Fünf Häuser in Deutschland, sechs in Nahost, Afrika und Zentralasien: Die Düsseldorfer Hotelkooperation richtet ihr Netzwerk stärker international aus.
Top International Hotels erweitert sein Netzwerk um elf Hotels in sechs Ländern. Fünf der Neuzugänge befinden sich in Deutschland, zwei in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Je ein weiteres Haus kommt in Katar, Usbekistan, Tadschikistan und Kamerun hinzu.
Zu den deutschen Neuzugängen zählen das Seehotel Maria Laach und der Gastflügel der Abtei Maria Laach. Außerdem treten das Ocean Pearl Hotel in Frankfurt, das Bildungshaus Neckarelz in Mosbach und das Chester Hotel in Heidelberg dem Netzwerk bei.
Hotelkooperation soll international wachsen
Die Expansion fällt in eine Phase der Neuausrichtung. Im Juli 2026 starb Gründer Hans R. Müller, der die Kooperation über Jahrzehnte geprägt hatte. Bislang lag der Schwerpunkt von Top International Hotels auf Deutschland und Europa – künftig soll das Netzwerk verstärkt Hotels in weiteren internationalen Märkten aufnehmen.
Eine wichtige Grundlage dafür bildete der Einstieg von Grand Metropolitan Hotels (GMH) im Januar 2025, die damit ihr Geschäft im Bereich Hotel-Affiliation ausbaute. „Top International wurde mit der Überzeugung aufgebaut, dass Unabhängigkeit und internationale Wettbewerbsfähigkeit kein Widerspruch sein müssen. Genau diesen Gedanken führen wir weiter“, erläutert Marcus J. Klar, CEO von Top International Hotels. Die neuen Mitgliedshäuser zeigten, dass der Bedarf an einer internationalen Plattform für individuelle Hotels über die bisherigen Kernmärkte hinausgehe. Klar kündigt an, Top International „als flexible Alternative zu klassischen Ketten- und Franchise-Modellen“ weiterzuentwickeln.
Eigenständig bleiben, gemeinsam vertreiben
Am Grundprinzip der Kooperation soll sich durch den Wachstumskurs nichts ändern. Unabhängige und privat geführte Hotels sollen ihre individuelle Ausrichtung behalten und zugleich von den Strukturen eines internationalen Netzwerks profitieren.
Martin R. Smura, Founder & Chairman von Grand Metropolitan Hotels, sieht den Mehrwert vor allem im Zugang zu relevanten Märkten und Vertriebskanälen. Internationale Distribution bedeute heute mehr, als Hotels auf möglichst vielen Plattformen sichtbar zu machen. „Es geht darum, die richtigen Märkte und Kanäle zu identifizieren, technische Schnittstellen effizient zu nutzen und daraus tatsächlich zusätzliche Nachfrage und Buchungen zu generieren“, so Smura. Durch die Zusammenarbeit könnten unabhängige Häuser auf Vertriebsstrukturen zurückgreifen, deren Aufbau sie allein nur mit erheblichem Aufwand bewältigen könnten. red/sar