Das Bundeskartellamt hat die Übernahme des Öschberghofs durch die Zech Group freigegeben. Wann der operative Übergang erfolgt und welche Chancen er für das Luxusresort bietet.
Der Eigentümerwechsel im Öschberghof ist final: Das Bundeskartellamt hat die Übernahme des Fünfsterne-Superior-Resorts in Donaueschingen durch die Gustav Zech Stiftung freigegeben. Der operative Betriebsübergang soll zum 1. Juni 2026 erfolgen. Das bestätigte General Manager Michael Artner im Gespräch mit Tophotel.
Bereits Ende April war bekannt geworden, dass Aldi Süd den Öschberghof nach rund 50 Jahren verkauft, die Immobilie samt Betrieb an die Gustav Zech Stiftung übergeht und das Haus künftig Teil der Severin’s Hotels der Bremer Zech Group wird. Mit der nun erfolgten kartellrechtlichen Freigabe ist die Transaktion abgeschlossen.
„Das Kartellamt hat zugesagt. Das bedeutet, es ist jetzt wirklich abgesegnet“, so Artner. Der Übergang verlaufe dabei ohne Unterbrechung des laufenden Hotelbetriebs. Aktuell arbeite das Team vor allem daran, die Systeme umzustellen, damit zum Stichtag 1. Juni sämtliche Prozesse auf den neuen Betreiber übertragen sind.
Neue Perspektiven durch Severin’s-Anbindung
Den Wechsel bewertet Artner sehr positiv – insbesondere mit Blick auf die strategische Einbindung in die Severin’s-Gruppe. „Der Öschberghof wird Teil eines großartigen Luxusportfolios“, betont er. Mit dem Beitritt werde das Resort zugleich „das erste Golf-Resort in diesem Portfolio sein“.
Wie die künftige Markenführung konkret aussehen wird, ist laut Artner noch offen. Sicher sei lediglich, dass der Name Öschberghof erhalten bleibt. „Der Name Severin’s wird aber irgendwo mit reinkommen“, so der Hotelchef.

Mitarbeitende reagieren positiv
Auch bei den rund 400 Mitarbeitenden sei der Eigentümerwechsel sehr positiv aufgenommen worden. Die Kommunikation an die Belegschaft sei gemeinsam mit Vertretern der neuen Eigentümer vorbereitet worden. „Wir haben das zusammen mit der Geschäftsführung von Atlantic Hotels und Kurt Zechs Sohn Clark gemacht“, berichtet Artner.
Insgesamt beschreibt der General Manager die Stimmung im Team als optimistisch. Die erste Frage nach Bekanntgabe sei sogar von einem Auszubildenden gekommen, der wissen wollte, ob künftig ein Cross-Training in einem anderen Haus der Severin’s-Gruppe – etwa in Lech am Arlberg – möglich sei.
Gerade die neuen Austausch- und Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der Zech Group würden intern als Chance wahrgenommen. „Wir sind nicht mehr allein unterwegs“, so Artner.
Stammgäste fragen vor allem nach dem Namen
Auch bei Stammgästen habe die Nachricht unmittelbar Reaktionen ausgelöst. Viele hätten sich telefonisch gemeldet – überwiegend mit positiven Reaktionen und Glückwünschen. Besonders häufig sei die Frage gewesen, ob der Name Öschberghof bestehen bleibt.
Nach Angaben Artners soll sich für Gäste nichts ändern: weder beim Angebot noch bei den Abläufen. Golf, Spa, Kulinarik, Tagungen sowie die etablierten Fußball-Trainingslager blieben Teil des Konzepts. Trainingslager für dieses Jahr seien bereits fest eingeplant.
Konkrete Ausbau- oder Umbaupläne gebe es derzeit nicht. Perspektivisch hebt Artner insbesondere die Vorteile durch die Anbindung an eine größere Hotelgruppe hervor – etwa beim Einkauf, bei Prozessen und in der strategischen Weiterentwicklung.
Der 1976 eröffnete Öschberghof zählt zu den renommiertesten Resort-Hotels Deutschlands. Das Haus verfügt über 128 Zimmer und Suiten, ein 5.500 Quadratmeter großes Spa, mehrere Restaurants – darunter das Zwei-Sterne-Restaurant „Ösch Noir“ – sowie ein 45-Loch-Golfareal.