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StartCoronakriseStart der Hauptsaison in Ferienregionen: Inseln sind fast ausgebucht

Start der Hauptsaison in Ferienregionen Inseln sind fast ausgebucht

Zum Ferienstart in NRW und bei niedrigen Corona-Zahlen blicken die niedersächsischen Tourismusregionen optimistisch auf die Hauptsaison. Besonders an der Küste könnte es eng werden, aber auch Harz und Heide sind schon gut gebucht. Wo gibt es noch Lücken?

Mit dem Start der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen an diesem Wochenende beginnt für viele Urlaubsregionen in Niedersachsen die Hauptsaison. Die großen unter ihnen wie die Küste, die Lüneburger Heide und der Harz sind bereits ordentlich gebucht, stellenweise sogar ausgelastet, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den regionalen Tourismusverbänden ergab. Es gibt allerdings auch noch Lücken für Kurzentschlossene.

Im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW war am Freitag der letzte Schultag. Traditionell verbringen viele Menschen von dort besonders an der Küste und auf den Inseln ihren Sommerurlaub. Der Andrang machte sich zum Beginn des Wochenendes teilweise auch schon auf den Autobahnen bemerkbar. So stockte es am Samstag zeitweilig auf der A1 und auch auf der weiter östlich gelegenen A7 in Richtung Norden. Größere Behinderungen mit langen Staus gab es zunächst jedoch nicht.

Ostfriesische Inseln nahezu ausgebucht

Viele der Ostfriesischen Inseln sind schon nahezu ausgebucht. Auf Borkum sind die meisten Unterkünfte bereits von Stammgästen belegt. Juist und Norderney melden für den Sommer Buchungen etwa auf dem hohen Vorjahresniveau. Auf Baltrum sind besonders Ferienwohnungen und Ferienhäuser gefragt – sie sind von Mitte Juli bis Ende August schon so gut wie weg. „In den Hotels und Pensionen sind aktuell in der Hauptsaison noch 15 Prozent der Unterkünfte frei gemeldet“, sagte der Marketingleiter der Baltrumer Kurverwaltung, Stephan Moschner.

Auslastung zwischen 90 und 100 Prozent in Wangerooge

Wangerooge verzeichnet für Juli und August eine Auslastung bei den Übernachtungsmöglichkeiten zwischen 90 und 100 Prozent. „Einen Buchungsboom konnten wir grundsätzlich feststellen. Die Menschen wollen endlich wieder los und an die frische Luft“, sagte Rieka Beewen vom Tourismusservice der Kurverwaltung. Auf allen Inseln könnten sich durch kurzfristige Stornierungen aber noch Lücken für Spontanreisende finden, hieß es. Wer jetzt noch buchen möchte, sollte sich telefonisch oder per Mail an die Zimmervermittlungen wenden.

Auch Festlandküste beliebt

Auch an der Festlandküste wird es wohl voll werden. Die Erwartungen der Betriebe würden vielerorts erfüllt, zum Teil sogar übertroffen, sagte Jonas Hinrichs von der Marketinggesellschaft Die Nordsee. „Bei den Campingplätzen ist die Nachfrage gerade sehr hoch.“ Viele ziehe es ins Freie – sie seien auf der Suche nach Outdoor-Aktivitäten.

Sehr viele kurzfristige Buchungen

Die Lüneburger Heide ist in den Sommermonaten ebenfalls schon gut nachgefragt. „Wir sind ganz zufrieden. Auffällig ist, dass es sehr viele kurzfristige Buchungen gibt“, sagte Ulrich von dem Bruch, Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH. Mit Blick auf Nordrhein-Westfalen bemerkte er: „Das ist der größte Markt für uns.“

Für den August, wenn die Heide blüht, gibt es noch 120 bis 130 freie Hotels – von insgesamt 2.000. „Der gesamte Markt steht aber noch nicht zur Verfügung, wir können noch nicht aus dem Vollen schöpfen“, berichtete von dem Bruch. Viele Familien seien in der Pandemie noch vorsichtig beim Buchen mehrwöchiger Aufenthalte.

Kurz-Trips gefragt

Viele machten außerdem Kurzurlaube und nutzten die 18 Freizeitparks. So eine vierköpfige Familie aus Berlin: „Wir haben uns nicht getraut, einen längeren Urlaub zu buchen“, sagte Alexander Wiede. Stattdessen fuhr er mit seiner Frau und beiden Söhnen kurzfristig nach Soltau. Auf dem Programm standen das Spielmuseum und der Barfußpark Egestorf.

Im Harz, dem größten Mittelgebirge Norddeutschlands, stimmt die Buchungslage die Touristiker ebenso zuversichtlich. Zwar seien im Juni viele Ausflügler noch nicht über Nacht geblieben, teilte Madeline Pagenkemper vom Harzer Tourismusverband mit. Aber: „Ab Juli sieht auch die Auslastung bei den gebuchten Übernachtungen in den einzelnen Ferienorten sehr gut aus.“

Trend zum Urlaub in Deutschland

Freizeiteinrichtungen und Gastgeber seien optimistisch, dass auch der Harz vom Trend zum Urlaub in Deutschland profitiert, so Pagenkemper. Kurzentschlossene könnten dort weiterhin unterkommen – mit einer Einschränkung: „Für größere Gruppen könnte es etwas schwierig werden, aber Familien oder Pärchen finden noch freie Kapazitäten vor.“

Im Harz waren schon an diesem Wochenende viele Ausflügler unterwegs – auch im östlichen Teil. Bei sonnigem Wetter machten sich etliche Wanderer auf den Weg. Im Ilsetal etwa ging es mit Proviant im Rucksack auf dem Heinrich-Heine-Wanderweg in Richtung Brocken. Die nach dem Dichter benannte Route, der den Weg einst selbst auf seiner Harzreise gegangen ist, gilt nach Angaben des Tourismusverbands als eine der landschaftlich schönsten Strecken zum Berg. Die Lage auf den Straßen im Harz war nach Angaben der Polizei weitgehend entspannt.

Neben NRW haben auch in den norddeutschen Bundesländern Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern die Sommerferien begonnen. Dazu kommen Berlin und Brandenburg. Niedersachsen und Bremen folgen am 22. Juli.

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