Wettbewerb Wer wird Patissier des Jahres 2025?

Patissier des Jahres 2025 Finalisten
Auf dem Weg zum Titel: Die sieben Finalistinnen und Finalisten 2025. © Roika Solutions GmbH

Sieben Finalistinnen und Finalisten treten im Finale um den Titel „Patissier des Jahres“ an. Dort entscheidet sich, wer die Jury mit Kreativität, technischer Präzision und Geschmack überzeugt.

Nach monatelanger Vorbereitung ist es nun offiziell: Die Finalistinnen und Finalisten für den Wettbewerb Patissier des Jahres 2025 stehen fest. Mit Kreativität und handwerklicher Präzision haben sie sich gegen zahlreiche Bewerberinnen und Bewerber aus der gesamten DACH-Region durchgesetzt. Jetzt richten sich alle Augen auf den 17. November 2025, wenn sie in der Grand Hall Zollverein in Essen im Finale gegeneinander antreten.

Sieben Perspektiven aus der Branche

Die Finalistinnen und Finalisten spiegeln die Vielfalt der zeitgenössischen Patisserie wider. Jede und jeder von ihnen bringt eine individuelle Geschichte mit, die im Finale sichtbar wird:

  1. Alexander Fink, Patissier, Château de Raymontpierre, Val Terbi (CH): Als Comeback-Kandidat kämpft er dieses Jahr um den Titel, nachdem er im letzten Anlauf krankheitsbedingt aussetzen musste.
  2. Larissa Wehrli, Chef Patissière, LEV. Atelier by larissawehrli, Igis (CH): Die mehrfach ausgezeichnete Patissière betreibt ihr eigenes Atelier und hat bereits den Marmite Youngster Award gewonnen.
  3. Thomas Le Sueur, Chef Patissier, Restaurant Facil, Berlin: Der Franzose ist angetreten, um seine Komfortzone zu verlassen. Er hat sich von der Kochkunst zur Patisserie entwickelt und bringt sogar Erfahrung von der Pizza-Weltmeisterschaft mit.
  4. Alessandro Befumo, Junior Souschef Patisserie, Restaurant Lakeside, The Fontenay Hotel, Hamburg: Für den Italiener ist Patissier des Jahres der erste Wettbewerb, an dem er teilnimmt. Diesen betrachtet er als die "persönliche und berufliche Krönung" seiner Laufbahn.
  5. Hans Robert Lange Rodriguez, Küchenchef, Teko by Lange Rodriguez, Essen: Für ihn wird das Finale zum Heimspiel. Er möchte die Fusion zweier Kulturen – die deutsche Präzision und seine bolivianischen Wurzeln – auf der großen Bühne präsentieren.
  6. Julia Orschiedt, Souschefin, Restaurant Pietsch, Wernigerode: Die Souschefin entdeckte ihre Leidenschaft bereits in der Küche ihrer Eltern und hat sich mit einem verspielten, durchdachten und harmonischen Stil eine eigene Handschrift erarbeitet.
  7. Tim Langmack, Chef Patissier, Restaurant Jellyfish, Hamburg: Mit 25 Jahren bringt er einen eleganten und unkonventionellen Stil in den Wettbewerb.

Das wird gefordert

Um sich für das Finale zu qualifizieren, reichten die Bewerberinnen und Bewerber – darunter professionelle Pâtissiers, Konditoren, Chocolatiers und Köche aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol – drei eigens entwickelte Rezepturen ein. Auf dieser Grundlage wurden die Finalistinnen und Finalisten ausgewählt.

Im Finale müssen sie ihre Fähigkeiten in einem Freestyle-Dessert, einem Dessert mit fünf Konsistenzen (cremig, gebacken, fruchtig, warm und Eis) sowie einem Petit Four oder einer Praline zeigen. Zusätzlich wird ihr handwerkliches Können in der Cheese Cake Challenge powered by Philadelphia bewertet, bei der die Teilnehmer ein eine moderne Neuinterpretation des klassischen Cheesecakes mit Philadelphia Doppelrahm-Frischkäse zubereiten müssen.

Spitzen-Patissiers am Jurytisch

Über den Titel entscheidet eine Jury aus international erfahrenen Expertinnen und Experten der Patisserie-Szene, darunter:

  • Sebastian Kraus, Patissier des Jahres 2019
  • Stefan Leitner aus dem Restaurant Bareiss in Baiersbronn
  • Larissa Meetz aus dem Restaurant Vendôme in Bergisch Gladbach
  • Sophie Mussotter, amtierende Patissier des Jahres 2023
  • Bernd Siefert, Konditorweltmeister
  • Heike Thalhofer aus dem Restaurant Schwarzwaldstube in Baiersbronn
  • Felix Vogel von der Konditorei Vogel

Finale in Essen: Titel, Preisgeld und Sonderpreis

Das Finale findet erstmals gemeinsam mit dem Wettbewerb "Koch des Jahres" in der Grand Hall Zollverein in Essen statt, einem UNESCO-Weltkulturerbe. Die Kandidatinnen und Kandidaten präsentieren ihre Kreationen live vor der Fachjury. Neben den Wettbewerben können die Besucher Talkrunden mit ehemaligen Finalisten verfolgen und einen Marktplatz mit mehr als 50 Ausstellern besuchen.

Die Gewinnerin oder der Gewinner erhält den Titel "Patissier des Jahres", ein Preisgeld von 2.000 Euro und den Planetenrührer "Blackbolt Pro" von Hendi. Außerdem wird ein Sonderpreis für die nachhaltigste Dessertkreation vergeben, gestiftet von Walter Rau, bei dem klimafreundliche Zutaten wie die vegane Butteralternative Eleplant im Fokus stehen. red/ik