Wie die Event-Location voll wird

Egal ob Aufsehen erregender Flugzeughangar, riesiger Kongresssaal, eine Gleishalle für unvergessliche Hochzeiten oder eine angesagte Bar: Der schönste Veranstaltungsort bleibt leer, wenn er nicht als solcher bekannt ist. Gezieltes Location-Marketing ist die Lösung.

Viele Besitzer glauben noch immer, dass bloße Mundpropaganda ausreicht, damit ihre Location auf Monate im Voraus ausgebucht ist. Doch bei der heutigen Vielzahl von Räumlichkeiten läuft man Gefahr, in der Masse unterzugehen. Anbieter sollten mit gezieltem Location-Marketing auf sich aufmerksam machen, das mit medienwirksamen Maßnahmen den jeweiligen Veranstaltungsort ins Bewusstsein potenzieller Mieter bringt. Im Fokus sollte hier vor allem das Internet stehen.

Eine wichtige Referenz ist eine eigene Webseite, die von Location-Suchenden im Web schnell gefunden werden kann. Auf dieser sollten möglichst detaillierte Informationen zum Objekt vorhanden sein: Größe, maximale Personenanzahl, Bestuhlung, Ausstattung und zusätzliche Angebote. Herzstück der Homepage sind professionelle Bilder des jeweiligen Raumes, da diese die Atmosphäre transportieren und den Suchenden einen Eindruck vermitteln, wie ihre Veranstaltung aussehen könnte. Die Möglichkeit einer direkten Online-Buchung auf der Webseite ist ebenso von Vorteil wie die SEO-Optimierung.

Darüber hinaus ist es anzuraten, den Raum mit einem aussagekräftigen Exposé auch bei speziellen Location-Suchportalen (z.B. bei PLACES, www.placces.de) einzustellen, da diese oftmals die erste Anlaufstelle für potenzielle Mieter darstellen. Einige Portale übernehmen neben der reinen Präsentation auch Aufgaben des Online-Marketings. Gerade kleine und mittlere Veranstaltungslocations sind mit diesem Thema meist überlastet oder in der Reichweite beschränkt.

Auch bei Stadtportalen haben Location-Anbieter oft die Möglichkeit, ihren Raum zu präsentieren. Allerdings sind bei diesen die Möglichkeiten, ein eigenes umfangreiches Exposé einzustellen, sehr begrenzt und abhängig vom Plattformanbieter. Hier kommt es darauf an, mit wenigen Bildern und den relevantesten Informationen für einen kurzen Überblick zu sorgen und Interessenten auf die eigene Homepage oder ein ausführliches Exposé auf einem Location-Suchportal weiterzuleiten.

Soziale Netzwerke sind für das Location-Marketing ebenfalls ein wichtiges Medium. Persönliche Empfehlungen stehen dabei im Vordergrund: War ein Mieter mit der Location zufrieden, ist er geneigt, diese etwa bei Facebook zu liken. Dies wiederum sehen seine Kontakte in dem sozialen Netzwerk und werden so auf die Räumlichkeit aufmerksam – effektive Mundpropaganda 2.0. Darüber hinaus kann der Location-Besitzer über den eigenen Facebook-Kanal Bilder teilen oder auf Neuigkeiten und besondere Angebote hinweisen.

Neben diesen wichtigen Maßnahmen darf auch gerne eine Extraportion Kreativität ins Spiel kommen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Guerilla-Aktion? Um auf einen Flugzeughangar als Hochzeitslocation hinzuweisen, könnte der Besitzer etwa eine Schaufensterpuppe als Braut verkleiden und diese an einem belebten Ort der Stadt an einen Kran hängen. Dazu werden an dem Platz Flyer verteilt, die auf die Location hinweisen. Auch ein Flashmob ist eine denkbare Maßnahme, die sich für besonders spektakuläre Locations anbietet. So kann etwa dazu aufgerufen werden. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Letztlich geht es immer darum, sich ins Gedächtnis der Menschen zu bringen. Dies geschieht entweder durch eine einfache Auffindbarkeit im Netz, atmosphärische Bilder, relevante Informationen und einfache Buchungsmöglichkeiten auf der eigenen Homepage, einem Location-Suchportal oder durch Aufsehen erregende Guerilla-Aktionen. Eine geschickte Verquickung der Maßnahmen entlastet den Locationinhaber, sorgt für einen ausgebuchten Terminkalender und ein stets volles Haus.

Autor: Karsten Himmer (Geschäftsführer von PLACCES, einem Suchportal für Veranstaltungsräumlichkeiten und Event-Locations im deutschsprachigen Raum)