Die Lifestyle-Hotelgruppe expandiert nach Nordeuropa und hat mit dem Locke Copenhagen ihren ersten skandinavischen Standort eröffnet. Das Haus soll zum urbanen Treffpunkt werden.
Mit der Eröffnung in der dänischen Hauptstadt wächst das Portfolio der designorientierten Hotelgruppe Locke auf mehr als 16 Standorte im Vereinigten Königreich und Europa. Gleichzeitig nutzt das Unternehmen den Kopenhagener Standort, um eine überarbeitete Markenidentität einzuführen. Das Hotel ist in zwei der fünf charakteristischen runden Türme des Postbyen-Quartiers untergebracht – nur wenige Gehminuten von den Tivoli-Gärten und dem Kopenhagener Meatpacking District Kødbyen entfernt.
Zimmer, Gastronomie und eine Rooftop-Bar
Das Angebot des Locke Copenhagen umfasst 234 Zimmer und Suiten in verschiedenen Kategorien: von Studio Rooms über One-Bedroom Suites bis hin zu einer Penthouse Suite. Neben den Zimmern verfügt das Hotel über Gastronomie- und Barbereiche mit Dachterrassen, ein Fitnesscenter, einen Meetingraum sowie Parkmöglichkeiten.
Als zentrales Element des Konzepts beschreibt die Hotelgruppe die Rooftop-Lounge in der elften Etage. Dort sollen Cocktails mit Panoramablick über Kopenhagen serviert werden. Anders als bei vielen Hotelrooftops ist die Lounge laut Locke ausdrücklich auch für Nicht-Hotelgäste geöffnet. Die Gruppe formuliert den Anspruch, mit dem Standort einen urbanen Treffpunkt für die lokale Nachbarschaft zu schaffen.
Nordisches Design trifft auf britische Handschrift
Architektonisch präsentiert sich das Hotel mit einer monolithischen Formensprache: Zylindrische Betonstrukturen, Terrazzo-Böden und raumhohe Fenster prägen das Erscheinungsbild der beiden Türme.
Für die Gestaltung der öffentlichen Bereiche zeichnet das Londoner Designstudio A-nrd verantwortlich. Das Interior folgt drei Grundprinzipien nordischer Schlichtheit, die sich an Natur, Heimatgefühl und Gemütlichkeit orientieren. Die Farbpalette nimmt Bezug auf die Kopenhagener Stadtlandschaft: Erdige Terrakotta- und Rosatöne, moosiges Grün – inspiriert von den oxidierten Kupferdächern der Stadt – sowie Blau- und Grauschattierungen sollen eine warme Atmosphäre erzeugen.
Die einzelnen Bereiche sind dabei unterschiedlich gestaltet. Der Empfangsbereich verbindet historische und moderne Elemente Kopenhagens: Rot gekalkte Wände und freiliegende Holzbalken sollen an dänische Architektur des 17. Jahrhunderts erinnern, ergänzt durch skulpturale Beleuchtung. Restaurant, Cocktailbar und Loungebereich greifen skandinavischen Modernismus auf – mit rosa Kalksteinpaneelen, Stoffdrapierungen, üppiger Bepflanzung und großen Pendelleuchten der Designerin Celine Wright. Die Kaffeebar wiederum setzt auf Materialien wie Eiche, Stein und Cognacleder und verweist damit auf die gestalterische Tradition dänischer Designer wie Hans Wegner und Børge Mogensen.
Die Zimmer wurden vom Studio Grzywinski+Pons entworfen. Sie sollen die Umgebung des Quartiers aufgreifen und zugleich eine intime, persönliche Atmosphäre bewahren. red/sar