WiedereröffnungRhön Park Hotel Aktiv Resort sieht stabile Buchungslage für den Sommer

Hoteldirektor Ben Baars bereitet das Rhön Park Hotel auf die Wiedereröffnung vor. (Bild: Rhön Park Hotel)

Im Rhön Park Hotel Aktiv Resort im Naturpark und Biosphärenreservat Bayerische Rhön stehen die Zeichen auf Wiedereröffnung. Ein kleiner Lichtblick für Hoteldirektor Ben Baars. Ab Juli gibt es bisher nur we-nige Stornierungen.

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„Die Zimmerauslastung für das Jahr 2020 war mit 70 Prozent prognostiziert. Davon waren bereits 55 Prozent in den Büchern, das ist eine sehr gute Situation – bis Corona kam“, erläutert Direktor Ben Baars. Wegen der gesetzlich verordneten Schließung bricht die gute Bilanz des Ferien- und Tagungshotels in sich zusammen. Die Auslastung für das ganze Jahr zum Stand 28.04. ist auf ca. 33 Prozent abgestürzt. Von den geplanten 265.000 Gästen für das Jahr 2020 werden vermutlich nur 116.000 kommen. Schon jetzt ist das Haus 2,2 Millionen Euro hinter seinem Jahresbudget. Die staatliche Soforthilfe ist für das Rhön Park Hotel ein Tropfen auf dem heißen Stein. Weitere Kredite für die Zukunft findet die Geschäftsleitung zu belastend, weil aktuell nicht abzusehen ist, wie der touristische Markt sich erholt. Gute Unterstützung hat Baars vom örtlichen Bür-germeister und vom Landratsamt bekommen. Die Politiker seien sofort zur Stelle gewesen. Ebenso hilfreich stünden die beiden finanzierenden Banken zur Seite.

Zusammen mit einem kleinen Team wird das Hotelgebäude bis zur Eröffnung betriebsfähig gehalten. „Man kann bei einem so großen Haus wie dem Rhön Park Hotel Aktiv Resort nicht einfach den Schlüssel umdrehen. Das Haus ist wie ein großes Schiff. Da kann man nicht einfach eine Vollbremsung machen oder einfach wie-der aufs Gas drücken“, betont Baars. Ein Großteil der 140 Mitarbeiter musste gezwungenermaßen in Kurzar-beit geschickt werden. Sie erhalten zusätzlich von ihrem Arbeitgeber eine Aufstockung auf den gesetzlich festgelegten Ausfall-Lohn.

Vorbereitung auf den Neustart

Die Abteilungen haben gemeinsam eine Ablaufstrategie für alle Bereiche im Hotel entwickelt. Darin ist festge-legt, wie Gäste und Mitarbeiter vor dem Virus geschützt werden können und dennoch ein entspannter Aufent-halt für die Gäste möglich ist. Dazu gehören neben Maßnahmen wie dem Maskenverkauf und Desinfektions-mittelspendern, auch Trennwände im Gastronomiebereich als Spuckschutz in der Essensausgabe und bei den Sitzbereichen. Zusätzlich wird ein großes Zelt auf der Terrasse aufgebaut, um weitere Sitzplätze zu schaffen. „Wir brauchen eine Mindestanzahl an Gästen, um den Betrieb sinnvoll wiederaufnehmen zu können.“, betont Baars.

„Die Familien haben Fragen über Fragen und sind massiv verunsichert“, berichtet Prokuristin und Marketing-leiterin Cornelia Baars. Dennoch gibt es nur wenige Stornierungen bei den Urlaubern ab Juli. „Ganz klar, ge-rade Familien als unsere Hauptzielgruppe sehnen sich wegen der Ausgangsbeschränkungen und wegen des belastenden ‚Home Schoolings‘ extrem nach einer Auszeit, nach Platz zum Toben und Spielen und nach Ent-spannung“, so Cornelia Baars. Sie rechnet zudem mit mehr Deutschlandurlaubern. Ob aber Firmen ab Mitte September wieder kommen, sei fraglich. Sie hofft, dass zumindest Betriebe aus der Region ihre Veranstaltun-gen live bei ihr im Haus abhalten und nicht auf Videokonferenzen ausweichen. Sofern die gesetzlichen Aufla-gen für Versammlungen umsetzbar sind.

Umbaupläne

Aktuell stehen im Hotel Umbauarbeiten an. Die Indoor-Anlage „Rudis Abenteuerland“ wird fertig modernisiert. Die Pläne für die Multifunktionshalle „Rhön Arena“ werden zwar realisiert, aber zeitlich nach hinten datiert, bis die Perspektiven für den Tourismus besser eingeschätzt werden kann. Gleiches gilt für den Umbau der Mini-golfanlage. Die Renovierung der Zimmer soll turnusmäßig ab November 2021 weitergehen.

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