Zahl der angehenden Köche hat sich halbiertImmer weniger Auszubildende in der Branche

Werden immer weniger: junge Menschen, die eine Ausbildung als Koch antreten. (Bild: Pixabay/Freephotos)

Alarmierende Zahlen im Bereich Ausbildung: In der Gastronomie, Hotellerie, im Tourismus und im Einzelhandel wurden 2019, also noch vor Corona, 28 Prozent weniger Neuverträge als noch vor zehn Jahren abgeschlossen. Besonders erschreckend sind hierbei die Zahlen der angehenden Köche.

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In vielen Betrieben fehlte der Nachwuchs schon vor der Krise. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, haben in den vergangenen Jahren immer weniger Menschen eine Ausbildung in der Gastronomie, Hotellerie, im Tourismus sowie im Einzelhandel begonnen. Im Jahr 2019 wurden 77.000 neue Ausbildungsverträge in diesen Branchen abgeschlossen und damit 28 Prozent weniger als 2010. Dieser Wert liegt zudem deutlich unter dem Durchschnitt: In allen dualen Ausbildungsberufen wurden insgesamt acht Prozent weniger Neuverträge als noch vor zehn Jahren abgeschlossen.

Im vergangenen Jahr begannen 15.000 Menschen eine berufliche Ausbildung in der Gastronomie oder Speisenzubereitung, zehn Jahre zuvor waren es noch 28.000. Der Beruf Koch gehört ebenfalls zu den Top Ten der unbesetzten Ausbildungsstellen (Platz sieben), die die Bundesagentur für Arbeit im Juli 2020 veröffentlicht hat. Demnach waren zu diesem Zeitpunkt noch 4.429 Stellen unbesetzt. Konkret hat sich die Anzahl der angehenden Köche seit 2010 halbiert.

Generell immer weniger Azubis

Die Zahl aller neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist seit Jahren rückläufig. Während 2010 noch 559.000 Verträge abgeschlossen wurden, waren es 2019 nur noch 513.000. Insgesamt befanden sich am 31. Dezember 2019 rund 1,3 Millionen Personen in einer dualen Berufsausbildung, zehn Jahre zuvor waren es noch 1,5 Millionen (-11,9 Prozent). Die gesamte Übersicht über die Zahlen finden Sie hier.

Besonders erschwerend kommt 2020 die Corona-Krise hinzu. Auszubilden wird für viele Betriebe zum Kraftakt. Wer trotzdem Fachkräfte ausbildet, kann seit Kurzem staatliche Unterstützung beantragen. Alle Informationen dazu finden Sie auf der Homepage der Bundesregierung.

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