525 Jahre Klosterhof Vom Kloster zum Wellnesshotel

Feierten das Jubiläum: (von links) Henrike Färber, Michaela Kaniber, Bayerns Landwirtschafts- und Tourismusministerin, und Andreas Färber.
Feierten das Jubiläum: (von links) Henrike Färber, Michaela Kaniber, Bayerns Landwirtschafts- und Tourismusministerin, und Andreas Färber. © Markus Färber_Klosterhof

Wo einst Mönche Heilkräuter anbauten, empfängt heute ein Viersterne-Superior-Hotel seine Gäste. Nun feierte der Klosterhof sein 525-jähriges Bestehen – mit politischer Prominenz und einem dreitägigen Festprogramm.

Der Klosterhof in Bayerisch Gmain blickt auf eine lange Geschichte zurück: Im 15. Jahrhundert diente das Gebäude den Augustinermönchen als Ökonomie- und Kraftort. Am vergangenen Wochenende wurde das 525-jährige Bestehen mit einem dreitägigen Festprogramm gewürdigt, zu dem neben einem Bürgerfest auch Festreden, klassische Konzerte und ein kirchlicher Segen gehörten. Unter den Gästen war Bayerns Landwirtschafts- und Tourismusministerin Michaela Kaniber, begleitet von Vertretern aus Politik und Kirche.

Früher Mönchsgebäude, heute Wellness-Oase

Die historischen Grundmauern des alten Klosterhofs sind auch heute noch erhalten. Vor rund zehn Jahren übernahmen Henrike und Andreas Färber – sie Betriebswirtin, er Arzt – das Anwesen und bauten es zu einem Wellness- und Gesundheitshotel um. 2016 wurde es unter dem Namen Alpine Hideaway & Spa als Viersterne-Superior-Haus neu eröffnet.

Das Hotel umfasst 65 Zimmer und Suiten, darunter Spa Lofts mit Whirlpool und Bergblick, einen 1.500 Quadratmeter großen Wellnessbereich sowie ein angeschlossenes Gesundheitszentrum. Für die Kulinarik zeichnet Küchenchef Sascha Förster verantwortlich.

Alleinlage in der oberbayerischen Landschaft: Das Hotel Klosterhof in Bayerisch Gmain.
Alleinlage in der oberbayerischen Landschaft: Das Hotel Klosterhof in Bayerisch Gmain. - © Markus Färber_Klosterhof

Ministerin würdigt Engagement

Die Färbers haben diesen geschichtsträchtigen Boden wiederbelebt. Für diesen Mut kann man nicht genug danken“, sagte Michaela Kaniber im Rahmen der Feierlichkeiten. Zugleich lobte sie die nachhaltige Ausrichtung des Hauses. „Als zuständige Ministerin bin ich natürlich stolz darauf, dass Bayern die Nummer 1 im deutschen Tourismus ist – und der Klosterhof ragt da schon alleine durch die gelebte Nachhaltigkeit wie ein Leuchtturm und ein Paradebeispiel positiv heraus“, betonte Kaniber. So würden etwa bei jedem Handtuch, das von Gästen ohne täglichen Wechsel genutzt wird, fünf Euro an die Bergwacht gespendet – dabei sei bereits eine „beträchtliche Geldsumme“ zusammengekommen.

Auch Landrat Michael Koller und Bürgermeister Armin Wierer waren sich einig: „Schon der Blick draußen vom Hotel auf das Sonnen-Plateau mit den Gebirgszügen im Hintergrund ist ein Stück bayerische Identität.“ red/sar