Das Fünfsterne-Superior-Hotel in Baiersbronn investiert in das Hauptgebäude des weitläufigen Resorts im Tonbachtal. Der erste Bauabschnitt startet Ende Januar 2026.
Die Traube Tonbach im Schwarzwald kündigt ein umfangreiches Bauprojekt an ihrem Hauptgebäude an. In klar abgestimmten Etappen werden bis 2029 neben rund 110 Zimmern und Suiten auch die Fassade und zentrale Gastbereiche wie das Restaurant „Silberberg“ grundlegend energetisch saniert sowie konzeptionell und gestalterisch weiterentwickelt. „Wir stehen am Anfang eines anspruchsvollen, aber lang herbei ersehnten Vorhabens“, freut sich Matthias Finkbeiner, Geschäftsführer und Mitglied der Inhaberfamilie des Traditionshotels in Baiersbronn.
Ziel der Modernisierung ist es, das Gasterlebnis durch zeitgemäßen Komfort, ein verbessertes Raumgefühl und optimierte Abläufe weiter aufzuwerten und zugleich den Charakter des Hauses zu bewahren. „Wir haben uns sehr genau überlegt, wie unsere Gäste in Zukunft bei uns wohnen wollen und welche Ansprüche sie an die Traube Tonbach haben“, verrät Finkbeiner.
Die Neugestaltung des Haupthauses sei lange geplant, doch nach dem Brand 2020 habe der Wiederaufbau des Stammhauses zunächst Vorrang gehabt. „Nun aber investieren wir umfangreich in unsere Substanz und freuen uns auf das Ergebnis“, so der Geschäftsführer weiter. Zudem seien der Einbau einer Klimatisierung, eine bessere Dämmung sowie ein modernisiertes Brandschutzkonzept sowie Wärmepumpen als Ergänzung zum hauseigenen Blockheizkraftwerk vorgesehen.
"Wir entwickeln das Gebäude aus den 1950er Jahren so weiter, dass Komfort und Raumgenuss spürbar wachsen."
Renate Finkbeiner, geschäftsführende Gesellschafterin Traube Tonbach
Mehr Wohnqualität durch neues Zimmerkonzept
Im Zentrum der Modernisierung steht die Neugestaltung der rund 110 Zimmer und Suiten im Haupthaus. „Ein zeitgemäßes Interior mit neuen Bädern, Fenstern und Balkonen werden für ein völlig neues Raumgefühl sorgen – gerade auch für Familien und Mehrgenerationenreisen“, verdeutlicht Renate Finkbeiner, geschäftsführende Gesellschafterin, die wie schon bei vorangegangenen Projekten die konzeptionelle Bauleitung inne haben wird.
„Wir entwickeln das Gebäude aus den 1950er Jahren so weiter, dass Komfort und Raumgenuss spürbar wachsen. Es geht um entspanntes Wohlfühlen und hochwertige Materialien, die dauerhaft funktionieren. Aber auch um deutlich großzügigere und flexiblere Grundrisse“, ergänzt sie.
In der ersten Etappe bis zum Sommer will das Hotel aus bislang 28 Zimmern im sogenannten Rinkenkopf-Trakt 18 neu konzipierte Einheiten schaffen. Darunter sollen auch Maisonette-Suiten mit Kitchenette entstehen, die zur Ferienzeit im Sommer 2026 bezugsfertig sein sollen.
Neuer Silberberg: kulinarisches Herzstück im Haupthaus
Parallel soll das Restaurant Silberberg mit rund 220 Sitzplätzen modernisiert werden. „Das Silberberg ist für unser Haupthaus kulinarisch der wichtigste Ort“, betont Geschäftsführer Sebastian Finkbeiner. „Viele unserer Gäste erleben das Restaurant mehrmals am Tag – vom Frühstück über den Nachmittagskaffee bis zum Dinner.“ Umso wichtiger sei es, dass Abläufe, Angebot und Atmosphäre künftig noch besser zusammenpassten. „Als besonderes Highlight bekommt das Restaurant zudem endlich eine große Sonnenterrasse mit fantastischem Blick ins grüne Tonbachtal“, verspricht der Hotelier.
Zusammenarbeit mit bewährten Partnern
Für die Umsetzung des Projekts setzt das Luxushotel auf ein Netzwerk aus regionalen und überregionalen Partnern. Die konzeptionelle Grundlage und ersten Entwürfe stammen vom Designbüro LSA Architekten aus München. Das Stuttgarter Architekturbüro ARP übernimmt die Verantwortung für Hochbau, Innenarchitektur und Gesamtkoordination – eine Zusammenarbeit, die bereits beim Neubau des Stammhauses erprobt wurde.
„Dass wir mit ARP bereits ein so intensives Projekt erfolgreich umgesetzt haben, gibt uns ein sehr stabiles Fundament“, so Renate Finkbeiner. „Ebenso wichtig aber sind die lokalen Gewerke und Dienstleister wie unsere örtliche Bauleitung durch die Baiersbronner Architekten Rainer Günter und Jochen Asal. Das stärkt unsere Zuversicht, alles wie geplant realisieren zu können.“
Klar strukturierte Bauabschnitte
Der erste Bauabschnitt beginnt während einer zehntägigen Betriebspause ab 26. Januar. „Wir haben uns detailliert vorbereitet – technisch wie organisatorisch“, erläutert Sebastian Finkbeiner. „Zum Auftakt bündeln wir alle lärmintensiven Arbeiten, die sich im laufenden Hotelbetrieb nicht realisieren lassen. Anschließend wird die Modernisierung sehr kontrolliert und mit klarer Abschirmung der einzelnen Bereiche bis Sommer 2026 fortgeführt.“ Nach einer Pause seien weitere Bauphasen für 2027, 2028 und 2029 vorgesehen.
„Wir haben die Etappen bewusst so gesetzt, dass die Ergebnisse für Gäste Schritt für Schritt erlebbar werden. Zudem gibt es feste Ruhephasen während der Wochenenden, Ferienzeiten und Feiertage“, betont Finkbeiner und macht deutlich: „Entscheidend ist, dass Baubereiche und Gästeerlebnis konsequent getrennt bleiben. So bleibt der Aufenthalt bei uns auch während der Modernisierungsphasen entspannt.“ red/sar
Über die Traube Tonbach
140 Zimmern und Suiten, vielfach ausgezeichneter Gourmetküche sowie weitläufiger Spa und Wellnesslandschaft gehört das Luxusresort seit den 1970er Jahren zur Spitze der europäischen Hotellerie. Das Fünfsterne-Superior-Hotel befindet sich seit 235 Jahren in Familienbesitz und wird heute von Heiner und Renate Finkbeiner mit ihren Nachfolgern Matthias, Sebastian und Antonia in achter Generation geführt.
Seit 2011 erweitert die Hoteliersfamilie ihr Unternehmensportfolio und betreibt unter der Dachmarke Traube Group neben dem Stammsitz im Tonbachtal das Schlosshotel Monrepos in Ludwigsburg, die Cateringmarke „Wildpark Taste“ für die Hospitality-Bereiche im Karlsruher BBBank Wildpark sowie hochwertige Betriebsgastronomien für ausgewählte Partner an den Standorten Stuttgart, Karlsruhe und Regensburg. In den fünf Sparten des Unternehmens beschäftigt die Traube Group mehr als 600 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.