Die Plätze 51 bis 100 der „The World’s 50 Best Hotels 2026“ sind veröffentlicht. Aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist kein Haus vertreten. Für den DACH-Markt bleibt damit nur ein Südtiroler Hotel als regionaler Anknüpfungspunkt: Das Forestis Dolomites steigt auf Platz 68 ein. Die Top 50 folgen am 15. September in Paris – und die Marke 50 Best heißt künftig „The 50“.
Die „World’s 50 Best Hotels“ haben ihre erweiterte Rangliste mit den Plätzen 51 bis 100 veröffentlicht. Aus Deutschland, Österreich und der Schweiz findet sich darin kein Hotel. Für die deutschsprachige Hotellerie ist die Liste dennoch nicht ganz ohne Relevanz: Das Forestis Dolomites in Brixen schafft als Neueinsteiger auf Rang 68 den Sprung in das Ranking. Das Haus liegt zwar in Italien, ist durch seine Lage in Südtirol jedoch besonders für den DACH-Markt von Interesse.
Die Bekanntgabe der Plätze 1 bis 50 ist für den 15. September 2026 in Paris angekündigt. Ob dort ein Haus aus Österreich oder der Schweiz vertreten ist, bleibt offen. Für Deutschland wäre eine Platzierung hingegen ein Novum: Deutsche Hotels waren bislang nicht auf der Liste der „World’s 50 Best Hotels“ vertreten.
Asien vor Europa
Insgesamt umfasst die erweiterte Liste 2026 Hotels aus 23 Regionen und 40 Städten. Asien stellt mit 20 Hotels die meisten Häuser, gefolgt von Europa mit 16 Hotels. Besonders stark vertreten ist Japan mit sieben Hotels, darunter das Janu Tokyo auf Platz 52, das Park Hyatt Tokyo auf Platz 53 und das Hotel The Mitsui in Kyoto auf Rang 79.
An der Spitze der Plätze 51 bis 100 steht das La Réserve Paris, das als Wiedereinsteiger Rang 51 erreicht. Es folgen das Janu Tokyo, das Park Hyatt Tokyo und das Palacio Nazarenas in Cusco. Als höchste Neueinsteiger werden unter anderem Il San Pietro di Positano (58), Rosewood London (56) und Forestis Dolomites (68) geführt.
Italien dominiert die europäische Auswahl
Mit dem Forestis Dolomites in Brixen ist ein Haus aus Südtirol erstmals in der erweiterten Liste vertreten. Italien stellt insgesamt neun der 16 europäischen Hotels und ist damit auf dem Kontinent am stärksten repräsentiert. Weitere italienische Neueinsteiger sind unter anderem Il San Pietro di Positano auf Platz 58, Castiglion del Bosco in Montalcino auf Platz 62 und das Orient Express La Minerva in Rom auf Rang 66.
Download: Die vollständige Liste der Plätze 51 bis 100 der World’s 50 Best Hotels 2026 (PDF)
Für die DACH-Region bedeutet die aktuelle Zwischenbilanz: Kein deutsches, österreichisches oder Schweizer Hotel ist auf den Rängen 51 bis 100 gelistet. Im Vorjahr war die Schweiz noch durch das Badrutt’s Palace in St. Moritz auf Platz 52 vertreten. Österreich wiederum hatte 2025 mit dem Hotel Sacher Wien auf Rang 49 zumindest einen Vertreter in den Top 50.
Ob die beiden Länder 2026 wieder in der Hauptliste auftauchen – oder Deutschland erstmals den Sprung schafft –, entscheidet sich mit der Veröffentlichung der Top 50.
Verschiebungen gegenüber 2025
Ein Vergleich mit der erweiterten Liste des Vorjahres zeigt zudem deutliche Bewegungen. Mehrere Häuser aus der 2025er-Liste sind 2026 erneut vertreten, teils mit spürbaren Veränderungen:
- Borgo Santandrea, Amalfi: von Platz 53 auf 84 (↓)
- Four Seasons Tamarindo, Mexiko: von 55 auf 74 (↓)
- Aman New York: von 61 auf 87 (↓)
- Rosewood Bangkok: von 62 auf 70 (↓)
- Hotel das Cataratas, Brasilien: von 76 auf 77 (↓)
- The Greenwich Hotel, New York: von 77 auf 92 (↓)
- Gleneagles, Schottland: von 78 auf 100 (↓)
- Reschio, Italien: von 81 auf 95 (↓)
- Splendido, Portofino: von 83 auf 60 (↑)
- La Mamounia, Marrakesch: von 30 in den Top 50 auf Platz 75 (↓)
Auffällig ist zudem, dass mehrere 2025 noch in den Top 50 platzierte Hotels nun in der erweiterten Rangliste auftauchen. Dazu zählen etwa das Janu Tokyo, das 2025 noch Rang 37 belegte und nun auf Platz 52 steht, sowie Mandapa auf Bali, das von Rang 50 auf Platz 61 fällt. Auch das Mandarin Oriental Hong Kong rutscht von Platz 41 auf Rang 59.
Aus 50 Best wird „The 50“
Parallel zur Hotelrangliste vollzieht die bisher unter dem Namen 50 Best bekannte Marke einen umfassenden Markenwechsel. Seit dem 9. September firmiert sie als „The 50“. Unter dem neuen Dach sollen Rankings, Auszeichnungen, redaktionelle Inhalte und die Discovery-Plattform zusammengeführt werden.
Das erste Award-Programm unter der neuen Markenidentität ist „The 50 Best Hotels 2026“. An der grundlegenden Methodik soll sich nichts ändern: Die Rangliste basiert nach Angaben der Organisation auf den Stimmen von mehr als 800 anonymen Mitgliedern der Academy aus Hotellerie, Medien, Lehre und Luxusreisebereich. Deloitte fungiert als unabhängiger Prüfer des Abstimmungsverfahrens. Die neue Markenidentität soll im Laufe des Jahres 2026 und darüber hinaus schrittweise im gesamten Portfolio an Rankings, Auszeichnungen und Plattformen eingeführt werden.
Die vollständige Liste der weltbesten 50 Hotels wird am Dienstag, 15. September 2026, bei einer Veranstaltung in Paris veröffentlicht. red/brg