Das Wellnessresort am Bostalsee hat sein Spa-Angebot erweitert. Der neue Naturbadeteich wurde auf der Golfanlage realisiert.
Das Wellness- und Naturresort Seezeitlodge in Gonnesweiler am Bostalsee setzt mit Spa, keltischem Saunadorf, Indoor-/Outdoor-Pool und diversen Aktivprogrammen auf hochwertigen Wellnessurlaub. Nun hat das Haus sein Angebot um einen Naturbadeteich mit einer Wasserfläche von 560 Quadratmetern erweitert. „Die Teichanlage fügt sich nahtlos ein in unser Naturresort-Konzept, das starken Bezug zu Natur, Wald und See so wie der keltischen Kultur der Region hat“, sagt Geschäftsführerin Kathrin Sersch. „Mit dem Badeteich wollten wir den Spa-Bereich erweitern und die Natur erlebbar machen. Wichtig dabei war uns, dass sich die Badeanlage harmonisch in die Umgebung einbettet."
Badeteich mit Biotop-System
Nach der Planung des Landschaftsarchitekten Michael Dane suchten die Eigentümer nach einem Partner für die Umsetzung. Fündig wurde man beim Galabau-Betrieb Schnur, der das Biotop-System einsetzte. Als Platz für den neuen Teich wurde das bisherige Putting-Green-Golfareal gewählt. Nachdem dieses rückgebaut war, fuhren im Februar die Bagger auf und hoben die Teichanlage aus. Dann wurde die Bodenplatte mittels Betonpumpe gegossen. Danach folgten Schritt für Schritt die Errichtung der Seitenwände, Natursteinmauern sowie der Teich-Regenerationszonen. Zudem wurden knapp 3.500 Meter lange Verrohrungen und die Pool-Technik mit acht Biotop Bio-Kompakt- und vier Phostec-Upstream-Filtern installiert.
Parallel sorgten die unterschiedlichen Gewerke für die Gestaltung der umliegenden Flächen. Schließlich mussten mehr als 1.000 Quadratmeter Teichfolie verlegt, Wasserspeier eingebaut, Holzdecks, Stege und Brücken errichtet und die Abdichtung der Anlage geprüft sowie angeschlossen werden. „Nach unzähligen Arbeitsstunden, die durch ein extrem nasses Frühjahr erschwert wurden, hieß es im Juni endlich: Wasser marsch für unseren Naturbadeteich“, berichtet Sersch. Nach finalen Arbeiten wie dem Einbringen von Felsen und Kies und dem Bepflanzen der 160 Quadratmeter großen Teich-Regenerationszonen konnte der Badeteich Anfang Juli eingeweiht werden.
Zehn unterschiedliche Gewerke
Dabei hatte das Projektteam einige Herausforderungen zu bewältigen. Neben dem vielen Regen, der das ausgehobene Becken immer wieder mit Wasser voll laufen ließ, mussten die Gewerke Rücksicht auf den laufenden Hotelbetrieb nehmen. So durften die Arbeiten morgens erst ab neun Uhr beginnen und sollten möglichst geräusch- und staubfrei erfolgen. Komplex gestaltete sich die Koordination von mehr als zehn unterschiedlichen Gewerken mit bis zu 30 Mitarbeitern vor Ort. Gemeinsam mit dem Projektplaner BTB Lauer und dem Biotop-Fachbetrieb „Garten der Schönheit“ managte Galabau Schnur sämtliche Bauarbeiten. „Wir haben den Bau mit einem Tagebuch aktiv kommuniziert, einzelne Gästezimmer direkt an der Baustelle gesperrt und die Baustellensicherung sympathisch gestaltet. Das hat geholfen, die Beeinträchtigungen möglichst abzudämpfen", so Sersch.
Bei der Ausgestaltung des Badeteichs und der Gartenanlage standen für die Hotelbetreiber regionale Pflanzen und Materialien im Vordergrund – darunter Kopfweiden, Vogelkirschen, Stieleichen und Hainbuchen sowie einheimische Natursteine. Wichtig waren – neben der großen Wasserfläche – auch ein Rückzugsbereich für die Gäste, der mit etwa 30 Ruheplätzen rund um den Teich realisiert wurde. „Wir haben nun ein lebendiges Ambiente zur Verfügung, das sich für entspannte Stunden genauso gut eignet wie für Sundowner mit Livemusik. Das kristallklare Wasser unterstreicht den starken Wellness-Charakter, wobei die hellgraue Folie den Teich wie einen Bergsee strahlen lässt“, so Sersch.
Auch die Nachhaltigkeit spiele eine zentrale Rolle: Der Badeteich sei sparsam im Wasserverbrauch, weil das kühle Nass nicht jährlich gewechselt werden muss, sondern nur das verdunstete Wasser nachgespeist wird. Die benötigte Energie werde zu einem guten Teil durch die eigene Photovoltaik-Anlage auf dem Dach abgedeckt. Die neue Hackschnitzel-Heizung helfe, weg von fossilen Brennstoffen zu kommen. „Wir sind bereits Greensign-zertifiziert. Langfristiges Ziel ist ein emissionsfreier Betrieb, dem wir uns schrittweise annähern“, sagt Sersch.
Der neue Badeteich scheint bei den Gästen gut anzukommen. „Die bisherige Golfanlage wurde nur schwach frequentiert. Der Teich hingegen ist ein Treffpunkt für alle, die ein echtes Naturerlebnis suchen und das ganz besondere Gefühl, in einem klaren Teich zu schwimmen, genießen“, so Sersch. Neben der Erfrischung wartet die Badeanlage mit vielen gemütlichen Daybeds und Liegemuscheln auf, die Ruhe und Entspannung bieten. red/nz
Fakten & Technik Naturbadeteich:
- 8 Biotop Bio-Kompaktfilter V100
- 4 Biotop Phostec-Upstream V200
- 2 Tauchpumpenschächte
- 1 Füllwasserfilter FPF Ultra Q50
- 4 Filterpumpen, Aquarius Universal Premium Eco 4000
- 2 Skimmerpumpen, Aquamax Eco Expert 44000
- 8 Amalgam-Hochleistungsstrahler zur Wasserbehandlung, 110 W Leistung
- 8 Wibre Schwimmbad-LED-Scheinwerfer
- ca. 2.500 m KG-Rohr in unterschiedlichen Durchmessern
- ca. 600 m Spiralschlauch DN 65
- ca. 600 m Spiralschlauch DN 65
- ca. 300 m PE-Rohr in unterschiedlichen Durchmessern
- ca. 4.000 Laufmeter Stromkabel