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StartHotel+TechnikUmbau & SanierungTerrassengestaltung::Darauf sollten Hoteliers achten

TerrassengestaltungDarauf sollten Hoteliers achten

Der Trend war schon erkennbar, doch die Pandemie hat ihn massiv beschleunigt: Außenterrassen haben inzwischen rund ums Jahr Hochkonjunktur. Und das wird, da sind sich Experten einig, auch nach Corona so bleiben. Grund genug, sich intensiv mit der ­adäquaten – und langlebigen – Ausstattung auseinanderzusetzen.

„Waren Sie schon einmal im Winterurlaub? Haben Sie an den Skihütten draußen gesessen?“ Mit diesen Fragen machte Thomas Koch, Geschäftsführer des Herstellerverbunds Terrassenprofis, seine Kunden aus Hotellerie und Gastronomie schon vor Jahren auf das Ganzjahres-(Umsatz-)Potenzial von Außenterrassen aufmerksam. Heute muss er das nicht mehr, das Thema ist ein Selbstläufer geworden. „Außenterrassen sind keine Frage der Betriebsgröße mehr – sie lohnen sich immer. Ihre Öffnung ist zudem kaum noch abhängig von Jahreszeit und Witterung, sondern lediglich vom richtigen Equipment. Um Langlebigkeit und Wetterresistenz zu gewährleisten, ist Profi- statt Baumarktqualität gefragt. Auch auf eine möglichst lange Nachkaufgarantie der Einrichtungs-Elemente sollten Hoteliers achten“, rät der Experte. Er weiß aus Erfahrung: „250 Nutzungstage im Jahr sind auf jeden Fall möglich, da relativieren sich höhere Investitionskosten.“

Die Arula Chalets in Oberlech am Arlberg machen es vor. Von der Terrasse zwischen den beiden Chalets aus lässt sich das Panorama der Bergwelt im Freien genießen. Und das bei beinahe jedem Wind und Wetter. Sonnen-, Regen- und auch Schneeschutz (bis 50 Kilogramm je Quadratmeter) garantiert dort ein passgenau eingearbeitetes Lamellendach von Warema. Je nach aktueller Wetterlage lassen sich die Lamellen, die bei Regen das Wasser ableiten, über die WMS-Funkbedienung steuern – bis hin zur nahezu vollständigen Öffnung des Dachs.

Sonnen- und Wetterschutz – vom „Nice-to-have“ zum „Must-have“

„Gerade seit Beginn der Pandemie ist der Bedarf an Outdoor-Lösungen in Hotellerie und Gastronomie enorm. Zwischenzeitlich boten sie die einzige Möglichkeit, Gäste zu bewirten und damit in einem gewissen Maße Umsatz zu generieren. Es werden verstärkt wetterfeste Lösungen nachgefragt, die die Verweildauer im Freien maximieren helfen, darunter Schirme, Pergola-Markisen oder Lamellendächer. Diese haben sich gewandelt: vom Nice-to-have zum Must-have“, berichtet Christian Thomas, Leiter BU Outdoor Living bei Warema Renkhoff.

Leben an der frischen Luft

Outdoor-Living ist das Stichwort: „Lieber sicher und dick angezogen draußen sitzen, lautet seit Corona die Devise. Umso wichtiger ist eine wohnliche Gestaltung der Terrasse“, heißt es seitens des gewerblichen Objektausstatters A.B.C. Worldwide. Maximilian Andys, der bei Sonnenschutz-Spezialist Glatz den Bereich Contract betreut, bestätigt: „Das Leben an der frischen Luft hat sich zu einem Lifestyle entwickelt. Betriebe, die in ihre Outdoorbereiche investieren, haben Erfolg und ihre Terrassen voll mit Gästen.

Diese werden zum zweiten Livingroom. Wichtig ist daher die Harmonie zwischen Umgebung, Architektur und Mobiliar.“ Jochem Borremans, Marketingmanager bei Tuuci, Hersteller für hochwertige Schattenspender, ergänzt: „Die Terrasse ist oft das erste, was ein potenzieller Gast sieht, der dann vom Äußeren aufs Innere schließt. Umso entscheidender, dass man einen großartigen ersten Eindruck sicherstellt.“

Das Hotel Schulz in Berlin beispielsweise investierte in eine großzügige Pergola-Anlage (von Markilux), die passend zur Fassade hell und neutral gewählt wurde. Sie überspannt eine Fläche von rund 75 Quadratmetern und bietet 50 Gästen einen geschützten Frühstücksraum im Freien. Farbe bringt das erhaltene Stück Berliner Mauer ins Spiel, auf das die Gäste von der Außenterrasse aus blicken können. Damit das auch bei schlechtem Wetter möglich ist, wurden Panoramafenster in die Vertikalmarkisen integriert, mit denen sich die Terrasse per Funksteuerung rundherum schließen, aber auch schnell wieder öffnen lässt.

Flexible Verwandlungskünstler

Doch nicht nur bei den flexiblen Verwandlungskünstlern rund um Bedachung und Windschutz hat sich einiges getan. Das Angebotsspektrum von Profi-Sonnenschirmen zum Beispiel reicht vom kleinen Einzelschirm bis hin zu großflächigen Schirmlandschaften in vielen Formen und Farben. Die innovativen Protagonisten eint, dass sie immer widerstandsfähiger gegen Wettereinflüsse werden, darunter Windböen, und sich mit Heizstrahlern und Licht für kalte Tage beziehungsweise späte Stunden kombinieren lassen.
Für Hitzeperioden gibt es integrierbare Sprühnebelsysteme oder Solarpanels, um Sonnenenergie für den Betrieb von Fernbedienungen zu nutzen. Mit diesen wiederum lassen sich auf Knopfdruck gleichzeitig mehrere Schirme öffnen und schließen, was den
Mitarbeitenden die Arbeit erleichtert.

Umwelttechnisch umstritten und teils auch untersagt ist der Einsatz von Heizpilzen. Doch auch hierzu gibt es immer mehr Alternativen. „Mittels Wärmesystemen mit Infrarot-Technologie lassen sich energieeffizient innerhalb von wenigen Sekunden angenehm warme Bereiche schaffen. Die Betriebskosten sind überschau- und genau kalkulierbar. Die vier bis fünf Cent pro Sitzplatz und Stunde sollten drin sein“, findet Thomas Koch von den Terrassenprofis. Die Firmen Pelmondo und Primato wiederum bieten Feuermöbel, die mit Holzpellets nachhaltig sowie rauch- und rußfrei betrieben werden. Sie sorgen, so Vertreter Klaus Brandtner, „neben behaglicher Wärme für ein einzigartiges Stimmungsbild“.

Outdoor-Terrasse als Wohlfühl-Oase

Was das Mobiliar angeht, so gibt es „für alle Betriebstypen den passenden Einrichtungsstil: Designorientierte, leicht stapelbare Stühle aus Kunststoff, klassische Biergartenmöbel aus Holz und Metall oder auch trendige Loungegruppen“, so steht es im Leitfaden der Terrassenprofis. Outdoor-Bauholzmöbel gesellen sich dazu. Zu den aktuellen Highlights von A.B.C. Worldwide gehören unter anderem Stühle aus einem wetterfesten Binsengeflecht aus Spezialkunststoff. In der Farbe „Honey“ sieht es aus wie echte Binsen, halte aber Wind und Wetter stand. Das Gestell ist aus Aluminium, das zu den pflegeleichtesten und langlebigsten Materialien für den Außenbereich zählt. A.B.C. Worldwide bietet Stühle, Bänke, Tische, Barhocker und Stehtische daraus an. Harald Korf, verantwortlich für Beratung und Objektplanung bei Schmees Ladenbau, schreibt im Leitfaden der Terrassenprofis, dass Gäste ein differenziertes Sitz-Angebot erwarten: „Die Oma mit Enkelkind sucht eher das gemütliche Kuschelsofa (Achtung Sitzhöhe!) in der Nähe der Kinderspielecke, der Monteur beim Mittags-Snack eher den Stuhl ohne Polster (die Hose könnte schmutzig sein) und das hippe Pärchen lieber einen Platz an der Bar (Sehen und Gesehenwerden).“

Investiert werden sollte auch in die Feinheiten wie hochwertige sowie pflegeleichte Stuhl- oder Sitzkissen. Kuscheldecken sind höchst willkommen. Und auch Pflanzen immer eine gute Idee: Sie tragen nicht nur zur Atmosphäre bei: Größere Pflanzen oder Bäume in ihren entsprechenden Gefäßen eignen sich als Raumteiler und schaffen eine Privatsphäre, die die Gäste gerade jetzt sicher zu schätzen wissen.

Stefanie Hütz


Leiner

Leiner Sunrain
Leiner Sunrain (Bild: Leiner)

„Sunrain“ – der Name ist patentiertes Programm. Mit den Markisen (wahlweise als Kassetten-, Gelenkarm- oder freistehende Markise) sowie einem Pergola-Terrassenfaltdach bietet das Unternehmen Leiner flexible Outdoor-Konzepte mit Schutz vor Sonne, Wind und Regen. Das Markisentuch aus PVC-Hochleistungsgewebe sei nicht nur wasserdicht, sondern für das Corporate Branding auch leicht zu beschriften. Darüber hinaus wird das Terrassenglassystem „Area“ angeboten, das transparenten „Wohnraum“ im Freien schafft.

www.leiner.de


Hoklartherm

das_teehaus_von_hoklartherm
Das „Teehaus“ (Bild: Hoklartherm)

Das Cabrio unter den Wintergärten – so nennt Hoklartherm seine Solarveranda „Berlin“, die mit großflächigen Schiebelementen ausgestattet ist. Im Freien sitzend, vor Regen geschützt oder komplett umschlossen – alle Varianten sind möglich. Zum Portfolio des Unternehmens gehören zudem das „Teehaus“, ein Glaspavillon mit einem Hauch von Nostalgie, oder der moderne Glaspavillon „Rondo“. Dieser lässt sich rundherum verdrehen und kann je nach Wetter offen oder geschlossen sein. Viele Möglichkeiten, um auf dem gesamten Grundstück gemütliche Rückzugsräume zu schaffen.

www.hoklartherm.de


Glatz

Drei Marken – eine Mission: Die Glatz AG, Schweizer Sonnenschirm-Spezialist, hat gemeinsam mit Stoffhersteller Sauleda und Beschichtungsprofi Puretti die Kollektion „Glatz Green“ entwickelt. Die Schirme schützen laut Anbieter nicht nur vor UV-Strahlung, Hitze und Regen. Die Beschichtung mit Nanopartikeln aus Titandioxid werde durch Sonneneinstrahlung und die sog. Photokatalyse zu einem Reinigungsfilter. Mit einem 4×4 Meter großen Schirm werde so ein Jahr Autoverunreinigung von vier PKW kompensiert. Weitere Pluspunkte seien die Reduzierung von Schimmelpilzen sowie die Schmutzabweisung. Glatz spendet zudem einen Teil seines Green-Umsatzes für die Wiederaufforstung des Regenwaldes.

www.glatz.ch/de


 

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