Mitarbeiter werden entlassen Diaoyutai Mansion-Betreiber insolvent

Die Betreibergesellschaft des The Diaoyutai Mansion Frankfurt ist insolvent. Dennoch sei die Fertigstellung des Hotels nicht in Gefahr, so der zuständige Insolvenzverwalter. © The Diaoyutai Mansion Frankfurt

Die Betriebsgesellschaft des Diaoyutai Mansion an der ehemaligen Rennbahn in Frankfurt hat Insolvenz angemeldet. Das bestätigt der zuständige Rechtsanwalt auf Tophotel-Nachfrage. Hintergrund seien unter anderem Verzögerungen auf der Baustelle; das Hotel ist noch nicht fertiggestellt.
„Über das Vermögen der Diaoyutai Mansion Hospitality GmbH wurde nach einem Eigenantrag vom 31. Mai 2021 am 1. Juni 2021 das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet“, heißt es von Seiten des Rechtsanwaltsbüros. Demnach wurde Karl-Heinz Trebing zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Hotel ist noch nicht fertiggestellt

Bei der Diaoyutai Mansion Hospitality GmbH handelt es sich um eine Betriebsgesellschaft der Firmengruppe, die das Pre-Opening des noch nicht fertiggestellten Hotels The Diaoyutai Mansion Frankfurt an der Rennbahn in Frankfurt-Niederrad übernommen hat. Das Unternehmen gehört zu einer Gruppe von drei Gesellschaften, ist laut Mitteilung des Rechtsanwalts aber die einzige insolvente Gesellschaft. Auch die Fertigstellung des aufwändigen Hotels im Asia-Look sei von der Insolvenz nicht betroffen. Noch im August 2019 war angekündigt worden, das Hotel solle noch 2019 eröffnen (wir berichteten).

So soll die Lobby des noch nicht fertiggestellten Diaoyutai Mansion Frankfurt aussehen. © The Diaoyutai Mansion Frankfurt

Mitarbeiter müssen gekündigt werden

Die chinesische Geschäftsführerin teilte nach Einleitung des vorläufigen Insolvenzverfahrens mit, dass keine Sanierungsmöglichkeiten bestehen. Die 20 aktuell angestellten Arbeitnehmer müssen entlassen und der Geschäftsbetrieb eingestellt werden. Hintergrund der Insolvenz sei neben Verzögerungen auf der Baustelle die Corona-Pandemie seit März 2020.
„Da keine Fortführungsaussichten bestehen, liegt der Schwerpunkt des Insolvenzverfahrens in der Abwicklung der Gesellschaft und der bestmöglichen Befriedigung der Gläubiger“, so der Rechtsanwalt.

173 Zimmer und 41 Suiten

Insgesamt sollte das Hotel laut der Homepage über 173 Zimmer sowie 41 Suiten verfügen, über ein authentisch-chinesisches sowie ein internationales Restaurant; beide mit "Skyline-View". Zudem kündigen die Verantwortlichen auf der Homepage elf Veranstaltungsräume inklusive Ballsaal mit einer Kapazität von bis zu 500 Personen an - ebenso wie ein Spa, Pools, ein Fitnesscenter sowie Entertainment in Form von Karaoke, Billiard und Mahjong. ver
(Az.: 810 IN 545/21 D. des Amtsgerichts – Insolvenzgericht – Frankfurt am Main)