
    © Studio Kroll
    Maßgeschneiderte Einbauten und weinrote Wandelemente schaffen eine intime Atmosphäre für Gäste im ehemaligen Frauengefängnis.
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    Das restaurierte Treppenhaus mit seinen originalen Schutzgittern bewahrt die authentische Atmosphäre des Baudenkmals.
    © Studio Kroll
    Das restaurierte Treppenhaus mit seinen originalen Schutzgittern bewahrt die authentische Atmosphäre des Baudenkmals.
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    Sanfte Lichtlinien und restaurierte Wandbemalungen führen die Gäste stilvoll durch den denkmalgeschützten Zellentrakt.
    © Studio Kroll
    Sanfte Lichtlinien und restaurierte Wandbemalungen führen die Gäste stilvoll durch den denkmalgeschützten Zellentrakt.
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    Mehrere ehemalige Zellen wurden für die neuen Hotelzimmer zusammengelegt, um modernen Komfort in historischer Struktur zu bieten.
    © Studio Kroll
    Mehrere ehemalige Zellen wurden für die neuen Hotelzimmer zusammengelegt, um modernen Komfort in historischer Struktur zu bieten.
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    Rote Metallregale dienen als offener Kleiderschrank und zitieren stilvoll die historischen Gitter des früheren Gefängnisses.
    © Studio Kroll
    Rote Metallregale dienen als offener Kleiderschrank und zitieren stilvoll die historischen Gitter des früheren Gefängnisses.
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    Die neu gestalteten Hotelzimmer verbinden die historische Gefängnisarchitektur mit Boudoir-Charme in kräftigem Weinrot.
    © Studio Kroll
    Die neu gestalteten Hotelzimmer verbinden die historische Gefängnisarchitektur mit Boudoir-Charme in kräftigem Weinrot.
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    Die in Kooperation mit Axor gestalteten Bäder bieten mit dunklen Fliesen und modernen Armaturen Luxus im historischen Ambiente.
    © Studio Kroll
    Die in Kooperation mit Axor gestalteten Bäder bieten mit dunklen Fliesen und modernen Armaturen Luxus im historischen Ambiente.
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    Ausgewählte Kunstwerke lokaler Künstler und florale Muster brechen die strenge Geometrie des einstigen Gefängnistrakts auf.
    © Studio Kroll
    Ausgewählte Kunstwerke lokaler Künstler und florale Muster brechen die strenge Geometrie des einstigen Gefängnistrakts auf.
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    Historische Fotografien an den Wänden des Flurs erinnern an die Vergangenheit des einstigen Frauengefängnisses.
    © Studio Kroll
    Historische Fotografien an den Wänden des Flurs erinnern an die Vergangenheit des einstigen Frauengefängnisses.

Zwischen Gefängnisgeschichte und Boudoir-Charme

Im Sinne des Denkmalschutzes wurden zahlreiche Details aus der Gefängniszeit aufgearbeitet oder erhalten, darunter die historischen Riegel und die Gucklöcher an den Original-Zellentüren, die nun verdeckt sind. Statt Pritschen finden Gäste maßgeschneiderte Möbel und Einbauten vor. Metall dient als zentrales Gestaltungselement – in Anlehnung an die früheren Gitter. Der Farbton Anthrazit, einst für die Gefängniswände verwendet, schlägt die Brücke zur Geschichte des Gebäudes. Weinrot als Signaturfarbe soll Sinnlichkeit und Boudoir-Charme in die Räume bringen.

Die Bäder entstanden in Zusammenarbeit mit der Designmarke Axor. Roségoldene Armaturen setzen Akzente vor schwarzen Fliesen, die Zimmer verfügen über Regenduschen und Fußbodenheizung. Die Pflegeprodukte stammen von der Naturkosmetikmarke Iwyn.

Wechselnde Kunstwerke lokaler Künstler sind ebenfalls Teil des Konzepts. Zur Eröffnung zeigt The Knast Arbeiten von Anne Bengard, deren Kunst sich zwischen Intimität und menschlichem Verlangen bewegt. Bengard hat bereits das frühere Restaurant „The Noname“ des Standorts künstlerisch geprägt. red/sar