Nach dem Rekordjahr 2024 tut sich der Deutschland-Tourismus zum Jahresstart etwas schwer. Das zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamts.
Im März 2025 verbuchten Beherbergungsbetriebe in Deutschland 32,7 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, waren das 7,7 Prozent weniger als im März 2024. Ein Grund für diesen Rückgang dürften die späteren Osterfeiertage und Osterferien in diesem Jahr sein, die 2024 überwiegend im März und 2025 fast komplett im April lagen.
Zahl der Gäste aus dem Inland gesunken
Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland sank im März 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,4 Prozent auf 27,4 Millionen. Auch die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland war im Vergleich zum Vorjahresmonat um vier Prozent niedriger.
Besonders betroffen waren die Campingplätze mit einem Rückgang um fast 42 Prozent. In Ferienwohnungen und -häusern wurden 18,1 Prozent weniger Übernachtungen gezählt. In Hotels, Gasthöfen und Pensionen nahmen die Übernachtungen um 4,7 ab auf 21,5 Millionen Übernachtungen ab.
Weniger Übernachtungen als im Rekordjahr des Vorjahres
Im 1. Quartal 2025 konnten die Beherbergungsbetriebe insgesamt 84,8 Millionen Übernachtungen verbuchen – 4,4 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland sank gegenüber dem 1. Quartal 2024 um 4,8 Prozent auf 70,2 Millionen. Bei den Gästen aus dem Ausland waren es 2,6 Prozent weniger.
Gemischte Aussichten für den Sommer
Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) sieht für den anstehenden Sommer gemischte Perspektiven. So gebe es weniger Vorausbuchungen für Flugreisen nach Deutschland als im Vorjahr mit der Fußball-Europameisterschaft. Unter den Europäern werde zudem aktuell ein etwas geringere Reiseneigung als im Vorjahr festgestellt, wobei viele Reisende aber längere Aufenthalte planten und mit höheren Budgets planten als 2024.
Unsicherheiten gebe es auch bei Gästen aus den USA, die im vergangenen Jahr mit 7,2 Millionen Übernachtungen nach den Niederländern die größte internationale Gästegruppe hierzulande stellten. Hier zeigten Ad-hoc-Umfragen im Auftrag der DZT, dass ein Drittel die eigenen Reiseplanungen aus finanziellen Gründen reduziere. Ein weiteres Viertel der Befragten halte zwar an den Zielen fest, will vor Ort aber weniger ausgeben. Unter US-Touristen gelte Deutschland aber als sicheres und attraktives Ziel. mit dpa