Bilanz Umsätze im Gastgewerbe gehen zurück

In der Gastronomie sank der Umsatz im Juni gegenüber dem Vormonat real um 1,2 Prozent.
In der Gastronomie sank der Umsatz im Juni gegenüber dem Vormonat real um 1,2 Prozent. © Seventyfour - stock.adobe.com

Das Gastgewerbe in Deutschland schrumpft weiter. Nur mit deutlich höheren Preisen können die Betriebe ihre Umsätze halten.

Der Umsatz im deutschen Gastgewerbe ist im Juni weiter zurückgegangen. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) setzte die Branche kalender- und saisonbereinigt real, also preisbereinigt, 1,2 Prozent weniger um als im Mai 2026. Nominal, also ohne Bereinigung um Preisveränderungen, lag der Rückgang bei 0,9 Prozent.

Im Vergleich zum Juni 2025 fiel der reale Umsatz um 5,1 Prozent. Nominal verzeichnete das Gastgewerbe dagegen ein Plus von 2,3 Prozent. Für das erste Halbjahr 2026 ergibt sich damit ein Rückgang des realen Umsatzes um 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Nominal stieg der Umsatz in den ersten sechs Monaten um 2,1 Prozent.

Hotels mit realem Umsatzminus im Juni

Hotels und sonstige Beherbergungsunternehmen verzeichneten im Juni gegenüber Mai 2026 sowohl real als auch nominal einen Umsatzrückgang von einem Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank der reale Umsatz um 4,9 Prozent. Nominal lag er dagegen 1,1 Prozent über dem Wert aus Juni 2025.

Auch im ersten Halbjahr blieb die Entwicklung in der Hotellerie real negativ. Hotels und sonstige Beherbergungsunternehmen erzielten von Januar bis Juni 2026 real 3,2 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahreszeitraum. Nominal stieg der Umsatz um zwei Prozent.

Gastronomie stärker unter Druck

In der Gastronomie fiel der Umsatzrückgang im Juni gegenüber dem Vormonat noch etwas stärker aus. Real sank der Umsatz um 1,2 Prozent, nominal um 0,9 Prozent. Auch gegenüber Juni 2025 lag die Gastronomie real 5,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Nominal erhöhte sich der Umsatz dagegen um 2,6 Prozent.

Für das erste Halbjahr 2026 weist Destatis in der Gastronomie einen realen Umsatzrückgang von 5,7 Prozent aus. Nominal stieg der Umsatz im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 um 2,2 Prozent. sar/mit dpa