Die Buchungseingänge ziehen an, die Auslastung und Tagesraten steigen deutlich. Mit der Erholung des Tourismus kommt auch der Markt für Hotelinvestments in Europa wieder in Schwung – darüber waren sich die Experten im Rahmen des Talks "Boom in der Ferienhotellerie – Chancen für antizyklische Investoren?“ einig. Weitere zentrale Erkenntnisse im Überblick.
Ferienhotelimmobilien bieten attraktive Renditen und profitieren von einer hohen Krisenresilienz, einer immer längeren Reisesaison und einer geringeren notwendigen Auslastung, um cash-positiv zu sein. Treiber sind insbesondere die wachsende globale Mittelschicht und das zunehmende für Reisen verfügbare Einkommen. Dies waren einige der zentralen Ergebnisse des Expertentalks "Boom in der Ferienhotellerie – Chancen für antizyklische Investoren?" mit Uwe Drangmeister, Geschäftsführer von 12.18. Investment Management, Felix Schiebel, Senior Director Institutional Clients bei der EV Asset Management AG, sowie Peter Krüger, Chief Strategy Officer der TUI Group.
Zunehmender Tourismus in Europa
"Wir sehen aktuell ganz klar: Die Menschen wollen wieder Reisen, und sie tun das auch. Die Auslastungszahlen und Durchschnittsraten im Bereich der Ferienhotelimmobilien liegen inzwischen teilweise wieder über den Zahlen von vor der Pandemie. Hier sieht man: Tourismus ist und bleibt ein gesellschaftlicher Megatrend, getrieben von einer wachsenden globalen Mittelschicht und einer zunehmenden Liquidität. Die Destinationen in Europa haben sich dabei in den vergangenen Monaten sehr gut entwickelt", so Uwe Drangmeister, Geschäftsführer von 12.18. Investment Management, die in renditestarke Ferienimmobilien und nicht reproduzierbare touristische Hoteldestinationen investiert. Die 12.18. Unternehmensgruppe fungiert dabei unter anderem als Betreiber, Entwickler und strategischer Partner.
Drangmeister ergänzte: "Darüber hinaus bringt die Coronapandemie einen Paradigmenwechsel mit sich. Die Menschen wollen heute Erholung, Begegnung, Gesundheit, Klimabewusstsein, Qualität und bleibende Erinnerungen. Sie haben klare Vorstellungen davon, was sie beim Reisen erleben möchten, und sind bereit, mehr für den Urlaub auszugeben."
"Wir werden die begonnene Konsolidierungsphase im Hotelbereich nutzen, um unser Hotelportfolio in Europa und weltweit, überwiegend unter unseren eigenen Hotelmarken, stärker auszubauen“, erläuterte Peter Krüger, Vorstand und Chief Strategy Officer der TUI Group, die als Asset-Investor vor der Pandemie jährlich mehr als 600 Millionen Euro in Wachstum, vorwiegend in Hotels, investierte.
Hotelinvestmentmarkt wächst
Felix Schiebel, Senior Director Institutional Clients bei der EV Asset Management AG, erklärte: "Seit 2014 wächst der Markt für Hotelinvestments kontinuierlich, mit Unterbrechung durch die Pandemie. Es gibt bereits klare Anzeichen, dass an dieses Wachstum wieder angeknüpft werden kann. Wie man an der Auslastung, der Reisedauer und den Tagesraten während und nach der Pandemie sehen kann, sind Ferienhotelimmobilien gegenüber anderen Hoteltypen wie etwa Cityhotels weitaus weniger krisenanfällig.“
Mit dem Fonds "EV Leisure Hotel Fund 1" für professionelle Investoren fokussieren sich die EV Asset Management AG und ihr Partner 12.18. Investment Management auf Objekte im Premiumsegment. Drei Fünfsterne-Objekte auf Sardinien, Ibiza und in Schottland wurden bereits angekauft. Über den Fonds will das Unternehmen zusammen mit 12.18. in Bestandsimmobilien investieren und durch Revitalisierungen Destinationen schaffen, die durch Design, Style und Food Gäste ansprechen sollen.