Trotz volatilen Marktumfelds verzeichnet Deutschland mehr Übernachtungen internationaler Gäste. Auch die Stimmung in der Reiseindustrie verbessert sich.
Der Incoming-Tourismus nach Deutschland entwickelt sich trotz eines volatilen Marktumfelds stabil. Zu Beginn der Haupturlaubszeit im Juli stieg die Zahl der Übernachtungen von ausländischen Gästen nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes um 3,2 Prozent auf 10,8 Millionen gegenüber dem Vorjahresmonat. Von Januar bis Juli summierten sich die Übernachtungen internationaler Gäste auf 47,1 Millionen – ein Plus von einem Prozent gegenüber 2025.
„Die aktuelle Entwicklung spiegelt die Strahlkraft der Marke Reiseland Deutschland und die solide Positionierung im internationalen Wettbewerb wider“, erläutert Petra Hedorfer, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT). Die Wahrnehmung als sicheres Qualitätsreiseziel, das attraktive Preis-Leistungs-Verhältnis und die breite Präsenz in den Quellmärkten trügen dazu bei, den aktuellen Herausforderungen zu begegnen. „Deutschland zählt auch in diesem Sommer wieder zu den Top-Urlaubsdestinationen in Europa“, so Hedorfer.
Branchenexperten blicken optimistischer auf das Deutschlandgeschäft
Untermauert wird die positive Entwicklung durch aktuelle Stimmungsindikatoren. Laut dem DZT Travel Industry Expert Panel für das dritte Quartal schätzen 45 Prozent der Entscheider in der internationalen Reiseindustrie ihr aktuelles Deutschlandgeschäft positiv ein – 17 Prozentpunkte mehr als im Vorquartal. Die Geschäftsentwicklung in den kommenden sechs Monaten bewerten 51 Prozent optimistisch.
Auch auf der Nachfrageseite gibt es positive Signale: Laut dem aktuellen ETC Monitoring Sentiment for Intra-European Travel planen 81 Prozent der Europäer zwischen Juni und November eine Reise – vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Vor diesem Hintergrund hält die DZT weiteres Wachstum in der zweiten Jahreshälfte für möglich. red/sar