Schwerer Brandfall im Balladins Hotel Bad Bramstedt

In Hotels in Deutschland und Österreich kam es am vergangenen Wochenende wieder zu mehreren Bränden: In Bad Bramstedt (Schleswig-Holstein) schlugen am Balladins Superior Hotel Flammen an der Hauswand empor. 249 Gäste und Mitarbeiter wurde in Sicherheit gebracht; zehn erlitten eine leichte Rauchgasverletzung.

Brennender Unrat in einem Kellerniedergang des Balladins Superior Hotel in Bad Bramstedt hat in der vergangenen Nacht einen Großeinsatz für Feuerwehr und Rettungsdienste ausgelöst. Vor Ort stellten die Beamten ein Feuer bei dem Hotel Gutsmann fest. Es waren offene Flammen sichtbar, die auch die Außenwand des Hotels hinaufschlugen. Brandrauch verteilte sich innerhalb kurzer Zeit im gesamten Flur des Hotelgebäudes. 249 Personen wurden unter Atemschutz aus dem Gebäude gerettet, davon 30 Personen mit Steckleitern aus den oberen Geschossen. Zehn Personen atmeten Rauch ein und wurden verletzt in umliegende Krankenhäuser verbracht. Um 2.50 Uhr gingen die ersten Notrufe bei der Rettungsleitstelle Holstein in Norderstedt ein. Mehrere Anrufer sahen einen Feuerschein direkt am Hotelgebäude.

Neben der Evakuierung der Hotelgäste wurde parallel mit der Brandbekämpfung im Keller begonnen. Nach knapp 40 Minuten war das Feuer gelöscht. Durch die starke Rauchentwicklung waren jedoch die Flure im gesamten Hotelgebäude verraucht, sodass die Gäste das Gebäude nicht selbstständig verlassen konnten. Diverse Trupps unter Atemschutz retteten die Personen aus dem Gebäude. Aufgrund der räumlichen Nähe wurden die Hotelgäste zunächst in der benachbarten Schön-Klinik betreut und versorgt sowie danach in umliegende Krankenhäuser verbracht. Nach umfangreichen Belüftungsmaßnahmen konnte der Einsatz in den Morgenstunden beendet werden. Insgesamt waren ca. 150 Kräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes eingesetzt. An dem Hotel entstand ein erheblicher Sachschaden. Zur Brandursache und Schadenshöhe können seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden, die Kriminalpolizei ermittelt.

Teelichter setzen Hotelzimmer in Brand

Es sollte eine romantische Hochzeitsüberraschung werden: In einem Zimmer eines Hotels in Braunschweig hatten Gäste einer Hochzeitsfeier Teelichter angezündet und gingen zurück zur Party. Doch dann griff das Feuer der Kerzen auf den Teppich über und der Rauch aktivierte den Brandmelder. Die Feuerwehr konnte den kleinen Brand schnell löschen, verletzt wurde niemand. Die Hochzeitsfeier konnte nach den Löscharbeiten weitergehen.

Handtücher über Heißlüfter setzen Hotelzimmer in Brand

In einem Hotel in Neukirchen am Wald in Österreich geriet am frühen Samstagmorgen ein Hotelzimmer in Brand. Durch das Feuer entstand ein Sachschaden von mehreren Tausend Euro. Verletzt wurde aber niemand. Wie sich heraustellte, hatten Handtücher, die über einem Heizungslüfter aufgehängt worden waren, den Brand ausgelöst hatten. Die Textilien hatten sich am heißen Lüfter entzündet.

Zum dritten Mal blinder Alarm - Feuerwehr stellt Rechnungen

Im Ringhotel Zweibrücker Hof in Herdecke gab es am Samstagabend gegen 20:12 Uhr wieder Feueralarm. Vor Ort konnte die Feuerwehr aber wieder einmal nichts feststellen. Der Einsatz wurde abgebrochen. Dies war bereits zweimal in dem Haus der Fall, wir berichteten. Offenbar ist an der Brandmeldeanlage etwas falsch. Die Feuerwehr in Herdecke hatte bereits angekündigt, solche Einsätze dem Hotelbetreiber in Rechnung stellen zu wollen.

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