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StartAufmacherTraube Tonbach::Eröffnung der neuen Restaurants im April

Traube TonbachEröffnung der neuen Restaurants im April

In sieben Wochen soll ein neues Kapitel in der Geschichte der Traube Tonbach beginnen: Nach dem Feuer vor zwei Jahren, soll am 8. April der Neubau eröffnen und das Zuhause für drei A-la-Carte-Restaurants werden.

Im Sommer 2020 fiel der Startschuss für die Bauarbeiten an der Traube Tonbach. Wenige Wochen vor der Eröffnung verrät die Hoteliersfamilie um Renate, Heiner, Antonia, Matthias und Sebastian Finkbeiner nun weitere Details zum Wiederaufbau und den künftigen Restaurants.

Geschichte bewahren

„Wir wollen unsere Geschichte bewahren, in dem wir sie fortschreiben – nicht nachbauen. Das alte Stammhaus wird in unseren Erzählungen und Herzen immer einen festen Platz haben, doch was gewesen ist, ist Vergangenheit“, sagt Seniorchefin Renate Finkbeiner. „Jetzt ist die Zeit ein modernes Haus zu bauen, das den Ansprüchen kommender Generationen von Gästen und Mitarbeitern lange dient.“

„Der Neubau besteht aus drei Einzelhäusern, von denen zwei traufständig zur Straße stehen, während das dritte mittig zum Tal ausgerichtet ist“, erklärt der verantwortliche Architekt Egon Bermayer vom beauftragten Büro ARP aus Stuttgart. Besonders wichtig beim Entwurf war Renate Finkbeiner, dass das Gebäudeensemble „den Bauch einzieht“, wie es die Bauherrin ausdrückt. „Das haben wir gelöst, in dem wir die beiden vorderen Gebäude räumlich leicht gedreht haben“, so Bermayer und verweist auf einen gewünschten Nebeneffekt: „Vor dem Eingang entsteht ein kleiner Platz zum Verweilen.“

Die Natur als Referenz

Trotz der Größe soll sich das Stammhaus optisch zurücknehmen und in das Bestehende einfügen, ohne die örtliche Bebauung zu dominieren. „Was uns im Inneren Großzügigkeit und lichte Räume beschert, darf von außen nicht klotzig wirken“, sagt Renate Finkbeiner. „Wir haben die Fassade durch bodentiefe Fensterelemente auf der Ost- und Westseite so aufgebrochen, dass Sonnenlicht von morgens bis abends in das Gebäude fällt und viel Weitblick geschaffen wird.“

Um der Außenhülle das „Neue“ zu nehmen, wurden die schwarzwaldtypischen Schindeln aus heimischer Douglasie vorvergraut. „Das gibt eine schöne Patina, die sich innen fortsetzt“, erklärt Bermayer das Gestaltungsprinzip. Für fließende Übergange von Draußen nach Drinnen reicht das Kopfsteinpflaster bis ins Foyer hinein, während der Blick durch eine Fensterfront wieder ins Tal gelenkt wird. „Der Ort und der Wald sind überall gegenwärtig und erlebbar.“

Neue „Schwarzwaldstube“

Gleiches gilt für die neue „Schwarzwaldstube“. Im Gegensatz zur vormals tiefeingezogenen, dunklen Holzdecke soll sich der neue Gastraum mit einer bis in die Giebelspitze vollverglasten Stirnwand zum Tonbachtal öffnen. Natursteinplatten, die im römischen Verband verlegt wurden, sollen den Raum erden. „Der wunderschöne Granit bildet mit den gleichfarbigen Samtsesseln eine harmonische Einheit. Über allem wird ein imposanter Leuchter für festliches Ambiente sorgen und gleichzeitig die Raumhöhe brechen“, so Renate Finkbeiner zum Interior des Dreisterne-Restaurants.

Aus „Köhlerstube“ wird „1789“

Die Küche von Küchenchef Florian Stolte bekommt mit der Wiedereröffnung nicht nur ein neues Restaurant, sondern auch einen neuen Namen: „1789“. „Das ´1789´ wird dort eröffnen, wo einst die historische Urzelle der Traube Tonbach war“, berichtet Hotelier Sebastian Finkbeiner und fügt hinzu: „Der Name ist eine Hommage an unser Gründungsjahr und den Ort, wo vor mehr als zwei Jahrhunderten unsere Hotelgeschichte mit einer winzigen Schänke für Köhler und Waldarbeiter begann.“ Das kulinarische Konzept und Team der „alten“ Köhlerstube bleiben hingegen gleich.

Sebastian Finkbeiner ist überzeugt, dass der exklusivere Rahmen mit Platz für maximal 30 Gäste am Abend es dem Team erlaube, sich fortan noch besser auf ihre mit einem Michelin-Stern und 17 Gault Millau-Punkten ausgezeichnete Küchenlinie zu fokussieren. „Die einstige Bauernstube wird es hingegen in ihrer alten Form nicht mehr geben“, ergänzt der Hotelier. „Der historische Raum wurde vom Feuer zerstört – das lasst sich nicht nachbauen, ohne das es künstlich wäre.“

Neues Restaurant „Schatzhauser“

Freunde der schwäbisch-badischen Küche, wie sie früher in der Bauernstube serviert wurde, müssen laut den Verantwortlichen darauf zukünftig nicht verzichten. „Dafür sorgen wir mit dem ´Schatzhauser´“, verrät Hotelinhaber Heiner Finkbeiner. Der größte Gastraum werde unter der Regie von Florian Stolte einem neuen Restaurant gewidmet. „Im ´Schatzhauser´ zelebrieren wir in entspannter Atmosphäre Gutes und Geliebtes für die ganze Familie.“ Namensgeber ist der gute Waldgeist aus dem Schwarzwald-Märchen „Das kalte Herz“.

Ab mittags durchgängig geöffnet, soll die Karte im „Schatzhauser“ einem breiten Publikum Freude bereiten. Mit 60 Sitzplätzen Ausblick präsentiert sich das Restaurant lichtdurchflutet, während die kohlschwarze Decke an die Köhlerzunft und die Ursprünge des Ortes erinnern sollen.

 

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