In Berlin entsteht bis 2027 die Villa Viva Holzmarkt. Das Projekt von Viva con Agua verbindet Tourismus, soziales Engagement und nachhaltige Stadtentwicklung.
Nach Hamburg folgt Berlin: Mit der Villa Viva Holzmarkt entsteht im alternativen Stadtquartier Holzmarkt 25 ein Hotelprojekt, das Tourismus mit Gemeinwohlorientierung verknüpft. Es wird der zweite Villa-Viva-Standort in Deutschland. 2023 öffnete die Villa Viva Hamburg ihre Türen.
Bis Anfang 2027 soll auf dem Gelände in Berlin-Friedrichshain ein Gästehaus mit 150 Zimmern eröffnen, das architektonisch und inhaltlich Teil des kreativen Quartiers wird. Initiatoren sind die gemeinnützige All-Profit-Organisation Viva con Agua, die genossenschaftlich organisierte Holzmarkt 25 eG sowie die Eckenstein-Geigy Stiftung aus Basel als Ankerinvestorin. „Unser Ziel ist es, eine weltoffene Begegnungsstätte zu schaffen, die Menschen zusammenbringt, sie inspiriert und dabei unterstützt neue, positive Ideen in die Welt zu bringen“, sagt Benjamin Adrion, Initiator von Viva con Agua und Geschäftsführer der Villa Viva.
„Every Stay is a Statement“
„Manche sagen, die Villa Viva sei das fehlende Puzzlestück am Holzmarkt. Mit der Villa Viva Holzmarkt schließen wir nicht nur eine bauliche Lücke im Quartier, wir setzen vielmehr ein Zeichen für kreative Kooperation und sinnstiftendes Wirtschaften: Every Stay is a Statement“, betont Christoph Klenzendorf, Vorstand der Holzmarkt 25 eG. Seit seiner Eröffnung 2016 gilt der Holzmarkt bundesweit als Modell für sozialverträgliche, gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung.
Wie die Villa Viva in Hamburg hat auch der neue Standort in Berlin das Ziel, durch den Betrieb und die Vermietung Mittel, Aufmerksamkeit und Unterstützer für Viva con Agua zu gewinnen. Außerdem sollen die Gewinne aus dem Betrieb der Villa Viva Holzmarkt mehrheitlich in die Vision und Mission der gemeinnützigen Organisation fließen, um damit Zugang zu sauberem Trinkwasser zu sichern.


Private Investoren als Unterstützter
Um sicher zu stellen, dass keine Spendengelder für den Bau verwendet werden, stammt das Eigenkapital von Privatinvestoren, die sich in der sogenannten Shareholder Gang am Holzmarkt GmbH zusammengetan haben. Ankerinvestor ist der Schweizer Impact Investor, die Eckenstein-Geigy Stiftung. Weitere Investoren können sich laut Viva von Aqua beteiligen.
Die Shareholder Gang hält 100 Prozent der Anteile an der Villa Holzmarkt Haus GmbH und damit am Grundstück und der Immobilie. Sie ist sowohl für den Bau, die Kreditaufnahme als auch die Vermietung verantwortlich. Mieter ist die Villa Viva Gasthaus GmbH, deren Anteile wiederum zu 40 Prozent von den Shareholdern und zu 60 Prozent von Viva con Agua gehalten werden. Somit fließen 60 Prozent der Gewinne aus dem Gasthausbetrieb an Viva con Agua. Begleitet wird das Projekt durch die Blue & Red Water Hospitality Solutions GmbH unter der Leitung von Stephan Gerhard, die den Betrieb des Hotels unterstützen wird.
Die architektonische Umsetzung folgt nachhaltigen Prinzipien: Das Gebäude wird nach KfW-55-Effizienzstandard errichtet, mit Holz als Hauptbaustoff für Fassade und Fenster. Auch das Interior soll überwiegend aus umweltfreundlichen Materialien bestehen und die gestalterische Handschrift des Quartiers aufgreifen. red/sar