Serviced Apartments Anzahl könnte sich bis 2030 mehr als verdreifachen

Studie Marktreport Serviced Apartments 2019
Der jährliche Marktreport von Apartmentservice fasst die Entwicklungen und Trends im Bereich Serviced Apartments zusammen. (Bild: Apartmentservice )

12 Millionen Übernachtungen bei 80 Prozent Auslastung – 2018 wuchs der Markt für Serviced Apartments weiter. Eine neue Studie gibt Überblick über Trends und aktuelle Kennzahlen im Bereich “Wohnen auf Zeit”.

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Bis 2021 könnte es mehr als doppelt so viele Serviced Apartments geben, das entspricht 17.000 weiteren Einheiten. Dies prognostiziert der “Marktreport Serviced Apartments 2019” von Apartmentservice. Derzeit besteht ein Angebot von rund 28.500 Einheiten in 540 Häusern. Die erwarteten 100.000 Apartments bis 2030 könnten sogar früher erreicht werden.

Apartmentservice vermittelt die Wohneinheiten auf Zeit über die gleichnamige Buchungsplattform und betreibt eine Consulting Firma für Investoren. Der jährlich erscheinende “Marktreport Serviced Apartments” berücksichtigte 2019 erstmals nur gewerbliche Einheiten und wagte einen Ausblick in die Zukunft. 89 Prozent der Betreiber schätzen diese in einer Umfrage als “positiv” oder “sehr positiv” ein.

Höhere Auslastung und kurzfristigere Buchungen

Die gute Stimmung rührt vor allem von der positiven Entwicklung der Kennzahlen. Die durchschnittliche Auslastung knackte 2018 erstmals die 80 Prozent. Die Nachfrage nach Serviced Apartments wächst weiter – nicht nur bei klassischen Business Travellern (70 Prozent), sondern auch bei Studierenden, Pendlern, Berufsnomaden und Freizeitreisenden. Der Anteil an Freizeitreisenden stieg vor allem in Aparthotels.

Fokus auf Longstay-Gäste

Die Merkmale “Wohnlichkeit” und “Individualität” sowie der flexible Service bei geringeren Preisen als im Hotel bleiben die Alleinstellungsmerkmale von Serviced Apartments. Das Segment generierte 2018 entsprechend rund 12 Millionen Übernachtungen. Jedoch sank die durchschnittliche Aufenthaltsdauer erneut leicht, was vor allem auf den hohen Shortstay-Anteil der Aparthotels zurückzuführen ist. Mit 25 Nächten im deutschen Gesamtmarkt liegt der Fokus jedoch weiterhin im Longstay-Bereich. Der Trend zu kurzfristigeren Buchungen hält weiter an. 2018 erfolgte fast jede zweite Buchung mit einer Vorausfrist von weniger als zwei Wochen. Buchungen mit einem Vorlauf von mehr als einem Monat nahmen nur noch einen Anteil von 31 Prozent ein.

Mikroapartments im Trend

Dafür sorgen die zunehmende Markenbildung und Investoren, die größere Objekte mit kleineren Einheiten fokussieren. Einheiten mit weniger als 25 Quadratmeter stellen aktuell fast ein Drittel des Gesamtangebots. Zugleich sind sie bei Gästen die nachgefragteste Apartmentkategorie. Der Erfolg der Mikroapartments geht oft mit dem Trend zu
Co-Living- und Co-Working-Konzepten einher. Als Gemeinschaftsflächen sollen sie die geringen Apartmentgrößen ausgleichen. In gemischten Quartieren mit Serviced Apartments, klassischen Wohnungen, Hotel, Einzelhandel und Büros geht es zunehmend darum, sich den ganzen Tag am gleichen Ort aufhalten zu können und von Concierge-Services, Gastronomie- und Sportangeboten bei kurzen Wegen und flexiblen Angebots- und Arbeitsformen zu profitieren.

Managementmodelle aus der Hotellerie

Managementmodelle aus der Hotellerie setzen sich zunehmend als Alternative zum bisherigen Eigentümerprinzip durch. War, laut Betreiberumfrage von Apartmentservice, 2018 noch knapp jeder zweite Betreiber auch Eigentümer, so sind es aktuell nur noch 22 Prozent.

Kennzahlen “Marktreport Serviced Apartments” auf einen Blick

  • Übernachtungen in 2018: 12 Mio.
  • Auslastung der Häuser: 80 Prozent
  • Hauptzielgruppe: Geschäftsreisende (70 Prozent)
  • Aufenthaltsdauer im Durchschnitt: 25 Nächte
  • Mikroapartments (Einheiten mit weniger als 25 Quadratmeter): Machen ein Drittel des Gesamtangebots aus
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