Anzeige
Anzeige
Anzeige
StartTechnik & BetriebIT & AnwendungenUmfrage zu Onlinebuchungen: Mit Digitalisierung auf Restart und Zukunft eingestellt

Umfrage zu OnlinebuchungenMit Digitalisierung auf Restart und Zukunft eingestellt

QR Quality Reservations, ein Anbieter von Online-Vertriebstechnologie, hat eine Umfrage zum Status quo der Direktbuchungen und zur Digitalisierungsstrategie bei ausgewählten Partnerhotels durchgeführt. Demnach zeichnet sich bei den Buchungen ein positives Stimmungsbild nicht nur im Leisure-Segment ab. Darauf haben sich die Hotels eingestellt.

Befragt hat der Anbieter die Verantwortlichen für den Online-Vertrieb von mittelständischen Hotelgruppen in Deutschland und Österreich sowie Business- und Urlaubshotels. Übereinstimmend erwarten diese demnach ein Zuwachs in den Urlaubsdestinationen. Die mit der Sabre Booking Engine ausgestatteten QR-Partnerhotels registrieren im Freizeitsegment heute zweistellige Zuwachsraten bei den Direktbuchungen.

Ab Herbst positive Zeichen für Business-Segment

Der Geschäftsreiseverkehr werde ab Herbst Fahrt aufnehmen, wie der Anbieter weiter ausführt. Demnach verzeichnen die Partnerhotels Steigerungen im einstelligen Bereich ab September. Zurückhaltung herrsche noch im Städtetourismus. Dieser werde stark von der Rückkehr internationaler Gäste beeinflusst. Mice und damit das Tagungs- und Eventgeschäft werde voraussichtlich erst in 2022 wiederkommen, wenn auch mit veränderten, teils hybriden Modellen.

Erfahrungen und Strategien der Hotels

“Als Business-Hotel konnten wir auch während des Corona-Lockdowns Firmengäste betreuen, natürlich unter ungewöhnlichen und sowohl für Gäste als auch für Mitarbeiter schwierigen Bedingungen“, berichtet Anett Strobel, Managing Director First Inn Zwickau.

“Den begonnenen Digitalisierungsprozess haben wir weiter forciert.“ So hat das Hotel in eine PMS-Cloudlösung investiert sowie eine digitale Dienstplanerstellung umgesetzt. “Wir freuen uns sehr darauf, in Zukunft nicht nur Gäste mit beruflichen Motiven, sondern vermehrt auch Gäste mit touristischem Ziel bei uns begrüßen zu dürfen. Die Region Westsachsen und speziell Zwickau haben einiges zu bieten.“

Thomas Döbber-Rüther, Geschäftsführer im Rheinhotel Dreesen setzt auf die Attraktivität der Rheinregion: “Hier bei uns am Rhein in Bonn-Bad Godesberg kommt uns jetzt unser großer Anteil an Freizeitaktivitäten für unsere Gäste zu Gute. Diese werden wir entsprechend stetig entwickeln und sehen hier große Chancen für die Zukunft.“

Man habe die Zimmerkategorien vereinfacht und einige neue Leisure-Pakete entwickelt, die man aktiv vermarkte. “Die vergangenen Monate haben wir genutzt und sehr viel in die Digitalisierung unseres Betriebes investiert – zum Vorteil für uns und unsere Gäste. Neben der Vereinfachung im Umgang mit dem Gäste WLAN, ist es jetzt in allen Bereichen der Außengastronomie möglich, digital zu bestellen und zu bezahlen.“

Mit Automatisierung auf den Restart eingestellt

“Viele QR-Partnerhotels planen seit Beginn der Pandemie die Zukunft und den Restart. Zur Öffnungsstrategie gehören für die Hotels eine ineinandergreifende Vertriebsstruktur und auch der Wechsel zu erfolgreicherer Vertriebstechnologie“, ordnet die QR-Geschäftsführerin Carolin Brauer die Antworten ein.

Die intensive Arbeit an Strategie, Digitalisierung und Automatisierung zahle sich jetzt aus. “Insbesondere unter dem Aspekt, dass die Gästezahlen an manchen Orten sprunghaft ansteigen und viele Hotels mit weniger Personal bei gleichzeitig höherem Aufwand bei der Umsetzung von Hygiene- und Abstandsregeln auskommen müssen.“

Direkte Anbindung des Registrierungssystems ans PMS

Auch die Novina Hotels haben ihre Digitalisierung im Online-Vertrieb vorangetrieben. “Begonnen haben wir mit dem Wechsel unserer Online Booking Engine zu Quality Reservations, gefolgt von der Umstellung des GDS/IDS“, berichtet Karim Martin, Director of Sales Novina Hotels.

Zur Finalisierung der neuen Vertriebsstruktur gehörte die direkte PMS-Anbindung zum zentralen Reservierungssystem von QR, also zu “Sabresynxis“. “Diese Anbindung ermöglicht uns alle relevanten Daten für den Onlinevertrieb aus einem System zu pflegen und bedeutet im Umkehrschluss eine enorme Arbeitserleichterung unserer internen Prozesse.“

Nicht nur im Bereich Digitalisierung habe man sich weiterentwickelt. “Ebenso konnten wir neue Partner im Bereich Leisure-Travel gewinnen, mit denen wir zuversichtlich in den Sommer starten. Generell gehen wir davon aus, dass der Trend vieler Touristen weiterhin das Reisen im Inland bleiben wird. Da unsere Destinationen Nürnberg, Herzogenaurach und Regensburg kleinere, ruhigere und nicht allzu überlaufene Städte sind, sehen wir hier sehr großes Potenzial für den kommenden Sommer.“

Weiteres Wachstum

Als sehr gut schätzt auch Ulrich Ponty, Direktor Verkauf und Marketing, Atlantic Hotels Management, die Chancen der Destinationen ein, an denen die Gruppe vertreten ist. Er plant die weitere Expansion von Nord nach Süd: “Die Marke Atlantic wird von einer regionalen zu einer starken überregionalen Marke stetig weiterentwickelt. Unsere Strategie, in B- und C-Destinationen und dort in besten Lagen, neue Hotels zu eröffnen, spielt uns hierbei besonders in die Karten. Aktuell neue Projekte gibt es in Bremen, Kiel, Münster, Heidelberg, Erfurt und am Tegernsee.“

Der Inlandstourismus-Boom werde sich wieder positiv auf die Bestandshotels der Gruppe auswirken. Er sieht dabei besonders die an Küste und Strand gelegenen Häuser, wie auf Sylt, in Bremerhaven, in Wilhelmshaven oder auch in Lübeck-Travemünde. “Eine Chance, die wir nicht ungenutzt lassen wollen, um unsere Gäste durch gute Angebote und Leistungen zur Wiederkehr zu bewegen, gerade auch im Segment der Kurzurlaube als Ergänzung zum sogenannten Jahresurlaub – Nachhaltigkeit und Sicherheit inklusive.“

Die Gruppe hat während der Monate mit Hotelschließungen ihre Digitalisierungsstrategie fortgesetzt. Sie hat ihre Website aktualisiert. Diese soll so das Kundenerlebnis noch einfacher, schneller und sicherer machen. In Zusammenarbeit mit QR hat das Unternehmen die neue Sabre Booking Engine für alle Hotels installiert, um so noch mehr Direktbuchungen generieren zu können.

Investiert hat das Unternehmen zudem in ein CRM-Tool und bei der Customer Journey. So bieten einige Häusern demnächst die Reise von der Buchung bis zum Check-out komplett digitalisiert an.

Im Mice-Bereich hat die Gruppe die Marke „Atlantic Hybrid“ ins Leben gerufen, um mit einem Technikpartner Streaming-Angebote für hybride- und digitale Veranstaltungsformate aller Art unterbreiten zu können.

Verhaltene Erwartungen in Stuttgart

Noch zurückhaltend bewertet Alessandro Cicconi, Geschäftsführer Attimo Hotel Stuttgart, die Zukunftschancen: “Die Erwartungen sind sehr verhalten, da wir nicht mit einem Ansturm rechnen können und die Maßnahmen für touristische Gäste mehr oder weniger zum jetzigen Stand unverhältnismäßig sind.“

Die touristischen Gäste müssten drei Voraussetzungen erfüllen: zweimal geimpft, genesen mit Nachweis oder Nachweis eines Antigen Schnelltests nicht älter als drei Tage. “Diese Maßnahmen müssen die Rezeptionsmitarbeiter prüfen. Ob die vorgelegten Dokumente der Richtigkeit entsprechen, ist natürlich sehr fragwürdig, zumal die Geschäftsreisenden keinen dieser Nachweise erbringen müssen. Hier stellt sich natürlich für uns als Hotelunternehmen die Frage der Kostendeckung.“

Um für die Zukunft gerüstet zu sein, hat das Hotel sich seit Dezember 2020 stärker digital aufgestellt. “Durch Datenerweiterung mit High-Speed-WLAN können die Gäste Netflix, Amazon Prime und andere Streamingdienste ohne Unterbrechungen sehen. „Unsere Hard- und Software wurde auf den neuesten Stand gebracht. Dies war die Voraussetzung für die Digitalisierung der Hotelschließanlage und für die Anbindung des Channel Managers an das Property Management System inklusive Schnittstelle zur Hotelschließanlage.“

Kurzfristig solle die Umstellung auf den digitalen Meldeschein, Check-in- und Check-out-Prozesse, digitale Gästemappe und die Bezahlung beziehungsweise Rechnungsstellung per Mobiltelefon erfolgen. “Die Ratenstruktur und Zimmerpreise werden dank QR fortlaufend angepasst und bieten größere Flexibilität.“

Parallelen in Österreich

Ein Blick auf das Nachbarland Österreich zeigt laut QR Parallelen zu Deutschland. Für die private österreichische Hotelgruppe IPP Hotels sieht Regionaldirektor Markus Hann einen positiven Trend bei den Hotels in Urlaubsregionen und eine nach wie vor schwierige Situation für die Stadthotels mit internationaler Ausrichtung durch ausbleibende Business- und Leisuregäste.

Eine positive Ausnahme bilde zumindest an den Wochenenden Salzburg. Die Businesshotels in den ländlichen oder auch in Stadtrandlagen verzeichnen bereits erste Vorbuchungen und Seminare. “Der Corporate-Bereich wird vermutlich erst im Herbst 2021 beziehungsweise Frühling 2022 in den Städten beginnen. Wichtig wäre für den Leisure-Bereich, dass es in naher Zukunft gute Regelungen für Events-Kultur-Theater-Musical gibt und dass Adventveranstaltungen stattfinden“, erläutert Markus Hann.

Bei der Digitalisierung hat die Gruppe weiter investiert: So hat sie ein neues CRM-Tool eingeführt. Diese hat eine Schnittstelle zum Property Management System für direktes digitales Marketing inklusive neuem Newsletter- und Gästebewertungssystem. Ferner hat die Gruppe ihre Social-Media-Regiepläne überarbeitet, den Smart-Check-in mit digitalem Gästeblatt sowie digitale Hausführungen etabliert. Im Angebotsbereich setzen sie auf Mehrwert durch Zusatzleistungen. Sie bietet kürzere Stornofristen an und integrierte werblich ihre Sicherheits- und Hygiene-Konzepte.

Newsletter-Registrierung

Topaktuell auf den Punkt gebracht!
Werktäglich berichtet der kostenlose Tophotel-Newsletter über aktuelle Ereignisse in der nationalen und internationalen Hotelwelt. Profitieren Sie von journalistisch hochwertiger Information und Inspiration für das tägliche Business.
ANMELDEN
Sie interessieren sich für Produktnews und technische Innovationen in der Hotellerie? Testen Sie auch unseren kostenfreien HOTEL+TECHNIK-Newsletter​
close-link