Seit Februar befand sich das Haus im Soft Opening, am 5. Juni wurde das Wald Weit Rheingau Hotel & Retreat in Kiedrich mit einer Feier offiziell eröffnet.
Mit dem Wald Weit Rheingau Hotel & Retreat präsentiert die Unternehmensgruppe Molitor/Gemünden aus Ingelheim einen Ort für naturnahen Luxus und gelebte Nachhaltigkeit im Herzen des Rheingaus. Realisiert wurde das Projekt von der zur Gruppe gehörenden TT Hospitality der Geschwister Tina Badrot und Tim Gemünden, die zur Eröffnungsfeier Vertreter aus Politik, Medien, Tourismus, Wirtschaft und Kultur begrüßten.
„Region liegt uns seit 140 Jahren am Herzen“
Den Festakt eröffneten General Manager David Simon, Tina Badrot und Tim Gemünden, die sich bei allen Beteiligten an Planung, Bau und Finanzierung des Projekts sowie beim Team bedankten. „Das Wald Weit an diesem einzigartigen Ort ist für uns ein emotionales Bekenntnis zur Region", so Badrot und Gemünden. „Unserem Familienunternehmen liegt diese Region seit 140 Jahren am Herzen und wir möchten sie stärken und dazu beitragen, sie noch attraktiver zu machen.“
Anschließend richteten Ingmar Jung, Hessischer Landwirtschaftsminister, sowie Winfried Steinmacher, Bürgermeister der Gemeinde Kiedrich, ihre Grußworte an die 100 geladenen Gäste. „Die Gremien unserer Gemeinde sind stolz, das Projekt, das ein touristischer Leuchtturm für unsere gesamte Region darstellt, von Beginn der Planungen an begleitet zu haben“, so Steinmacher. „Als Forst- und Heimatminister begeistert mich, wie hier Wald und Tourismus nachhaltig zusammen gedacht werden – ökonomisch, ökologisch und als Erholungsraum. Die umfangreiche Verarbeitung von Holz im Hotel ist ein klares Bekenntnis zu verantwortungsvollem Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen und trägt aktiv zum Klimaschutz bei“, unterstrich Jung, der zudem bemerkte, dass der Rheingau schon viele Hotelinvestoren kommen und gehen gesehen habe. Dies habe ihn gelehrt, dass ein Hotelinvestor erst wirklich da sei, wenn er den Notar verlasse.
Flaggschiff für die Region
Im Anschluss entlockte Moderatorin Miriam Hannah Persönlichkeiten aus Hessen Anekdoten zu ihrer Verbindung zur Region. Robert Mangold, Präsident Dehoga Hessen, berichtete von einer dreiwöchigen Weinlese im Rheingau als Bottenträger in seiner Jugend und bezeichnete das Wald Weit als Flaggschiff für die Region, das sich emphatisch der Natur zuwende und über bezaubernde öffentliche Flächen verfüge.
Auch Winzer Wilhelm Weil, Präsident des Verbands der Prädikatsweingüter Rheingau & Hessische Bergstraße, brachte seine Freude über das neue Haus zum Ausdruck: „Wir haben als Rheingauer 30 Jahre auf ein Wald Weit gewartet.“ Das Hotel sei ein wichtiges Puzzleteil für die Region, der es insbesondere in veranstaltungsreichen Zeiten wie dem Rheingau Gourmet Festival oder dem Rheingau Musik Festival an Zimmern fehle. Der Geschäftsführer des Rheingau Musik Festivals Marsilius von Ingelheim erklärte, dass Menschen heute mit ihrer Zeit bewusster umgingen, was dem Hotel gewiss entgegenkäme. Mit dem Haus könne der Rheingau auch seine Saison ausweiten, für den Herbst seien dort beispielsweise Lesungen geplant. Werbeagenturmitarbeiterin und Autorin Tanja Werle, in der Region vor allem durch ihren Blog Rheingau-Prinzessin bekannt, bezeichnete das Hotel als einen echten Glücksort, den sie nun häufig besuchen werde.
Neben vielfältigen Aktiv- und Erholungsangeboten spielt die Kulinarik im Hotel eine zentrale Rolle. Im Restaurant „Wald Fein“ interpretiert Küchenchef Falk Richter regionale Zutaten aus dem Rheingau und Kräuter aus dem hauseigenen Garten neu und bringt dabei mit moderner Leichtigkeit auch feine Waldaromen auf den Teller. Dazu werden Spitzenweine aus der Region gereicht, wahlweise auf der Panoramaterrasse, in der Rooftop-Bar „Wald Tropfen“ oder im Sommergarten. Bis 2027 soll das Hotel um weitere 90 Zimmer und Suiten sowie einen Wellness-Bereich mit Infinity-Pool und Schwimmteich erweitert werden. sst
Über das Wald Weit
2014 hatte die Unternehmensgruppe Molitor/Gemünden das 18 Hektar große Areal mit Privatwald und Bestandsimmobilien in Kiedrich übernommen. Marktuntersuchungen ergaben den Bedarf eines hochkarätigen touristischen Angebots mit substantieller Bettenkapazität in der Region, insbesondere auch für größere Events und Tagungen. Gemeinsam mit BGF+ Architekten aus Wiesbaden wurde ein Luxury-Destination-Hotel mit bisher 80 Zimmern entwickelt. Vertikale Holzelemente, große Fensterflächen, heimische Materialien und ein minimalistisches Design prägen die Formensprache des Hauses.
Es sei eine Besonderheit für BGF+ Architekten gewesen, das Hotel bis ins kleinste Detail gestalten zu dürfen, betonte Uwe Bordt, Gründungspartner des Architekturbüros bei einer dem Festakt vorangegangenen Führung. Architektur, Innenarchitektur und FF&E wurden in einem interdisziplinären Prozess verzahnt. Ziel dabei sei es gewesen, einen atmosphärischen Rückzugsort zu schaffen, der visuell und funktional als Gegenmodell zur urbanen Verdichtung funktioniere.