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Start Management Vorauszahlungen bei Reisebuchungen: Verbraucherschutzminister fordern besseren Schutz von Kunden

Vorauszahlungen bei ReisebuchungenVerbraucherschutzminister fordern besseren Schutz von Kunden

Angaben auf Lebensmitteln, die den Käufer in die Irre führen. Oder Geld, das er für eine Reise überweisen musste, die er dann nie antreten konnte. Über Maßnahmen gegen diese Ärgernisse wollen die Verbraucherschutzminister ab Mittwoch debattieren.

Unrealistische Portionsangaben auf der Verpackung des Schokoriegels oder üppige Vorauszahlungen bei der Buchung einer Reise: Um Verbraucher vor Unannehmlichkeiten wie diesen zu schützen, haben die zuständigen Minister aus mehreren Bundesländern nun erste Vorstöße gemacht, über die sie bei der am Mittwoch beginnenden Verbraucherschutzministerkonferenz sprechen wollen. Den Vorsitz hat Schleswig-Holstein.

Stufenweise Verringerung der Vorauszahlungen

Für eine stufenweise Verringerung der Vorauszahlungen, die Verbraucher bei Reisebuchungen leisten müssen, plädiert Thüringens Verbraucherschutzminister Dirk Adams (Grüne). Damit solle auf Erfahrungen aus der Corona-Pandemie reagiert werden, erklärte Adams nach Angaben seines Ministeriums am Sonntag in Erfurt. Vor allem in den ersten Monaten der Pandemie seien gezahlte Kundengelder bei ausgefallenen Reisen oft nicht innerhalb der gesetzlichen Frist zurückgezahlt worden.

Thüringen werde bei der mehrtägigen Konferenz am Donnerstag einen Antrag zu Reise-Vorauszahlungen zusammen mit dem Saarland und Rheinland-Pfalz einbringen, kündigte Adams an. Ziel sei, wirtschaftliche Verluste für Verbraucher zu vermeiden. Zudem solle erreicht werden, “dass Rückerstattungs- und Entschädigungsverfahren in der Reisebranche weitgehend automatisiert ablaufen”.

Gemeinsame Beschlussvorlage

Hamburg und Brandenburg machen sich für realistische Portionsangaben der Hersteller auf Lebensmittelverpackungen stark. Das geht aus einer gemeinsamen Beschlussvorlage hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, auf EU-Ebene mehr gegen irreführende Angaben zu unternehmen. “Die Lebensmittelindustrie rechnet in vielen Fällen den Gehalt von Salz, Zucker und Fett mit unrealistischen Mini-Portionsgrößen schön”, sagte Hamburgs Justiz- und Verbraucherschutzsenatorin Anna Gallina (Grüne) auf Nachfrage.

So sieht es auch ihre Brandenburger Kollegin Ursula Nonnemacher: “Wenn Hersteller durch kleinste Portionsangaben ihre Produkte gesund rechnen, ist das bewusste Verbrauchertäuschung. Mengengaben, gerade bei losen Lebensmitteln wie Müsli oder Chips, müssen lebensnah sein, transparent und leicht verständlich.” dpa

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