Vier neue Gipfel für Garmisch-Partenkirchen Vier neue Gipfel für Garmisch-Partenkirchen

Hoteleröffnung im Herzen von Garmisch: Das Apartment-Hotel quartier ist im Herbst 2016 in die erste Saison gestartet © gap.Quartier GbR, Bert Heinzlmeier
Das neu eröffnete quartier beschert Garmisch-Partenkirchen ein Apartment-Hotel in moderner, klarer Holz-Architektur, das es so in dem traditionellen Luftkurort bisher nicht gab: Errichtet aus regionalen Stoffen und unter baubiologischen Kriterien, eingerichtet mit natürlichen und hochwertigen Materialien.
Das neue Hotel verdankt seine Existenz dem Umstand, dass die Einwohner von Garmisch-Partenkirchen eigentlich gar kein weiteres Hotel mehr wollten. Auch der Projektentwickler Theo Peter hatte das 2009 zunächst gar nicht im Sinn, als er für den Verein zum Erhalt der historischen Bau- und Landschaftsstruktur in Garmisch-Partenkirchen ein innovatives, nachhaltiges Wohnprojekt auf dem ehemaligen Krankenhausareal konzipierte. Eben dieser Verein hatte mittels eines Bürgerentscheids verhindert, dass an diesem Standort ein Hotel-Großprojekt der Luxusklasse realisiert wird.

Ein Ort zum Abschalten

Stattdessen ist unter der Federführung von Theo Peter ein ganzes Quartier mit 29 Wohneinheiten in moderner Holzarchitektur neu entstanden. Und in direkter Nachbarschaft nun auch das Apartment-Hotelquartier, mit dem für Peter, seine Familie und seine Mitgesellschafter ein mutiger Quereinstieg in die Hotellerie verbunden ist. Entstanden ist dabei ein Haus, in dem die Neu-Hoteliers selbst auch gerne Urlaub machen würden und das ihren Vorstellungen von Qualität und Nachhaltigkeit entspricht: Ein kleines, persönliches Bio- und Apartment-Hotel, das jenseits des Fünf-Sterne Luxus-Highspeeds, Service-Overflows und Wellness-Stresses einen Ort zum Abschalten bietet. Die Geschäftsführung übernimmt rechtzeitig zur ersten Saison des Hauses die erfahrene Hoteldirektorin Anke Böhm.

Wesentlich, pur, überraschend

Holz gibt den Ton an in den loftartigen Lodges des quartiers. Diese sind eine moderne und puristische Interpretation einer Almhütte in Apartment-Form. Kuhfelle, Hirschgeweihe und sonstige Insignien zeitgenössischer Alpenromantik aber sucht man hier vergebens. Einziges augenzwinkerndes Zugeständnis ist ein Herzerl-Ornament beim Doppelbett. Neben der puren Ausstrahlung von unbehandelten Holzwänden und Holzmöbeln setzt Theo Peters Frau Eva, die sich um die Inneneinrichtung des Hotels gekümmert hat, auf dezente Farbakzente in Lodengrün, Schiefergrau, Natur- und sanften Pastelltönen bei Textilien, Dekoration und Geschirr. Die Ausstattung ist gut durchdacht, handverlesen, hochwertig ausgewählt und auf das Wesentliche reduziert. Kleine Überraschungen, wie Kräutertöpfe am Eingang jeder Lodge, Leuchten aus upcycelten Feuerlöschern von der Industriedesignerin Lena Peter oder eben das Herzerl-Loch am Bett, brechen gekonnt mit dem angenehmen Minimalismus.

Apartements mit Ausschalter

Das quartier bietet 18 Apartments für bis zu drei oder vier Personen, darunter auch eine barrierefreie Lodge. Jedes Apartment hat einen Wohn- und Schlafraum, eine kleine Küche mit Sitzecke und eine extra Schlafstube, die sich optimal für Kinder eignet. Die Lodges im Obergeschoss haben eine offene Galerie mit Hängematte, die über eine leiterartige Treppe erklommen werden kann und zum Faulenzen, Spielen und Träumen einlädt. Damit das Abschalten im quartier leichtfällt, gibt es keinen Fernseher. Auch für den Internetzugang haben sich die Peters etwas einfallen lassen: Die Gäste können ihre Lodge an der Hotelrezeption online oder offline schalten lassen. Für eine gute Schlaferholung sind die Zimmer zudem weitgehend gegen den Elektrosmog aus den Nachbarzimmern abgeschirmt. Für erholsamen Schlaf sorgen außerdem Bettwaren aus Naturlatex und Schlaftextilien aus Baumwolle sowie frisch duftende Bettwäsche, die in einer Manufaktur genäht und in der hoteleigenen Wäscherei gewaschen wurde.

Nachhaltigkeit ist Lebensqualität

In allen Ecken des quartiers ist der Wunsch nach guter Lebensqualität spürbar, die die Peters sowohl privat verwirklichen als auch stets bei ihren Bau-Projekten umsetzen. Das führt zu einem ganz natürlichen und selbstverständlichen Zugang zum Thema Nachhaltigkeit. Theo und Eva Peter sind weder streitbare Öko-Aktivisten noch sind sie Anhänger eines modernen, grünen Lifestyles. Seit sie denken können, legen sie Wert auf Qualität. "Da gibt es so eine grundsätzliche Sensibilität, die wir einfach haben. Ich will das Material spüren. Haptik ist Leben! Wenn ich ein offenes Material wie etwa Holz habe, bekomme ich automatische eine bessere Umweltbilanz", so Peter. Zusätzlich haben Peter und seine Mitgesellschafter mit weiteren Maßnahmen wie zum Beispiel einer modernen Pellet-Heizung, einer optimalen Dämmung und einer natürlichen Lüftung dafür gesorgt, dass das quartier rundum nachhaltig ist.