Tourismus Die Ferienhausbranche generiert mittlerweile mehr als 10 Milliarden Euro pro Jahr

Ferienhäuser boomen in Deutschland (Bild: pixabay)

Mit dem Ferienhausmarkt hat die Leisure-Hotellerie einen Mitbewerber, der kontinuierlich wächst. So geben die Deutschen pro Jahr mehr als zehn Milliarden Euro während des Urlaubs im Ferienhaus aus. Und: Die Küstenbundesländer weisen einen prozentual höheren Anteil an Ferienhausurlaubern als an Hotelgästen aus.

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Eine aktuelle Studie zeigt, dass deutsche Urlauber pro Jahr jeweils fünf Milliarden Euro für ihren Aufenthalt im Ferienhaus oder der Ferienwohnung und für alle weiteren Aktivitäten während ihrer Reise investieren. Mehr als ein Drittel der Ausgaben am Urlaubsort inklusive Übernachtungskosten kann demnach allein dem Ferienhausmarkt zugerechnet werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Erhebung des Centrums für marktorientierte Tourismusforschung (CenTouris) der Universität Passau, die von FeWo-direkt in Auftrag gegeben wurde.

“Die durch Reisende generierten Einnahmen für lokale Gastronomiebetriebe oder den regionalen Einzelhandel helfen dabei, das Einkommen für viele Familienbetriebe abseits der Tourismuszentren zu sichern und können gleichzeitig auch dazu beitragen, Kapazitätsengpässe in Ballungszentren zu entlasten”, sagt Aye Helsig, Regional Director FeWo-direkt Zentraleuropa.

Ferienhausurlauber vs. Hotelgäste

Vor allem ländliche Regionen profitieren von Ferienhausurlaubern, da sich ein Großteil der Ferienhäuser außerhalb großer Ballungszentren, am Stadtrand oder in kleineren Orten befindet. Insbesondere die Küstenbundesländer Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern weisen einen prozentual höheren Anteil an Ferienhausurlaubern als an Hotelgästen aus, während der Anteil in Großstädten wie Berlin oder Hamburg mit fünf beziehungsweise neun Prozent deutlich geringer ist. Der Ferienhaustourismus bietet demzufolge vielversprechende Entwicklungspotenziale für den ländlichen Raum.

Mehr Umsatz durch Einkäufe und Freizeitaktivitäten – Hotelgäste geben weniger Geld aus

Insgesamt geben Ferienhausurlauber mehr Geld am Urlaubsort aus als Reisende, die ausschließlich in Hotels übernachten. Denn bei einem Ferienhausaufenthalt von durchschnittlich sieben Nächten wird mehr Budget für Einkäufe oder Freizeitaktivitäten benötigt als für einen Hotelaufenthalt, der im Schnitt nur vier Nächte dauert. Pro Person und Ferienhausaufenthalt werden am Urlaubsort durchschnittlich 300 Euro im Sommer- und 312 Euro im Winterurlaub ausgegeben. Hotelurlauber lassen hingegen durchschnittlich nur 237 Euro beziehungsweise 243 Euro am Urlaubsort.

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