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StartBusiness & ManagementCorona"VIR Online Innovationstage"::Welche Herausforderungen erwarten touristische Unternehmen künftig?

"VIR Online Innovationstage"Welche Herausforderungen erwarten touristische Unternehmen künftig?

Die zehnten „VIR Online Innovationstage“ fanden erstmals virtuell in Kooperation mit der ITB Berlin auf der Plattform ITB Berlin Now statt. Branchenredner sowie Gastredner und Vertreter des Tourismusausschusses des Bundestags, diskutierten einen Tag lang über die Auswirkungen der Corona-Pandemie speziell für touristische Unternehmen, aber auch über die Chancen und Herausforderungen der kommenden Jahre.

Michael Buller, Vorstand des Verbands Internet Reisevertrieb e.V. (VIR) betonte auf dem Branchen-Event, dass das Thema Nachhaltigkeit beziehungsweise Resilienz die Tourismusbranche nach der Corona-Krise stark beschäftigen wird. „Auf uns Touristiker kommt zukünftig eine enorme Verantwortung für die Gestaltung von Lebensräumen zu“, sagte er.

Reisen und Alltag werden in Zukunft sehr wahrscheinlich durch neue digitale Arbeitsformen stärker verschmelzen. Umso mehr wird es wichtig sein, dass wir uns für diese Lebensräume verantwortlich fühlen und dafür sorgen, dass sie über Generationen im Einklang und im Gleichgewicht zwischen Kundenwünschen, Unternehmensinteressen, den dort lebenden Menschen und den Ressourcen, die wir dafür verwenden, genutzt werden.“

Reise- und Buchungsverhalten in der Zukunft

Dass die Reiselust der Deutschen auch nach Abklingen der Corona-Pandemie ungebrochen ist, zeigten die Daten und Fakten aus der Reiseanalyse Trendstudie 2030. Ulf Sonntag, Projektleiter der Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V. (FUR), stellte in seinem Impulsvortrag das Reise- und Buchungsverhalten in der Zukunft vor. „Die ökonomischen Voraussetzungen für Reisen in 2021 sind weiterhin gegeben“, sagte er. Mit Blick auf das Jahr 2030 werde für Konsumenten zudem das Online-Segment noch bedeutungsvoller bei der Information und Buchung ihrer Reisen sein. „Bis dahin werden sich noch mehr Reisebüros digital aufstellen, so dass sie als klassische persönliche Buchungsstelle in diesem Bereich weiterhin eine große Rolle spielen werden“, hob er hervor.

Zukunftsthema Nachhaltigkeit

Mit Blick auf das Zukunftsthema Nachhaltigkeit wies Ulf Sonntag auf „eine riesige Lücke zwischen Einstellung und tatsächlichem Verhalten“ hin. „Die Angebote müssen nachhaltiger gestaltet werden, damit sie auch wirklich gebucht werden“, lautete seine Empfehlung an die Branche, was in der anschließenden Diskussion mit Roland Gaßner, Director Business Development bei Travel Data + Analytics (TDA), auf große Zustimmung stieß.

Flexibilität, Lernfähigkeit und Robustheit als Kernkompetenzen der Tourismusbranche definierte Florian Bauhuber, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Tourismuszukunft, in seinem Beitrag die Stärken der Reiseindustrie in puncto auf ihre Zukunftsfähigkeit. Er stellte das „Impulse Travel Manifest 2021“ vor, das mehr als 300 Akteure aus der Branche zum Thema „die Zukunft des Tourismus“erstellt haben.

Ihre Vision: Im Jahr 2025 soll der Tourismus als Zukunfts- und Lebensraumgestalter den Weg in eine offene und nachhaltige Welt weisen. „Nachhaltiges Denken sowie Werte wie Offenheit, Fairness und Wertschätzung versteht das Manifest als Chancen für zukunftsfähiges Handeln“, bekräftigte Florian Bauhuber. Und weiter: „Auf der Basis dieser wertorientierten Haltung kann es dem Tourismus wiederum gelingen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, die Wertschöpfung zu steigern und zugleich resilienter zu werden.“

Mehr politische Sichtbarkeit

Einigkeit herrschte unter den Referenten der „VIR Online Innovationstage 2021“ darüber, dass die Branche für die Umsetzung ihrer zukünftigen Zielsetzungen dringend eine politische Sichtbarkeit braucht. Im Panel mit Michael Donth (CDU), Roman Müller-Böhm (FDP) und Markus Tressel (Bündnis 90/Die Grünen), alle drei Bundestagsabgeordnete sowie Mitglieder im Tourismusausschuss des Bundestages, herrschte hierüber Partei-übergreifend Einigkeit.

„Wir haben die nationale Tourismusstrategie in der aktuellen Legislaturperiode leider nicht zum Abschluss gebracht“, bedauerte Markus Tressel. Sorgen bereitet den Politikern zudem „die gefährliche Abwanderungstendenz der Fachkräfte in der Tourismusbranche“, wie es Markus Tressel auf den Punkt brachte. Um den Service-Standard in der Tourismusbranche aufrecht erhalten zu können, müsse man in die weitere Zugehörigkeit der Fachkräfte in der Reiseindustrie investieren, so die einhellige Meinung der Politiker.

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