Trendstudie 12 Thesen zur Zukunft der Economy-Hotellerie

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Mit der Trendstudie „Die Zukunft der Economy Hotellerie“ haben die Initiatoren Martin Kemmer von Place Value Hotelmanagement und Zukunftsforscher Michael Carl von 2B AHEAD ThinkTank GmbH den aktuellen und künftigen Wandel der Economy Hotellerie beleuchtet und geben fundierte Strategieempfehlungen. Das beginnt bei der intelligenten Datenanalyse und endet nicht erst bei Assistenzsystemen, welche das heutige Prozedere gängiger Buchungsportale überflüssig machen soll.

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»Der digitale Wandel macht vor keiner Branche halt – auch nicht vor der Hospitality-Industry. Auch Hotelbetreiber werden sich in den kommenden Jahren neuen Herausforderungen stellen. Ein wesentlicher Treiber der Veränderung ist die wachsende Leistungsfähigkeit neuer Technologien. Sie werden die Lebens- und Arbeitswelten aller Menschen – und da – mit auch die des künftigen Hotelgastes und Hotelbetreibers – umfassend verändern.« Mit diesen Worten steigen Martin Kemmer (re.) von Place Value Hotelmanagement und Zukunftsforscher Michael Carl in Ihre Trendstudie sein. Es ist ihnen ein großes Anliegen, dass die Ergebnisse mit der ganzen Branche geteilt und diskutiert werden, weshalb das 72 Seiten starke Werk auf www.placevalue.de zum Download bereitgestellt wurde.

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Zu den wichtigsten Erkennissen von Kemmer und Carl gehört, dass nicht mehr der Hotelbetreiber, sondern Künstliche Intelligenz die Steuerung des Economy-Hotels übernimmt. Auf Kundenseite unterstützt ein digitaler Concierge das Management von Bedürfnissen, Angeboten und Anbietern. Die zentralen Interaktionen zwischen Economy-Hotel und Gast finden somit zwischen digitalen Akteuren statt. Die Konsequenzen für Produkte, Ertrag und Management des Economy-Hotels sind erheblich; ebenso die für den Gast: Seine Bedürfnisse werden nach Aussage der Initiatoren sehr viel direkter erfüllt.

12 zentrale Erkenntnisse konnten durch die Studie herausgearbeitet werden:

1. Der Hotelgast der Zukunft erwartet im Economy-Hotel der Zukunft eine Synthese aus digitaler Umgebung, Effizienz, Authentizität, persönlichem Kontakt und Sicherheit – mit dem Ziel, einen möglichst individuellen Aufenthalt zu erleben.

2. Daten sind der Schlüssel zu den Bedürfnissen des Gastes. Dabei liegt der Schlüssel für den Zugang zu diesen Daten in der Interaktion mit dem Gast.

3. Gäste geben ihre Daten nur frei, wenn sie dafür einen individuell erlebbaren Mehrwert erhalten. Diesen Mehrwert generieren Economy-Hotels insbesondere durch den Einsatz Künstlicher Intelligenzen.

4. Economy-Hotels nutzen Datenerfassung und intelligente Datenanalyse, um das Individuum in den Mittelpunkt stellen zu können. Von der Kommunikation bis zum Produkt passt sich das Economy-Hotel der Zukunft den individuellen Bedürfnissen der Gäste an.

5. Auch auf Seiten des Gastes gewinnt der Einsatz von Systemen Künstlicher Intelligenz an Bedeutung. Das Economy-Hotel begegnet in seiner Kommunikation vielfach einem digitalen Concierge des Kunden.

6. Der digitale Concierge des Kunden ist weit mehr als nur ein Buchungsassistent: Als persönlicher digitaler Assistent kennt er den einzelnen Menschen in allen seinen Dimensionen und analysiert im Vorhinein, mit welchen Produkten und Services das Wohlbefinden des Individuums zu heben ist.

7. Der digitale Concierge des Kunden wird gegenüber Anbietern zum autonom handelnden Einkäufer: In Echtzeit im Dialog über Produktzuschnitt und Preis zum Kauf.

8. Da Komplexität von Daten und eine große Menge von Anbietern für diese Assistenzsysteme keine Schwierigkeiten darstellen, entfällt die heutige Geschäftsgrundlage gängiger Buchungsportale.

9. Um das Individuum in den Mittelpunkt des Economy-Hotels zu stellen und den Anforderungen der Assistenzsysteme der Kunden gerecht werden zu können, werden auch Economy-Hotels zu autonom handelnden Akteuren. Dies beginnt kurzfristig beim Umbau bestehender IT-Systeme, gefolgt von der Automatisierung von Management Summary Prozessen und führt schnell zum Einsatz Künstlicher Intelligenz.

10. Die Mitarbeiter des Economy-Hotels sind in Zukunft die Feel-Good-Manager des Gastes und authentische Gastgebern.

11. Flächenmangel, steigende Baukosten, komplexere Anforderungen an die Bausubstanz und sich ändernde Bedürfnisse der Gäste treiben die Flexibilität des Economy- Hotels, vom Neubau über die Nutzung von Bestandsgebäuden bis hin zur Dezentralisierung des Angebots.

12. Das Economy-Hotel der Zukunft ist Teil eines Ökosystems. Um die individuellen und situativen Bedürfnisse des Gastes zu bedienen, vernetzen sich Economy-Hotels mit Anbietern entlang der gesamten Customer
Journey.

Eine eingehende Analyse der Trendstudie finden Sie in der Juni-Ausgabe von Top hotel.

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