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StartBusiness & ManagementV8 Hotel Motorworld: So desinfiziert der Roboter "Hero 21" mittels UV-C-Licht

V8 Hotel MotorworldSo desinfiziert der Roboter "Hero 21" mittels UV-C-Licht

Mittels UV-C-Licht desinfiziert der Roboter „Hero 21“ im V8 Hotel Motorworld Region Stuttgart Zimmer und öffentliche Bereiche. Das ursprünglich für klinische Zwecke entwickelte System wurde von der Hamburger Firma Loewe Biosecurity für die Hotellerie adaptiert. CEO Carsten Löhmer erklärt, wie der „Hero 21“ funktioniert.

Tophotel: Herr Löhmer, mit einem umfassenden Portfolio an Hygiene- und Desinfektionslösungen setzt Loewe Biosecurity auf moderne Technologien. Welche Rolle spielt der UV-C-Desinfektionsroboter „Hero 21“ für die Hotellerie?

Carsten Löhmer: Als Diplom-Ingenieur und staatlich geprüfter Desinfektor sowie Hygienebeauftragter im Gesundheitswesen sehe ich technologische Entwicklungen vor dem Hintergrund ihrer praktischen Anwendbarkeit, die auch Kosteneffizienz umfasst. So erkannten wir beim „Hero 21“, der für hochsensible Bereiche in Kliniken entwickelt wurde, sehr schnell seinen Nutzen für den Hotelbereich.

Worauf wurde bei der Entwicklung des „Hero 21“ geachtet?

Während der mehr als zweijährigen Entwicklungszeit achteten die Verantwortlichen des Dortmunder Unternehmens ICA Health, mit denen wir kooperieren, auf höchste Sicherheitsstandards, ganzheitliche Umweltverträglichkeit und konsequente Einhaltung europäischer Normen. Das sind generell auch die Kriterien, nach denen wir bei Loewe Biosecurity Hightech-Lösungen für unsere Desinfektionsstrategien auswählen.

Wie funktioniert der Hygiene-Roboter?

Der „Hero 21“ ist ein vollautonomer Desinfektionsroboter, der mithilfe von UV-C-Strahlung die Oberflächen und die Raumluft von Räumen desinfiziert. Die UV-C-Strahlung dringt in das Erbmaterial von Bakterien, Pilzen und Viren ein und zerstört deren DNA beziehungsweise RNA. Im Gegensatz zu konventionellen chemischen Desinfektionsmitteln bietet die UV-C-Strahlung, die wir auch bei unseren Handheld-Geräten und Luftreinigern einsetzen, wichtige Vorteile.

Was sind die Vorteile für Hoteliers und Mitarbeiter?

Konventionelle Desinfektionslösungen sind nicht umweltverträglich, sehr kostenintensiv, und da sie in der Regel manuell angewendet werden, sind Fehler nicht auszuschließen. Das für die Desinfektion verantwortliche Personal ist also bei seinem Einsatz, ebenso wie die auf kompromisslose Hygiene vertrauenden Gäste, einem potenziellen Risiko ausgesetzt. Zudem erhärtet sich aktuell der Verdacht, dass auf Alkohol basierende Desinfektionsmittel zu Resistenzen führen können.

All das umgehen wir durch den autonom, also selbstständig, arbeitenden „Hero 21“. Der Roboter hat laut Analysen in mehreren zertifizierten Laboren einen Desinfektionsgrad von mindestens 99,99 Prozent mit einer Abdeckung von 360 Grad erreicht. Er kann via App in die zu desinfizierenden Räume geschickt werden. Ein mehrstufiges Sicherheitssystem stellt sicher, dass keine Personen durch den Einsatz der UV-C-Strahlung gefährdet werden.

Inwiefern kann die Strahlung gefährlich für Gäste und Mitarbeiter oder auch die Einrichtung sein?

So, wie wir bei Loewe Biosecurity alle UV-C-Techniken implementieren – und das betrifft nicht nur den „Hero 21“, sondern beispielsweise auch Handheld-Geräte –, ist die Strahlung ungefährlich. Mehrere Sicherheitsmechanismen verhindern zuverlässig eine Fehlbedienung. Energiereiche UV-C-Strahlung als solche ist natürlich gefährlich, sie stellt bei engem Kontakt ein hohes Risiko dar, insbesondere für Augen und Haut. Die Einrichtung wiederum profitiert davon, dass die UV-C-Strahlung im Vergleich zu konventionellen Desinfektionsmitteln materialschonender ist – auch das trägt zur Kosteneffizienz bei.

Wie funktionieren App und Sicherheitssystem? Ist der Roboter im Hotel nur nachts oder auch tagsüber im Einsatz?

Sowohl der Roboter als auch das ihn einsetzende Personal nutzt voneinander unabhängige Sicherheitsmechanismen. Alle Schutzvorrichtungen – sei es nun der Lidarsensor am Roboter, der Menschen in seiner Nähe zuverlässig erkennt, oder der Sensor, den das Personal an den Türen der zu desinfizierenden Räume anbringt – sorgen im Zusammenspiel für ein redundantes, also mehrfach gesichertes, System. Während die Implementierung des „Hero 21“ in den Hotelbetrieb von erfahrenen Anwendern durchgeführt werden sollte, ist die tägliche Anwendung via App in etwa so kompliziert wie die Online-Buchung eines Hotelzimmers. Der Roboter arbeitet zu Tages- und Nachtzeiten, im Wesentlichen orientieren sich seine Einsatzzeiten natürlich am Bedarf.

Wie kam die Kooperation mit dem V8 Hotel zustande, und wie ist das Feedback aus dem Hotel?

Das V8 Hotel Motorworld Region Stuttgart gehört zu unseren ersten On-Shore-Kunden, die bereits vor der Coronapandemie erkannten, dass das Thema Hygiene mehr Aufmerksamkeit verdient. Beim Management des Themenhotels mit zahlreichen faszinierenden Fahrzeugen als Eyecatcher war die Begeisterung für den „Hero 21“, der ja ebenfalls ein faszinierendes Fahrzeug ist, schnell geweckt und das Interesse daran groß, ihn im Einsatz zu erleben. Die Erwartungen, die das Team des Hotels an den Roboter hatte, haben sich bestätigt, das Feedback ist also ausgezeichnet. Interessant ist, dass das V8 Hotel auch in Sachen Marketing einen deutlichen Mehrwert in dem Roboter sieht. Er zeigt den Gästen nicht nur, dass für ihre Hygienesicherheit maximaler Aufwand betrieben wird, er ist auch eine echte Attraktion, wenn er sie mit seiner Sprachfunktion begrüßt.

Können andere Hoteliers den „Hero 21“ erwerben, und wie hoch sind die Kosten?

Wer Interesse an dem „Hero 21“ hat, kann uns kontaktieren. Die beiden beteiligten Unternehmen, Loewe Biosecurity und ICA Health, arbeiten Hand in Hand, um für den gedachten Einsatzzweck das optimale Paket zu schnüren. Denn der „Hero 21“ ist kein Standard-Produkt. Es geht vielmehr darum, sein Potenzial vollständig auszuschöpfen, damit er seine Vorteile bei Sicherheit, Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz vollständig ausspielen kann. So individuell die Pakete sind, so schwer ist es deshalb, hier eine allgemeine Kostenkalkulation zu nennen, zumal es auf Anfrage verschiedene Finanzierungs- und auch Leasing-Modelle gibt. Nur eine Zahl zur Orientierung: Der reine Anschaffungspreis für den Roboter beträgt rund 65.000 Euro.

Interview: Verena Usleber

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