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StartBusiness & ManagementManagementUSA nach der Wahl:: Auswirkungen auf den Tourismus

USA nach der Wahl Auswirkungen auf den Tourismus

Der Schock saß tief am Morgen des 9. November, in Europa und auf der ganzen Welt. Bei der Präsidentschaftswahl in den USA hat sich entgegen aller Prognosen Donald Trump gegen Hillary Clinton durchgesetzt. Der Multimilliardär wird im Januar als neuer Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ins Weiße Haus einziehen. Die Börsen reagierten sofort, der Tourismusbranche könnten längerfristige Änderungen bevorstehen.

Nach dem ersten Absacken der weltweiten Börsenkurse zu Handelsbeginn haben sich – zumindest in Deutschland – die Aktienkurse wieder gefangen. Der DAX landete im Laufe des Nachmittags sogar im leichten Plus. Ebenfalls positiv entwickelten sich spontan die Wertpapiere von Pharmaunternehmen, nachdem eine wenig „pharma-affine“ Präsidentin Clinton nicht Realität wird. Dagegen rutschten große Tourismuskonzerne wie TUI und Thomas Cook um einige Prozentpunkte ab und erreichen am Nachmittag ein Minus von etwa 0,6 bzw. knapp zwei Prozent. Deutlicher sanken der japanische Nikkei, der mexikanische Peso sowie der US-Dollar ab.

Noch während der Stimmauszählung in den letzten Staaten brach der Server der kanadischen Einwanderungsbehörde zwischenzeitlich zusammen. Zu viele Menschen – vermutlich Größtenteils US-Amerikaner – interessierten sich spontan für die Bedingungen, unter denen man in das nordamerikanische Nachbarland einwandern kann. Und das, obwohl bislang kaum etwas über die künftige Politik Trumps bekannt ist.

Allerdings lassen zahlreiche rassistische Äußerungen der vergangenen Monate die Vermutung zu, dass weder auf Bürger mit anderem als christlichem Glauben noch auf Hispanics oder Afroamerikaner besondere politische Rücksicht genommen wird. Die generalisierte Angst, die spätestens seit September 2001 symptomatisch für weite Kreise der US-Gesellschaft ist, könnte außerdem dafür sorgen, dass Visabestimmungen strenger werden und einem größeren Personenkreis die Einreise verweigert wird als bisher. Zudem liegt ein „Boykott“ der USA als Urlaubsdestination während der Präsidentschaft Donald Trumps zumindest im Bereich des Möglichen. Einer YouGov-Umfrage für HolidayCheck zufolge wird nun die Bereitschaft für eine USA-Reise bei 49 Prozent aller Deutschen nachlassen. Einer aktuellen Online-Umfrage des Münchner Merkur zufolge (Zwischenstand am 9. November) wollen tatsächlich 34 Prozent der Befragten nun nicht mehr in die USA reisen.

Bislang sehen zahlreiche Reiseveranstalter der Situation aber noch gelassen entgegen. Wie touristik aktuell meldet, hatte die politische Situation vor der US-Wahl keine Auswirkungen auf den Buchungsstand für das Jahr 2017. Internationale Spezialanbieter für die USA erwarten lediglich einen schwachen Rückgang.

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