Branchentreffen Deutschsprachige Verbände ziehen an einem Strang

Widmeten sich den aktuellen Herausforderungen für das Gastgewerbe: (von links) Guido Zöllick (Präsident Dehoga Bundesverband), HGV-Präsident Manfred Pinzger, Walter Veit (Präsident Österreichische Hotelvereinigung, ÖHV), Myriam Schlatter (Vorstandsmitglied Hotellerie Suisse), Otto Lindner (Vorsitzender Hotelverband Deutschland, IHA), Beat Imhof (Präsident Gastro Suisse), Walter Hagen (Präsident Liechtensteiner Hotel- und Gastronomieverband, LHGV) und Johann Spreitzhofer (Spartenobmann, Fachverband Hotellerie, Wirtschaftskammer Österreich).
Widmeten sich den aktuellen Herausforderungen für das Gastgewerbe: (von links) Guido Zöllick (Präsident Dehoga Bundesverband), HGV-Präsident Manfred Pinzger, Walter Veit (Präsident Österreichische Hotelvereinigung, ÖHV), Myriam Schlatter (Vorstandsmitglied Hotellerie Suisse), Otto Lindner (Vorsitzender Hotelverband Deutschland, IHA), Beat Imhof (Präsident Gastro Suisse), Walter Hagen (Präsident Liechtensteiner Hotel- und Gastronomieverband, LHGV) und Johann Spreitzhofer (Spartenobmann, Fachverband Hotellerie, Wirtschaftskammer Österreich). © HGV

Beim jährlichen Treffen der deutschsprachigen Hotellerie- und Gastronomieverbände diskutierten Branchenvertreter zentrale Herausforderungen und formulierten gemeinsame Forderungen an die Politik.

Arbeitskräftemangel, Bürokratieabbau, die Beschäftigung von Nicht-EU-Bürgern sowie die Wohnraumsituation in touristischen Destinationen – das waren die Themen des jährlichen Treffens der deutschsprachigen Verbände der Hotellerie und Gastronomie. Am 25. Mai kamen Vertreter aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Liechtenstein und Südtirol in Marling in Südtirol zusammen und diskutierten aktuelle Herausforderungen und Strategien für die Zukunft der Branche.

Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel

Alle teilnehmenden Verbände berichteten von ähnlichen Entwicklungen: Die Nachfrage nach Angeboten steige, doch es fehle an Mitarbeitenden. Um dem entgegenzuwirken, werde die Integration von Arbeitskräften aus Drittstaaten immer wichtiger. Die Verbände forderten daher verlässliche gesetzliche Rahmenbedingungen, die sowohl Betrieben als auch Arbeitnehmenden Planungssicherheit bieten.

Wohnraumnot in Tourismusregionen

Ein weiterer Diskussionspunkt war der Mangel an leistbarem Wohnraum in touristischen Gebieten für Einheimische und Mitarbeitende. Die steigende Anzahl von Einzelhaushalten sowie die Zunahme von touristischer Kurzzeitvermietung in Privatwohnungen hätten das Problem in den vergangenen Jahren verschärft.

Die Verbände sprachen sich für klare gesetzliche Regelungen zur touristischen Vermietung von Privatwohnungen aus. Zudem wurden Modelle zur Mitarbeitendenunterbringung diskutiert, die sowohl den Bedürfnissen des Personals als auch den lokalen Gegebenheiten Rechnung tragen können.

Bürokratieabbau im Fokus

Ein zentrales Anliegen aller Teilnehmenden war der Abbau bürokratischer Hürden. In mehreren Ländern würden derzeit Prozesse zur Identifikation und Reduktion unnötiger Verwaltungsaufwände laufen. Die Digitalisierung könne dabei einen wichtigen Beitrag leisten. Gleichzeitig forderten die Verbände von den europäischen Institutionen Zurückhaltung bei neuen Regulierungen, etwa bei Verpackungsvorgaben oder der Pauschalreiserichtlinie.

Das nächste Gastgebertreffen der deutschsprachigen Verbände der Hotellerie und Gastronomie findet im Juni 2026 in Österreich statt. red/sar