ZahlenSchweizer Hotellerie nähert sich Rekordjahren

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2017 verzeichnete die Schweizer Hotellerie 37,4 Millionen Übernachtungen. Das ist beinahe so viel wie in den Rekordjahren 1990 und 2008 und entspricht gegenüber 2016 einem Wachstum von 5,2 Prozent (+1,9 Millionen). Sämtliche Tourismusregionen verbuchten ein Übernachtungsplus, wie die htr berichtet.

Mit Ausnahme des Monats Februar, in dem die Übernachtungen um 1,2 Prozent zurückgingen, wurde 2017 gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode in allen Monaten eine Zunahme verbucht. Dabei wurden, um die Auswirkungen von Ostern zu beseitigen, die Resultate der Monate März und April gemeinsam betrachtet, wie das Bundesamt für Statistik mitteilte. Am stärksten war das Wachstum im Juni, gefolgt von Ostern, also März und April, und Juli.

2017 belief sich die inländische Gesamtnachfrage auf 16,9 Millionen Übernachtungen (+675.000 / +4,2%) und erreichte damit einen bisherigen Höchststand. Die ausländische Nachfrage verzeichnete mit 20,5 Millionen Übernachtungen ebenfalls einen Anstieg um 1,2 Millionen Übernachtungen (+6,1%).

Nach rückläufigen Zahlen im Jahr 2016 zog die asiatische Nachfrage wieder an (+588.000 Übernachtungen / +12,8%). Die stärkste Zunahme dieses Kontinents verzeichneten die Gäste aus China (ohne Hongkong) mit einem Plus von 148.000 Übernachtungen (+13,1%). Ein vergleichbarer Aufwärtstrend war auch bei der Nachfrage aus Indien, der Republik Korea und Japan zu beobachten. Die Golfstaaten hingegen registrierten mit einem Minus von 39.000 Übernachtungen (-4,1%) den stärksten Rückgang aller Herkunftsländer.

Der seit 2012 verzeichnete Aufwärtstrend bei der Nachfrage aus dem amerikanischen Kontinent setzte sich fort (+307.000 Übernachtungen / +12,3%). Mit 212.000 zusätzlichen Logiernächten verbuchten die Vereinigten Staaten das stärkste absolute Wachstum aller ausländischen Herkunftsländer und erreichten damit den höchsten Stand seit 2000. Der europäische Kontinent sorgte für 255.000 zusätzliche Übernachtungen (+2,2%). Den größten Beitrag leisteten die Gäste aus Belgien (+49.000 / +9,1%). Dahinter folgten Deutschland (+41.000 / +1,1%), das seit 2008 kein Plus mehr verzeichnet hatte, Spanien und Russland. Die Nachfrage aus Italien erhöhte sich nur leicht und jene aus Frankreich blieb stabil. Bei den Gästen aus dem Vereinigten Königreich wurden hingegen 18.000 Übernachtungen weniger registriert, was einem Rückgang von 1,1 Prozent entspricht. Ozeanien verzeichnete ein Plus (+41.000 / +12,7%), Afrika ein Minus (-6.500 / -2,3%).

Alle 13 Tourismusregionen wiesen im Jahr 2017 gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode eine Zunahme an Übernachtungen auf. Bern Region registrierte mit einem Plus von 387.000 Übernachtungen (+8,2%) den größten Anstieg. An zweiter Stelle folgt Zürich Region (+340.000 / +6,0%), an dritter das Wallis (+255.000 / +6,9%). Dahinter kommen Graubünden (+226.000 / +4,9%) und das Tessin (+175.000 / +7,7%).

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag 2017 wie bereits im Jahr 2016 bei 2,0 Übernachtungen. Ausländische Gäste blieben im Durchschnitt 2,1 Nächte und verweilten damit etwas länger als Schweizer Gäste (2,0). Graubünden verzeichnete mit 2,7 Nächten die längste Aufenthaltsdauer aller Tourismusregionen, gefolgt vom Wallis mit 2,3 Nächten. Am wenigsten lang blieben die Gäste mit 1,6 Nächten in der Fribourg Region.

Die Nettozimmerauslastung belief sich im Jahr 2017 auf 52,9 Prozent (2016: 51,3%). Unter den Tourismusregionen wies Genf mit 66,3 Prozent die stärkste Auslastung auf. Es folgte die Züricher Region mit einer Auslastung von 64,6 Priozent. Die geringste Auslastung verzeichnete die Ostschweiz mit 39,7 Prozent.

Quelle: htr.ch

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