Anzeige
Anzeige
Anzeige
Start Coronakrise Überbrückungshilfe III: Was bei Aufspaltung in Besitz- und Betreibergesellschaft zu beachten...

Überbrückungshilfe III Was bei Aufspaltung in Besitz- und Betreibergesellschaft zu beachten ist

Die Betriebsaufspaltung in eine Besitz- und Betreibergesellschaft kommt im Hotel- und Gaststättengewerbe nicht selten vor. Dazu konnte der Dehoga nun eine für viele Unternehmen der Branche wichtige Ausnahmeregelung bezüglich der Überbrückungshilfe III mit dem zuständigen Ministerium klären.

Ausnahme in den FAQs des Ministeriums

Grundsätzlich gilt laut einer Mitteilung des Dehoga Bayern bei der Überbrückungshilfe III zwar, dass Zahlungen innerhalb eines Unternehmensverbundes nicht als Fixkosten anzusetzen sind, die FAQs des Bundeswirtschaftsministeriums machen an dieser Stelle jedoch eine Ausnahme. Im letzten Absatz der Frage 2.4 „Welche Kosten sind förderfähig der FAQs der Überbrückungshilfe III (vor der Tabelle), steht demnach wörtlich: „Zahlungen innerhalb eines Unternehmensverbundes (siehe 5.2) sind explizit nicht förderfähig. Dies gilt auch für Zahlungen im Rahmen einer Betriebsaufspaltung, wenn die Unternehmen als ‘verbundene Unternehmen‘ nach EU-Definition gelten (Anhang 1 Art. 3 Abs. 3 VO EU Nr. 651/2014).

Betreiber und Verpächter als “verbundenes Unternehmen”

Von Seiten des Dehoga Bayern heißt es dazu: “Dies bedeutet, dass bei einer Betriebsaufspaltung die Betreiber-Gesellschaft die gezahlten Pachtkosten nicht als Fixkosten ansetzen darf, wenn Betreiber und Verpächter als ‘verbundenes Unternehmen’ gelten.” Wichtig sei hierbei, dass dies nicht für alle verbundenen Unternehmen gelte.

Ausnahme, wenn der Verpächter eine natürliche Person ist

“Im nachfolgenden Satz wird nämlich deutlich, dass es eine Ausnahme gibt, wenn der Verpächter der Immobilie oder des Grundstücks keine Gesellschaft, sondern eine natürliche Person ist.” Demnach heißt es dort: „Zahlungen von Gesellschaften an einzelne Gesellschafter/innen (natürliche Personen) werden als Fixkosten anerkannt und sind damit förderfähig.“

Nach der Auffassung des Dehoga gilt diese Ausnahme demnach auch dann, wenn eine natürliche Person ein Grundstück oder eine Immobilie an eine Betreiber-Gesellschaft (etwa GmbH oder GbR) verpachten, die unter dem beherrschenden Einfluss dieser Person steht.

Beispiel

Beispiel: Wenn also etwa Herr Mustermann ein Hotel besitzt und dies an die Mustermann GmbH verpachtet, deren (alleiniger) Gesellschafter er selbst ist, dann kann die Mustermann GmbH diese Pachtkosten bei der Überbrückungshilfe III als Fixkosten ansetzen. Diese Auffassung wurde dem Dehoga Bundesverband so vom Bundeswirtschaftsministerium bestätigt.

Handlungs-Empfehlung des Dehoga

Der Dehoga empfiehlt betroffenen Unternehmern dringend, diese Ausnahme mit dem Steuerberater zu besprechen, da dies erhebliche Unterschiede in der Höhe der Überbrückungshilfe III nach sich ziehen könne.

Newsletter-Registrierung

Topaktuell auf den Punkt gebracht!
Werktäglich berichtet der kostenlose Tophotel-Newsletter über aktuelle Ereignisse in der nationalen und internationalen Hotelwelt. Profitieren Sie von journalistisch hochwertiger Information und Inspiration für das tägliche Business.
ANMELDEN
Sie interessieren sich für Produktnews und technische Innovationen in der Hotellerie? Testen Sie auch unseren kostenfreien HOTEL+TECHNIK-Newsletter​
close-link