Anzeige
Anzeige
Anzeige
StartAufmacher"Staycation"-Trend::Wie kann das Gastgewerbe davon profitieren?

"Staycation"-TrendWie kann das Gastgewerbe davon profitieren?

Der Trend, Urlaub im eigenen Land – Staycation – zu machen, hält weiterhin an und wird sich auch in den Sommerferien fortsetzen. Das bestätigt eine diesjährige Tourismusanalyse der Stiftung für Zukunftsfragen. Wie kann das Hotel- und Gaststättengewerbe von diesem Trend profitieren?

Mehr als 30 Prozent der Deutschen planen ihren Urlaub ohne Auslandsaufenthalt, wie eine Tourismusanalyse der Stiftung für Zukunftsfragen zeigt. Gründe hierfür sind geringere Budgets, Last-Minute-Entscheidungen, Sorge um die Umwelt, die kurze Anreise und eine – zumindest gefühlt – hohe Sicherheit. Dazu kommen Investitionen und Aufwertungen der Urlaubsregionen, ein gleichbleibend hoher Standard, ein hoher Grad an Gastfreundschaft, schöne Landschaften mit Wasser, Bergen und Wäldern.

Was man früher „Urlaub auf Balkonien“ nannte, heißt heute Staycation. Es bedeutet, Ferien entweder zu Hause (mit Tagesausflügen) oder in der Nähe zu machen. Ursprünglich beschränkte sich das Konzept auf die Notwendigkeit, Geld zu sparen. Heute hat es sich auf andere Bereiche wie nachhaltigen, „sanften“ Tourismus, das ökologische Reisen ausgeweitet. Über ein Drittel der deutschen Urlauber planen ihre Reisen schon jetzt unter Aspekten von Nachhaltigkeit, das bestätigt eine aktuelle Umfrage von Statista zum Reisen in Deutschland.

Urlaub im eigenen Land zu machen bietet viele Vorteile für Reisende. Kurze Anreisezeiten, keine Angst irgendwo aufgrund neuer Corona-Regularien zu stranden und mehr Flexibilität stehen hierbei besonders im Fokus, so die Handelsplattform Lightspeed. Es sei angesagt, in einheimischen Restaurants Essen zu gehen, Souvenirs in kleinen Geschäften einzukaufen und lokale Spezialitäten zu probieren. Das alles unterstütze die eigene Wirtschaft.

Preis und Flexibilität bei der Buchung

Seit Corona haben der Wunsch nach Sicherheit bei der Buchung und während der Reise ebenso wie flexible Umbuchungs- und Stornomöglichkeiten oberste Priorität für Reisende, so Lightspeed. Diese Chance hätten viele Hoteliers und Online- Buchungsplattformen genutzt und bieten Reservierungen mit Zahlungsaufschub, kostenfreie Stornierungen und flexiblen Buchungen an. Das Unternehmen ist überzeugt, dass Hoteliers davon profitieren werden, wenn sie Kunden anbieten, Reisezeiträume flexibel auszuwählen.

Nachhaltiger Tourismus ist auf dem Vormarsch

„Immer mehr Reisende legen jetzt Wert auf eine gesunde Ernährung mit lokal erzeugten Produkten“, erläutert Florian Dahms, Country Manager bei Lightspeed in Deutschland. Das ist auch einer von acht Trends für 2022, die von Lightspeed, der All-in-one Handelsplattform für Gastronomie, Hotellerie und E-Commerce, ermittelt wurden. „Nachhaltigkeit und Klimaschutz werden für die Gastronomie immer wichtiger“, stellt Dahms fest.

Produkte, die von lokalen Erzeugern stammen, Qualitätssiegel wie „Nachhaltige Gastronomie“, CO2-Fußabdruck für das Beherbergungsgewerbe, von Einheimischen geführte Betriebe: „Made in Germany“ steht bei deutschen Reisenden hoch im Kurs, insbesondere bei der jüngeren Generation. Deutschlandreisen sind auch bei ihnen beliebter denn je – über 38 Prozent der Reisenden unter 30 Jahren planen eine Inlandsreise, das entspricht laut den Zahlen des Statistischen Bundesamts einer Steigerung von fast 25 Prozent zum Vorjahr.

Hoteliers und Gastronomen, die Zukunftsfähigkeit und verantwortungsvollen Konsum mit kulinarischer Vielfalt vereinen, könnten sich bei Reisenden besonders gut profilieren. „Nachhaltiges Wirtschaften – weniger Lebensmittel wegwerfen, Plastik abschaffen und Energie sparen spielen in der Gastronomie also schon heute eine zentrale Rolle“, fasst Florian Dahms zusammen.

Workation: Arbeit und Urlaub zusammenbringen

Laut ITB und Statista QE ist insbesondere bei der urbanen Bevölkerung neben den klassischen Reiseformen Urlaub, Familienbesuch und Sightseeing ein weiterer Anlass zum Reisen dazu gekommen: das Arbeiten – „Working from anywhere“ oder auch „Workation“ genannt.

Dieses neue Konzept hat Google im vergangenen Jahr bekannt gemacht, weil es allen Mitarbeitern bis zu vier Wochen Zeit für „Workation“ angeboten hatte. Arbeit und Urlaub finden hierbei im Wechsel statt und werden zusammen mit Gleichgesinnten erlebt und durchgeführt. Das heißt man kann zusammen mit Personen, die auch an der Workation teilnehmen, einen Urlaub in einer gemeinsamen Unterkunft im In- oder Ausland buchen, und sich dort dann bei Arbeit (allein oder im Team), Workshops und gemeinsamen Erlebnissen/Ausflügen etc. abwechseln. Workation war ursprünglich das Privileg von digitalen Nomaden wie Entrepreneuren, Freelancern oder Bloggern.

Newsletter-Registrierung

Topaktuell auf den Punkt gebracht!
Werktäglich berichtet der kostenlose Tophotel-Newsletter über aktuelle Ereignisse in der nationalen und internationalen Hotelwelt. Profitieren Sie von journalistisch hochwertiger Information und Inspiration für das tägliche Business.
ANMELDEN
Sie interessieren sich für Produktnews und technische Innovationen in der Hotellerie? Testen Sie auch unseren kostenfreien HOTEL+TECHNIK-Newsletter​
close-link