Der britische Hotelkonzern Whitbread schließt seine Halbjahresbilanz mit einem positiven Ergebnis ab und übertrifft damit die ursprünglichen Erwartungen. Vor allem seit Juli verzeichneten die Premier Inn-Hotels in Deutschland eine steigende Nachfrage. Zukünftig soll die Marke in den meisten größeren deutschen Städten präsent sein.
Der britische Whitbread-Konzern, zu dessen Portfolio die auch in Deutschland vertretene Hotelmarke Premier Inn gehört, hat seine Bilanz des ersten Finanz-Halbjahres 2021/22 (März bis August 2021) präsentiert. Dabei hat das Unternehmen die Erwartungen für die Hotels sowohl in Großbritannien als auch in Deutschland nach eigenen Angaben deutlich übertroffen. So haben sich die Konzerneinnahmen im aktuellen ersten Finanzhalbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 250,8 auf 661,6 Millionen Pfund mehr als verdoppelt. Im Vergleich zum gleichen, noch pandemiefreien Zeitraum in 2019 lag der Umsatz jedoch um 39 Prozent niedriger. Beim Betriebsergebnis "adjusted EBITDAR" machte Whitbread einen Gewinn von 178,3 Millionen Pfund. Ein Jahr zuvor verbuchte der Konzern in der ersten Hälfte des Bilanzjahres noch einen Verlust von 153,7 Millionen Pfund.
In Deutschland verdoppelte sich der Umsatz von Premier Inn-Hotels nach Konzernangaben im ersten Bilanzhalbjahr gegenüber dem Vergleichszeitraum 2020/2021. Zurückzuführen sei dieses positive Ergebnis auf das deutliche Wachstum des Hotel-Portfolios. Inzwischen sind 32 Hotels in Deutschland eröffnet und weitere 41 Hotels in Planung. Dieser dynamische Zuwachs habe auch die Folgen der Reiseeinschränkungen während des gesamten ersten Finanzhalbjahres mehr als ausgeglichen.
"Dabei kam uns zudem zugute, dass sich der Markt für Budgethotels in Deutschland schneller erholte als der Gesamtmarkt aller Beherbergungen", so Alison Brittain, CEO von Whitbread. "Vor allem seit Juli verzeichneten die Premier Inn-Hotels in Deutschland eine steigende Nachfrage und inzwischen eine durchschnittliche Auslastung von über 60 Prozent. Auch im September entwickelten sich die Umsätze positiv. Gute Voraussetzungen, um eine ähnliche Erfolgsgeschichte wie in Großbritannien zu schreiben." Premier Inn will zukünftig in den meisten größeren deutschen Städten präsent sein und hat die Zahl der Ziel-Städte vor Kurzem von 50 auf 75 erhöht. In beiden Premier Inn-Märkten nehmen Geschäftsreisen wieder zu, dabei seien vor allem Ziele in touristischen Gebieten gefragt.
Investition in Mitarbeiter
"Dass wir diese schnelle Erholung in den Häusern umsetzen konnten verdanken wir den Mitarbeitern, die angesichts der besonderen Corona-Zeit für ihre Energie und ihr Engagement besonderes Lob verdienen", so Brittain. "Wir werden deshalb auch in Zukunft nicht nur in den Neubau und die Renovierung unserer Häuser investieren, sondern vor allem auch in die Mitarbeiter. Das ist wichtig angesichts der verbleibenden Ungewissheit über die Entwicklung der Pandemie in den kommenden Wintermonaten."
Im Laufe des Jahres 2022 sieht Premier Inn in Großbritannien das Potential auf eine vollständige Erholung der RevPAR-Raten auf das Vorkrisenniveau. Ein besonderes Augenmerk liege zudem weiterhin auf der Nachhaltigkeit. Deshalb werde die von Whitbread gestartete "Force-for-Good"-Agenda weiter vorangetrieben. Zu den Nachhaltigkeitsprojekten gehören beispielsweise die ausschließliche Nutzung erneuerbarer Energien, der Bau von Hotels nach hohen Umweltstandards oder die Sicherung nachhaltiger und ethischer Lieferketten.

Premier Inn: Hoteleröffnung in Lübeck
Premier Inn hat sein erstes Hotel in der Hansestadt Lübeck eröffnet.
Jetzt lesen!