Mehr als die Hälfte der Deutschen plant in den kommenden sechs Monaten zu verreisen. Mittels einer Umfrage zeigt Skyscanner das Reiseverhalten und Reisetrends für das Jahr 2021. Die Ergebnisse im Überblick.
Deutsche Reisende entscheiden sich beim Flugticket laut Skyscanner vermehrt für Upgrades. Für die Bequemlichkeit greifen Deutsche zu Tarifen, die im Durchschnitt 26 Prozent teurer als der niedrigste Ticketpreis für die gewählte Route sind. Das zeigt eine Umfrage des Reiseunternehmens.
Die Daten beruhen auf einer Onepoll-Umfrage im Auftrag von Skyscanner mit 1.000 Teilnehmern in Deutschland, die zwischen 21. und 23. April 2021 durchgeführt wurde. Die Flugsuch- Analysen basieren auf Auswertungen von Millionen von Datenpunkten auf Skyscanner Erkenntnissen und Expertenmeinungen.
Bequeme Flugzeiten beliebt
Auf die Frage, welche Gründe Reisende dazu bewegen, für eine bestimmte Strecke einen teureren Flug zu wählen, gaben 37 Prozent der Befragten bequeme Flugzeiten und wenige Stopps beziehungsweise einen Direktflug an. Fast ebenso viele (35 Prozent) sind bereit, für eine Verbindung von ihrem bevorzugten Flughafen mehr zu bezahlen.
Über ein Fünftel der Befragten nimmt gerne mehr Geld in die Hand, um mit einer Airline mit besserer Sicherheitsbewertung (22 Prozent) oder ihrer favorisierten Fluggesellschaft zu fliegen (21 Prozent). Erst an fünfter Stelle steht für Reisende die flexible Ticket-Option als lohnenswerte Zusatzkosten (18 Prozent), darauf folgt ein umweltfreundlicherer Flug, für den 17 Prozent bereit wären, mehr zu bezahlen. Die Umfrageergebnisse zeigen: Urlauber legen in diesem Jahr besonders viel Wert auf einfaches, sicheres und bequemes Reisen, wobei der Ticketpreis in den Hintergrund der Entscheidung des passenden Flugtickets rückt.
Wahl des Reiseziels
Auch die Wahl des Reiseziels ändert sich laut der Umfrage in diesem Jahr. Fernreiseziele und Städtereisen verlieren 2021 im Vergleich zu den Vorjahren insgesamt an Beliebtheit. Zumindest Städtetrips nach Dubai und Tokio sind laut Datenauswertung in diesem Jahr gefragt. Klassische europäische Urlaubsdestinationen verzeichnen hingegen einen Aufwärtstrend.
Während Bali, San Francisco und Las Vegas bei Paaren 2019 auf den Top-Plätzen standen, bevorzugen Reisende aus Deutschland in diesem Jahr hauptsächlich Warmwasserziele in Europa mit Griechenland als Spitzenreiter: Vier der zehn beliebtesten Reiseziele von Paaren sind griechisch. Ebenfalls dabei sind Italien, Madeira und die Kanarischen Inseln. "Die Reiseziele, die vor der Pandemie beliebt waren, weil sie über eine solide Infrastruktur für den Tourismus verfügten, aber als weniger `belebt`galten, sind nun gefragter", sagt Hugh Aitken, Vice President Flights bei Skyscanner.
Sonne wichtiges Kriterium
Auf die Frage, wie Deutsche das Reiseziel für den Urlaub in den nächsten sechs Monaten auswählen, nennen 32 Prozent der Befragten das Wetter als ausschlaggebendes Kriterium. Fast 30 Prozent möchten an einen bereits besuchten Ort zurückkehren, 26 Prozent wählen ein Ziel, das sie als sicher empfinden. Nur ein Viertel der Befragten legt den Fokus bei der Wahl des Urlaubsziels auf den Preis. Ob für ein Reiseziel eine Reisewarnung vorliegt, ist für lediglich 23 Prozent der Befragten bei der Reiseplanung relevant. Der Rückgang der Städtereisen in diesem Jahr wird durch die Aussage von 17 Prozent der Befragten gestützt, die Städte und Menschenmassen in ihrem Urlaub meiden wollen. Nur 16 Prozent wählen den Urlaubsort nach Einreise- oder Impfvorschriften.
Tendenz zu längerer Aufenthaltsdauer
Laut Umfrage planen 43 Prozent der Befragten in den nächsten sechs Monaten eine Reise für länger als 14 Tage. Mehr als die Hälfte (59 Prozent) plant für die Mehrzeit einen verlängerten Urlaubsaufenthalt. Für fast 40 Prozent steht ein Besuch ihrer Freunde und der Familie an. Durch die Einbeziehung von Tests und Quarantänezeiten geht die Tendenz zu weniger Urlaubsreisen pro Jahr, jedoch einer längeren Aufenthaltsdauer.
Deutsche Reisende buchen ihren Sommerurlaub durchschnittlich 64 Tage vor Abreise und damit deutlich näher am Buchungszeitraum vor der Pandemie als noch im Jahr 2020. Hugh Aitken zieht positive Schlüsse aus dieser Entwicklung und erklärt: “Während die Pandemie die Menschen dazu brachte, Reisen aufgrund der Unsicherheit sehr kurz vor Abreise zu buchen, sehen wir jetzt eine Normalisierung und einen Trend hin zu einem saisonabhängigen Muster. Dies ist ein großer Vertrauensbeweis, dass das Reisen zurückkehren wird, da die Menschen sich wieder sicher genug fühlen, um im Voraus zu planen."