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Vom Norden bis in den SüdenSo lief der Restart bei den Flair Hotels

Die Hotels in Deutschland dürfen wieder Gäste beherbergen. Wie haben die Flair Hotels den Restart erlebt? Darüber berichten mehrere Hoteliers.

Nach mehreren Monaten Lockdown dürfen Hotels wieder öffnen. Doch aktuell haben Hoteliers laut Flair Hotels oft mit Personalmangel zu kämpfen. Auch einige Mitgliedsbetriebe der Flair Hotelkooperation seien davon betroffen, allerdings regional unterschiedlich. Die kleineren inhabergeführten Häuser der Kooperation hätten fast ein familiäres Verhältnis zu den meisten ihrer Angestellten, da einige Mitarbeiter in der Nähe beziehungsweise im Ort leben und mit dem Hotel und den Eigentümern verbunden sind. Trotzdem mussten einige Hoteliers laut Flair den Verlust von Mitarbeitern verkraften.

Jens Häfner, Inhaber vom Häfner´s Flair Hotel Adlerbad: „In Regionen, die abseits von größeren Städten liegen, ist es nicht so leicht Ersatz für gute Mitarbeiter zu finden. Das Problem der fehlenden Arbeitskräfte wird uns alle wohl auch noch sehr lange fordern. Dass die Mitarbeiter sich nach dem langen Shutdown nach anderen Arbeitsstellen, z. B. in der Industrie umgesehen haben, ist sehr verständlich und nachvollziehbar. Jetzt müssen wir Hoteliers das Vertrauen wieder zurück gewinnen.“

Unterschiedliche Buchungslage

Jens Häfner vom Flair Hotel Adlerbad mit Familie. (Bild: Flair Hotels, Hotel Adlerbad)

Auch die Buchungsanfragen seien in den Flair Häusern beim Neustart unterschiedlich ausgefallen. So geht Jens Häfner davon aus, dass sich die Buchungslage für seinen Betrieb erst ab Mitte Juli stabilisiert und die Monate wieder so gut gebucht sind, wie vor Corona. „Eine verstärkte Nachfrage, also der Boom, von dem in den Medien immer wieder gesprochen wird, wird bei uns in Bad Peterstal-Griesbach ausbleiben. Aber wir freuen uns über eine gleichbleibend gewohnt gute Buchungslage. Das mag zum Beispiel im Hochschwarzwald wieder anders aussehen, da kann es sein, dass mehr Hotelzimmer angefragt werden“, so Häfner.

„Was ich aber beobachte ist, dass der Kurzurlaub abnimmt und dafür länger gebucht wird. Waren es sonst circa fünf Tage, so werden jetzt eher bis zu sieben Tage gebucht. Für unsere Gäste steht ganz klar top Qualität an erster Stelle und die bekommen sie in jeder Hinsicht bei uns, so dass jetzt auch verstärkt der Jahresurlaub bei uns gebucht wird“, ergänzt er.

In Schleswig-Holstein sei der Neustart besser ausgefallen. So seien zum Beispiel im Flair Hotel Strengliner Mühle viele Buchungen eingegangen. Henning Molt, der zusammen mit seiner Schwester Ulrike und den Eltern, Inhaber des Hotels ist, freut sich: „Schleswig-Holstein ist mit eines der ersten Bundesländer, das für touristische Übernachtungen öffnen durfte, da war die Nachfrage extrem hoch. Wir waren bis auf kleine Reserven sehr schnell ausgebucht. Auch der Sommer ist gut gebucht und wir freuen uns, dass wir für die nächsten Monate eine gute Buchungslage haben. Die Ostseeküste ist für viele Gäste ein großer Anziehungspunkt und erfreut sich großer Beliebtheit.“

Beliebte Ziele in Deutschland

Vor allem die Nord- und Ostseeküste sowie der Süden Deutschlands seien gefragt. Das bestätigt auch Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismusverbandes (DTV): „An der Küste und Richtung Alpen wird es voll werden“, so Reinhard Meyer. Aber auch andere Regionen profitieren. „Beliebt ist insbesondere alles, was mit Natur zu tun hat, zum Beispiel Wandern oder Fahrradfahren. Die Nachfrage nach Städtetrips ist dagegen noch verhalten“, so der DTV-Präsident.

Ute Sievers, Inhaberin Flair Hotel Stadt Höxter. (Bild: Flair Hotels, Hotel Stadt Höxter)

Dass die Gäste sich nach der Natur sehnen und vermehrt Wandern und Fahrradfahren, kann auch Ute Sievers bestätigen. Sie leitet zusammen mit ihrem Mann Flair Hotel Stadt Höxter. Allerdings bemerke sie, dass bei den Gästen zurzeit noch eine Verunsicherung herrscht. Wichtig seien ihnen auch die Hygienekonzepte. „Die Gäste stellen Fragen zu den Bedingungen, die für einen Aufenthalt erfüllt werden müssen und erkundigen sich nach dem Hygienekonzept unseres Hotels. Mit der Web-App von Betterspace bieten wir unseren Gästen mit einem Link sämtliche Informationen und räumen damit zusätzlich eventuelle Unsicherheiten aus dem Weg. Das kommt bisher sehr gut an“, sagt Sievers.

Mit 50 Prozent weniger im Juni als normalerweise, sei die Nachfrage bisher noch verhalten. „Ich stelle erfreulicherweise fest, dass die Aufenthalte länger werden von ein bis zwei Nächten nun drei bis fünf Nächte, aber was zurzeit noch komplett fehlt sind die Busreisenden. Das merken wir schon schmerzlich. Ich gehe aber davon aus, dass sich die Buchungslage recht schnell stabilisiert, wenn nichts dazwischen kommt“, so Sievers.

„In der Summe sind wir relativ gut durch die Krise gekommen, da wir regelmäßig Geschäftsreisende zu Gast hatten. Auch die Tatsache, dass wir Mitglied in der Flair Hotelkooperation sind, hat uns in vielerlei Hinsicht gestärkt und geholfen. Innerhalb der Kooperation haben wir einen unglaublichen Rückhalt und wir profitieren in zahlreichen Bereichen vom Know how der Kollegen und der Mitarbeiter des Flair Büros.“

In den ersten Bundesländern ist in diesen Tagen Ferienbeginn. Die Flair Hoteliers blicken deshalb optimistisch den kommenden Wochen entgegen.

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