Inflation und Zinserhöhungen Zweites Hotelprojekt von The Hearts Hotel liegt auf Eis

Am Nationalpark Harz gelegen, war neben dem The Hearts Hotel ein zweites Lifestyle- und Designhotel geplant © THe Hearts Hotel

Das Haus in Braunlage muss die Pläne für den Bau eines zweiten Hotels vorerst ruhen lassen. Der Grund dafür sind Mehrkosten von bis zu 50 Prozent.

Hoteliers stoßen bei neuen Bauprojekten momentan oft an ihre Grenzen. Gründe dafür können die Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB), die steigende Inflation, Lieferengpässe bei Material sowie die Verfügbarkeiten von Handwerksbetrieben sein. So zieht nun auch das The Hearts Hotel in Braunlage die Notbremse und legt die Pläne für den Bau eines zweiten Hotels vorerst auf Eis

Mehrkosten von 30 bis 50 Prozent

"Für ein neues Hotelprojekt hatten wir bisher eine Investition oberhalb von zehn Millionen Euro kalkuliert. In der derzeitigen Situation müssten wir allerdings mit Mehrkosten von 30 bis 50 Prozent rechnen und wir wissen nicht ob das reicht", begründet Geschäftsführer Meik Lindberg seine Entscheidung und ergänzt: "Das ist absolut nicht mehr wirtschaftlich, und über die Zimmerpreise bekommen wir das nicht finanziert."

Zum Hintergrund: Am Nationalpark Harz gelegen, war ein zweites Lifestyle- und Designhotel geplant, welches in Abgrenzung zum The Hearts Hotel luxuriöser und für eine anspruchsvolle Zielgruppe konzipiert werden sollte. Die Planungen waren bereits sehr fortgeschritten, und der erste Spatenstich sollte schon im nächsten Jahr erfolgen. 

Meik Lindberg zeigt sich jedoch weiterhin zuversichtlich: "Wir rechnen damit, dass sich die Lage in den nächsten Jahren wieder beruhigt und die Baupreise und Zinsen sinken. Sobald sich die Kosten eingependelt haben, werden wir mit dem Bau unseres zweiten Hotels starten. Die fertigen Pläne für die Bebauungsplanung haben wir auf jeden Fall schon mal in der Schublade."