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Start Coronakrise Trends im Konferenzmarkt: Hybride Veranstaltungen etablieren sich als neue Normalität

Trends im KonferenzmarktHybride Veranstaltungen etablieren sich als neue Normalität

Das Tagungs- und Veranstaltungsgeschäft wurde durch die Coronakrise komplett auf den Kopf gestellt. Doch wird es eine Rückkehr zu gewohnten Tagungen und Events geben? Und welche Formate haben auch im New Normal Zukunft? Das hat Lieven Bertier, Marketingexperte beim Hersteller für Kollaborationslösungen im Meetingmarkt Barco, für Tophotel beleuchtet.

Lieven Bertier ist seit mehr als 15 Jahren bei Barco tätig. Er hat in dieser Zeit verschiedene technisch-kommerzielle und Marketing-Rollen übernommen. Seit 2014 ist er Teil des Clickshare-Teams und verantwortlich für alle strategischen Marketingaktivitäten. Er ist überzeugt, dass Technologie dazu beitragen kann, die Zusammenarbeit zu einem Wettbewerbsvorteil für Unternehmen zu machen. Zudem setzt er sich stark für Design und Benutzerfreundlichkeit in der Produktentwicklung ein. (Bild: Barco)

Mit Beginn der Covid-19-Pandemie wurde die Tagungs- und Veranstaltungsbranche vieler Hotels mit einem Mal in den praktischen Stillstand gezwungen. Es gibt viele Fragen darüber, wann und wie Tagungen und Events wieder vollständig zurückkehren können. Eines ist sicher: Veranstaltungen nach der Pandemie werden anders aussehen als zuvor und Hotelmarken auf der ganzen Welt bemühen sich, Veranstaltungen so zu gestalten, dass sie an die neue Situation angepasst sind. Um neue Trends und Herausforderungen von Konferenzen zu verstehen, hat Barco eine globale Studie mit 1.750 Teilnehmern, darunter 250 aus Deutschland, durchgeführt. Diese zeigt, dass die Anzahl der rein virtuellen Konferenzen deutlich zurückgeht und sich hybride Konferenzen als neue Norm etablieren. 

Mitarbeiter weltweit wollen nicht mehr ausschließlich an virtuellen Konferenzen teilnehmen

Viele haben das Ende von analogen Veranstaltungen vorausgesagt, als Hotels weltweit reihenweise Veranstaltungen absagen mussten. Die Realität sieht jedoch anders aus: Die Mehrheit der Mitarbeiter will nicht an rein virtuellen Meetings teilnehmen. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) der Mitarbeiter in Deutschland  sehnen sich nach persönlichen Begegnungen bei Meetings. Nur 37 Prozent wollen auch nach der Pandemie weiterhin an rein virtuellen Konferenzen teilnehmen. Als Hauptgründe gegen rein virtuelle Konferenzen nannten die Befragten in Deutschland das Fehlen der sozialen Komponente (37 Prozent), Herausforderungen bei der Zusammenarbeit und dem Austausch mit Kollegen (35 Prozent) und häufigere Ablenkung bei Konferenzen aus dem Homeoffice (25 Prozent). Weitere 60 Prozent stimmen zu, dass der Mangel an persönlicher Interaktion eine schlechtere Zusammenarbeit und Qualität von Besprechungen verursacht.

Hybride Konferenzen gewinnen an Bedeutung

Im vergangenen Jahr fanden mehr als die Hälfte (52 Prozent) aller Meetings ausschließlich virtuell statt – doppelt so viele wie noch 2019. Aber das ist für viele kein dauerhafter Zustand. Laut Studie sind die meisten Mitarbeiter der Meinung, dass diese Zahl in den nächsten zwölf Monaten deutlich sinken wird, sobald die Pandemie unter Kontrolle gebracht ist. Dann wird auch die Veranstaltungsbranche wieder zu einer Art der Normalität zurückkehren. Allerdings wird erwartet, dass hybride Konferenzen, bei denen eine Gruppe der Teilnehmer virtuell zugeschaltet und der andere Teil persönlich teilnimmt, eine neue Standardform für Konferenzen wird. Sie werden Teil eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Fern-, Präsenz- und hybriden Konferenzen darstellen. Klar ist, dass auch die Hotelindustrie ihre Konferenzkonzepte um diesen Wunsch nach einer ausgewogeneren, hybriden Arbeitsweise herum aufbauen muss.

Welche Technologien werden erwartet?

Insgesamt werden die Menschen auch in den kommenden zwölf Monaten laut Studie weiterhin besorgt sein über die Ansteckungsgefahr. Deswegen brauchen Hotels tragfähige Hygienekonzepte für hybride Veranstaltungen. Des Weiteren haben die befragten Mitarbeiter hohe Erwartungen an technologische Verbesserungen für die Zeit nach der Pandemie. Die größten Prioritäten haben Technologien, die die Beteiligung und Zusammenarbeit zwischen den virtuellen und persönlich anwesenden Konferenzteilnehmern ermöglicht. Knapp zwei Drittel (61 Prozent) der Befragten erwarten, dass Virtual-Reality-Tools, die es virtuellen Teilnehmern ermöglichen, “persönlich” in einem Raum zu erscheinen, innerhalb von drei Jahren oder weniger zur Verfügung stehen werden. Auch Erwartungen in bessere Videokonferenzlösungen sind hoch. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) gaben an, dass Apps, mit denen man mit einem Klick einer Videokonferenz beitreten kann, innerhalb des nächsten Jahres verfügbar sein sollten. Des Weiteren wollen Mitarbeiter nicht nur ihren eigenen Laptop oder ihr eigenes Gerät verwenden, sondern auch ihre eigene bevorzugte Videokonferenzsoftware. Ein Trend, der als “Bring Your Own Meeting” (BYOM) bezeichnet wird. Dies unterstreicht die große Bedeutung der richtigen Meeting-Technologien, um in Zukunft mehr Konnektivität zwischen physischen und virtuellen Teilnehmern zu ermöglichen.

Blick in die Zukunft: Balance finden nach einem beispiellosen Jahr des Wandels

Die Pandemie hat viele Hotels dazu gebracht, eine neue Realität zu akzeptieren, die sie noch vor wenigen Monaten nicht für möglich gehalten hätten. Doch die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die meisten Mitarbeiter auf der ganzen Welt für hybride Meetingformate bereit sind. Gerade jetzt, wo viele Hotels gezwungen sind Sparmaßnahmen zu ergreifen, müssen kluge Zukunftsentscheidungen getroffen werden. Es wird immer ein Bedürfnis nach persönlicher Interaktion geben, wir müssen nur die richtige Balance zwischen physischem Kontakt und virtueller Zusammenarbeit finden. So können neue Investitionen zu einer treibenden Kraft für wirtschaftlichen Erfolg werden. Hotelbetreiber sollten die Chance der Krise nutzen und sich als Top-Anbieter für hybride Veranstaltungen positionieren.

 

 

 

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