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StartAufmacherStart der Saison::Osterurlauber drängen an die Küste

Start der SaisonOsterurlauber drängen an die Küste

Strandkörbe werden rausgestellt, Strände gesäubert: Die Küste putzt sich für den Saisonstart raus, denn in mehreren Bundesländern sind die Osterferien gestartet. Die Tourismusverbände sind optimistisch – trotz einiger weiterhin bestehender Regeln.

Viele Urlauber haben sich zu Beginn der Osterferien auf den Weg an die Küste. „Für uns ist Ostern der Saisonstart“, sagte Langeoogs Bürgermeisterin Heike Horn (parteilos) der Deutschen Presse-Agentur. Auch wenn die Maskenpflicht vielerorts nicht mehr vorgeschrieben ist, appellierte Horn an Gäste und Insulaner, dennoch weiter freiwillig Mund-Nasen-Masken zu tragen, etwa an Orten, wo Abstände nur schwer eingehalten werden können wie im Einzelhandel. Horn verwies auf ein aktuell hohes Infektionsgeschehen im Kreis Wittmund und auf der Insel. Mit 3.159,4 hatte der Kreis am Freitag bundesweit die zweithöchste Sieben-Tage-Inzidenz.

Starke Nachfrage

Die Reiselust vieler, besonders für einen Kurzurlaub über die Ostertage an der Küste, ist laut Tourismusverbänden groß. „Wir verzeichnen über die Osterferien eine starke Nachfrage nach Urlaubsangeboten und dies trotz der momentanen ungünstigen Wetterlage. Die Quartiere an der Küste sind zu 90 Prozent bereits ausgebucht“, sagte die Geschäftsführerin der Tourismusgesellschaft Die Nordsee GmbH, Sonja Janßen. „Daher empfehlen wir den Gästen, auch vermehrt die interessanten Urlaubsorte im Hinterland zu besuchen.“

Für die Tourismusbetriebe an der niedersächsischen Nordseeküste ist es der erste weitgehend reguläre Saisonstart seit Beginn der Corona-Pandemie 2020. Im friesischen Wangerland sind in den vergangenen Tagen die rund 1.500 Strandkörbe aus ihren Winterlagern an die Strände von Hooksiel und Schillig gebracht worden. Trotz der noch wenig frühlingshaften Temperaturen stünden diese Arbeiten an, sagte Dieter Luikenga von der Wangerland Touristik – denn spätestens zum offiziellen Saisonstart am 15. April müsse alles vorbereitet sein.

Auf einigen Ostfriesischen Inseln müssen nach den teils schweren Wintersturmfluten abgetragene Badestrände erst noch wieder aufgeschüttet werden, bevor die Strandkörbe wieder an ihre Plätze kommen können. „Aktuell laufen die Bemühungen auf Hochtouren“, sagte etwa Baltrums Inselbürgermeister Harm Olchers (parteilos). „Mit den Sandtransporten vom Ostende zum Badestrandbereich soll schnellstmöglich nach Ostern begonnen werden können.“

Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern

Auch der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern hofft auf ein gutes Ostergeschäft. Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern sieht die Hotels im Land durch die weiter geltenden Regelungen zur Testpflicht dabei nicht übermäßig benachteiligt. Da nur Ungeimpfte bei Anreise in Hotels einen tagesaktuellen Corona-Test vorweisen müssen, die Mehrheit jedoch geimpft oder genesen sei, halte er dies für eine machbare Notwendigkeit, sagte der Geschäftsführer des Verbands, Tobias Woitendorf, vor Beginn des Ostergeschäfts im Nordosten.

Der Touristiker sieht insgesamt einen deutlichen Fortschritt, da der Tourismus zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie an Ostern wieder ohne große Einschränkungen möglich sei. Die aktuelle Nachfrage schüre die Hoffnung auf ein insgesamt gutes Jahresgeschäft 2022.

Viel schwerwiegender ist laut Woitendorf die Belastung in Hotels, Freizeitbetrieben und der Gastronomie durch die akute Personalnot in Folge der hohen Zahl an mit dem Coronavirus infizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Pandemie habe ohnehin bereist dazu geführt, dass geschätzt ein Fünftel des Personals in andere Branchen abgewandert sei. Er betonte jedoch, dass der Tourismus trotz der Belastungen durch die Pandemie weiter attraktive und zukunftsfähige Arbeitsplätze biete.

Preissteigerungen

Infolge von Preissteigerungen etwa bei Kraftstoffen, Gas und Strom müssen sich Osterurlauber auf höhere Reisekosten einstellen: Reedereien und auch Vermieter hätten ihre Preise angehoben, berichtete der NDR in Niedersachsen am Samstag. Die Vizepräsidentin des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga in Niedersachsen, Birgit Kolb-Binder, sagte dem Sender, sie erwarte in der Gastronomie einen Preisaufschlag von bis zu 30 Prozent. Grund seien gestiegene Lebensmittelpreise sowie Personalmangel. dpa

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