Social Media Wie Hoteliers das gesamte Potenzial nutzen können

In Kooperation mit Online Birds veröffentlicht Tophotel ab sofort in loser Reihenfolge die wichtigsten Ergebnisse aus dem Hotel Digital Score. Dieser wurde von Philipp Ingenillem mit initiiert und bietet Hoteliers kostenfrei und neutral die Möglichkeit herauszufinden, wie es um ihr Online-Marketing bestellt ist. (Bild: Online Birds)

Die Kommunikation über Social Media kann gerade im Zuge der Wiedereröffnung erfolgsentscheidend sein. Die Daten des Hotel Digital Scores von 1.159 analysierten Hotels zeigen, dass längst nicht alle Hoteliers die verschiedenen Kanäle nutzen und so wertvolle Chancen beim Neustart vergeben werden.

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Seit einigen Wochen dürfen nun alle Hotels im gesamten deutschsprachigen Raum wieder öffnen. Dennoch werden Übernachtungsgäste wohl noch für lange Zeit für die Ansteckungsgefahr am Urlaubsort sensibilisiert sein. “Der Erfolg nach der Wiedereröffnung hängt maßgeblich davon ab, ob es das Hotel schafft, glaubwürdig über die Einhaltung bestimmter Sicherheitsstandards aufzuklären”, sagt Philipp Ingenillem, Mitinitiator des Hotel Digital Scores.

“Besonders rücken daher nun die Social-Media-Kanäle in den Fokus. Diese ermöglichen eine kurzfristige Kommunikation der ergriffenen Maßnahmen und einen Austausch mit den Gästen in Echtzeit.” Aufgrund der verstärkten Bedeutung stellen sich an diesem Punkt die Fragen: Wie präsent sind Hotels im deutschsprachigen Raum auf Facebook sowie Instagram? Und wie intensiv werden die größten Social-Media-Plattformen genutzt? Zur Beantwortung wurden die Daten des Hotel Digital Scores von 1.159 analysierten Hotels speziell für den Social-Media-Bereich ausgewertet.


Über den Hotel Digital Score

In Kooperation mit Online Birds veröffentlicht Tophotel ab sofort in jeder Ausgabe die wichtigsten Ergebnisse aus dem Hotel Digital Score. Dieser analysiert unter www.hoteldigitalscore.com auf Basis der Hotel-Website vollkommen automatisiert 19 verschiedene Parameter aus den Bereichen Social-Media-Marketing, Suchmaschinenwerbung (SEA), Suchmaschinenoptimierung (SEO), E-Mail-Marketing sowie Website-Conversion und Usability-Optimierung. Die verschiedenen Einzelparameter der übergeordneten Bereiche im Online-Marketing werden nach der Analyse unterschiedlich gewichtet und anschließend zum finalen Hotel Digital Score kumuliert. Der Score geht von null bis 100 und beinhaltet eine Erstanalyse zu fünf Basisbereichen im Online-Marketing sowie einen Detailbericht. Als Kennzahl gibt der Hotel Digital Score innerhalb kürzester Zeit an, wie gut ein Hotel im Online-Marketing aufgestellt ist. Dabei ist er neutral, kostenfrei und für jeden Hotelier nutzbar. Der Hotel Digital Score wurde von Online Birds – teilweise in Zusammenarbeit mit Google – entwickelt und 2019 vom Deutschen Hotelverband als Innovation des Jahres ausgezeichnet.


 

Wie präsent sind DACH-Hotels auf ­Facebook und ­Instagram?

Die Ergebnisse zeigen, dass 80 Prozent der Hotels eine eigene Facebook-Seite und 52 Prozent eine eigene In­stagram-Seite nutzen. Zusätzlich lässt sich die Tendenz erkennen, dass mit steigender Sterneklassifizierung eher Facebook- und Instagram-Seiten betrieben werden. “Dennoch bleiben aufgrund eines fehlenden Zusammenspiels oft noch diverse Potenziale ungenutzt”, so Ingenillem. Während bei Facebook mittlerweile der Fokus auf Informationen über geschriebene Posts liege, stehe bei Instagram das Visuelle im Vordergrund. Genau dieser Mix sei in Zeiten von Corona essenziell: Informationen, um die Unsicherheit der Gäste zu reduzieren, und visuelle Reize, um positive Emotionen zu wecken.

Obwohl viele Hotels eigene Fanpages bei Facebook oder Instagram haben, bleibt viel Potenzial ungenutzt. (Grafik: Holzmann Medien, Quelle: Hotel Digital Score)

Wie intensiv nutzen Hotels im deutschsprachigen Raum Social Media?

Die Basis zur Beantwortung dieser Frage liefert das komplexe Punktesystem des Hotel Digital Scores, das eine Reihe verschiedener Parameter analysiert und gewichtet. Beispielsweise erhält ein Hotel eine umso stärkere Bewertung im Bereich Social Media, je mehr einzelne Parameter wie Präsenz auf Facebook oder Instagram, Posting-Frequenz und Anzahl der Follower mit positivem Resultat analysiert wurden. Ergebnis: Nur zwölf Prozent der analysierten Hotels wurden hierbei mit “stark” bewertet, während 42 Prozent als “mittelmäßig” und 46 Prozent als “schwach” eingestuft wurden. Auch hier zeigt sich deutlich, dass Hotels mit einer höheren Sterneklassifizierung im Durchschnitt besser abgeschnitten haben als Hotels mit weniger Sternen.

Das Fazit von Philipp Ingenillem: “Neun von zehn Hotels nutzen nur einen Bruchteil ihres Social-Media-Potenzials. Vor allem in Corona-Zeiten, aber auch darüber hinaus ist diese Zahl alarmierend.” Überrascht ist er von diesem Resultat dennoch nicht. Es bestätigt seinen Eindruck, den er in den vergangenen Jahren als Branchen-Insider gewonnen hat: “Hotels legen zwar oft Fanpages an, schaffen es dann aber nicht, regelmäßig zu posten und mit den Fans zu interagieren. Dafür fehlen Zeit und Kreativität. Jedoch kann nur so eine nachhaltige Bindung zu den Gästen aufgebaut werden und virale Effekte können genutzt werden. Eigene Postingpläne und die Nutzung von Planungstools können hier helfen.”

In Zeiten der Coronakrise ist der Auftritt in den Social-Media-Kanälen für Hotels erfolgsentscheidend. (Grafik: Holzmann Medien, Quelle: Hotel Digital Score)

Darüber hinaus solle eine starke Bewertung in der Analyse nicht zum Ausruhen einladen. Zwar seien dann bereits die Weichen gestellt, dennoch sei noch keine Aussage über die inhaltliche Aufbereitung der Postings getroffen. Eine laufende Optimierung und Ausrichtung der Kanäle unter Berücksichtigung der aktuellen Bedürfnisse der Gäste sei daher erfolgsentscheidend.


5 Tipps für den Umgang mit Social Media

  1. Facebook & Instagram diversifizieren: Bereiten Sie die Postings pro Kanal individuell auf, posten Sie nicht exakt den gleichen Inhalt.
  2. Regelmäßig posten: Es lohnt sich eine Frequenz von etwa dreimal pro Woche.

3. Im Voraus planen: Postingpläne können bei der Regelmäßigkeit unterstützen.

4. Aktuelle Geschehnisse berücksichtigen: Trotz Planung sollte Spielraum für spontane Aktivitäten bleiben.

5. Kreativ werden: Tools wie die Grafik-Design-Plattform Canva helfen bei der Gestaltung.


 

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