Das markante Hotel in Chemnitz steht vor der SchlieĂung. OberbĂŒrgermeister Schulze sieht nun die BeschĂ€ftigten im Mittelpunkt.
OberbĂŒrgermeister Sven Schulze sieht nach der kurzfristig angekĂŒndigten SchlieĂung des Chemnitzer Congress Hotels keine einfachen Lösungen. Die SchlieĂung treffe die Stadt an einer sehr sensiblen Stelle, sagte der SPD-Politiker im Stadtrat. âEs wird ein schwieriger Weg.â Die Stadt bringe sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv ein, werde aber kein Hotelbetreiber sein können.
GesprĂ€che mit Mitarbeitern und EigentĂŒmern
Nach einem GesprĂ€ch mit den Mitarbeitenden am Dienstag habe er heute mit dem EigentĂŒmer der Immobilie gesprochen. Schulze sprach von einem konstruktiven Austausch, zu dem jedoch Vertraulichkeit vereinbart sei. Im Mittelpunkt stĂŒnden nun die etwa 40 BeschĂ€ftigten des Hotels, sagte er. Dass der Betriebsrat derzeit ĂŒber einen Sozialplan verhandle, sei wichtig und gut. Die beiden GeschĂ€fte im Erdgeschoss der Immobilie können laut Schulze weiter betrieben werden.
Die GCH-Hotel-Gruppe hatte in der vergangenen Woche ohne Angabe von GrĂŒnden ĂŒber die SchlieĂung des markanten Hotels im Herzen der Stadt zum 31. Januar informiert. Angeboten wurden zuletzt noch mehr als 200 Zimmer.
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-GaststĂ€tten (NGG) will darum kĂ€mpfen, diese Entscheidung abzuwenden. âDas Congress Hotel ist ein Wahrzeichen der Stadt Chemnitz und ein wichtiger Arbeitgeberâ, heiĂt es in einer Mitteilung. Die NGG fordere, alle Möglichkeiten zu prĂŒfen.
1974 als Interhotel eröffnet
Das fast 100 Meter hohe Congress Hotel war 1974 als Interhotel eröffnet worden. Das waren in der damaligen DDR Hotels der gehobenen Klasse. Architektonisch bildet es ein Ensemble mit der Stadthalle und dem angrenzenden Kongresszentrum in direkter Nachbarschaft zum ĂŒberregional bekannten Karl-Marx-Monument. dpa