Tourismusbarometer 2019Hoteliers in Österreich größtenteils optimistisch

´ (Bild: Shutterstock)

Österreichs Hoteliers sind im Großen und Ganzen zufrieden und optimistisch, ihre Stimmung ist aber etwas abgeflaut – das verzeichnet das Tourismusbarometer 2019 des Dienstleistungsunternehmens Deloitte und der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV).

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Die Erwartungen der Tourismusbetriebe an die vergangene Wintersaison waren demnach hoch, besonders in Tirol und Vorarlberg blieben sie nach den starken Schneefällen zu Jahresbeginn aber teilweise unerfüllt. Von einer breiten Unzufriedenheit kann laut der Aufstellung dennoch keine Rede sein. Die Wiener Betriebe zeigten sich sehr optimistisch. Für den Sommer erwarte die Branche in ganz Österreich zudem einen Umsatz- und Nachfrageanstieg.

Als zunehmende Last würden allerdings diverse Regularien empfunden. Die Betriebe hätten den Eindruck, vermehrt mit Administrationstätigkeiten der Behörden beschäftigt zu sein, heißt es in der Aufstellung. “Das gilt vor allem in Zusammenhang mit Erledigungen gewerberechtlicher Vorgaben, Datenschutzvorschriften oder auch der Abwicklung von Krankenständen.”

Fachkräftemangel beschäftigt Hoteliers

Darüber hinaus trübten weiterhin die mangelnde Verfügbarkeit von Arbeitskräften und der allgemeine Kostenanstieg – auch hier vor allem im HR-Bereich – die positive Stimmung. Die Tendenz zu älteren Arbeitskräften beziehungsweise Bewerbern sei bereits für die Hälfte der befragten Unternehmen spürbar. Betriebe, die aktives Generationenmanagement betreiben, profitierten allerdings von den unterschiedlichen Potenzialen der Generationen, von mehr Innovationskraft über die authentischere Zielgruppen-Ansprache bis hin zur Reduktion von Personalrisiken.

Der sogenannte Hot Topic 2019 des Tourismusbarometers 2019 widmet sich der Wert-schöpfung. “Wir befinden uns aktuell in einer Hochkonjunkturphase, die den Prognosen zufolge weiterhin anhalten wird und die hohe Nachfrage ist deutlich spürbar. Auf der anderen Seite wird es kostenintensiver und schwieriger, manche Ressourcen zur Erbringung der Dienstleistung zur Verfügung zu haben. Ob das vorhandene Nachfragepotenzial wert-schöpfend umgesetzt werden kann, hängt von vielen Faktoren ab. Regionale Kooperationen werden von deren Teilnehmern meist als wertvolle Stütze beim Meistern herausfordernder Situationen wahrgenommen.” So sei der Wandel hin zu nachhaltigem Tourismus langfristig ein unerlässlicher Wertschöpfungsfaktor. Hier sei Österreich auf einem guten Weg, wie es in dem Paper heißt. Bereits 87 Prozent der befragten Tourismusbetriebe setzten aktiv auf umweltschonende und nachhaltige Maßnahmen.

Wie es in der Erhebung heißt, würden die Hoteliers zudem kreative Lösungen für diese Aufgabenstellungen finden. Auch hätten sie erkannt, dass Kooperationen helfen. “Viele Tourismusunternehmen haben erkannt, dass man gemeinsam effizienter wirtschaften kann.”

Sicher wird sich aber auch die aktuelle politische Lage auf die Stimmung der Hoteliers auswirken. Erst vor einigen Tagen wurde die aktuelle Regierung vorzeitig abgewählt. Kommende Woche soll ein neues Gremium aufgestellt werden.

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