Schutz vor Betrug Die Masche mit der Kreditkarte

Hoteliers reden in der Regel aus Scham nicht gerne über den Schaden, der ihnen durch Betrüger entsteht, die entweder gestohlene Kartendaten einsetzen oder mit Tricks bei der Reservierung Geld von ihnen ergaunern. Vor allem zwei Betrugsmaschen sind in Hotels „beliebt”.

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Ein 25-jähriger hat es im November 2018 in Berlin übertrieben. An zwei Tagen hintereinander wollte er mit falscher Kreditkarte in einem Hotel in der Charlottenstraße einchecken. Ein aufmerksamer Mitarbeiter an der Rezeption erkannte den Mann vom Vortag wieder und rief heimlich die Polizei. Die nahm den Betrüger noch im Hotel fest. Dabei stellte sich heraus, dass er innerhalb eines halben Jahres in Hotels in ganz Deutschland einen Schaden im fünfstelligen Bereich verursacht hat.

Vor allem zwei Betrugsmaschen sind in Hotels „beliebt”

1) Betrüger geben sich als Mitarbeiter eines Reisebüros aus und buchen extrem kurzfristig hochwertige Aufenthalte telefonisch, per E-Mail oder online. Die Anzahlungen werden mit missbräuchlich erlangten Kartendaten getätigt. Der Betrüger verkauft seine Buchung an andere Personen weiter. Sobald der rechtmäßige Kreditkartenkontoinhaber den Betrug bemerkt, wird eine Rückbelastung durch seine kartenausgebende Bank veranlasst. Das Hotel bleibt in solchen Fällen auf den Kosten sitzen.

2): Der Reservierungsbetrug. Dabei werden mit gestohlenen Kreditkartendaten teure Buchungen per E-Mail vorgenommen. Nach der Belastung der Karte verlangen die Betrüger eine Buchungsbestätigung per E-Mail. Einige Tage danach wird die Buchung unter einem Vorwand wieder storniert. Zur Gutschrift der Beträge wird eine andere Kreditkartennummer als bei der Buchung oder eine Bankverbindung genannt. Hier besteht das Risiko des doppelten Verlustes: durch Rückbelastung seitens des echten Kartenkontoinhabers und eine Gutschrift an den Betrüger.

Payment Service Provider Elavon, der unter anderem die elektronischen Zahlungen für Motel One, die NH Hotels und arcona Hotels abwickelt, hat in einem Flyer auf einer Seite kurz und prägnant aufgelistet, wie sich Hoteliers schnell und einfach vor Betrügern schützen können.

Die wichtigsten Tipps:

  • Achten Sie auf verdächtig hohe Beträge und eine vermehrte Zahl von Transaktionen auf einer oder auf mehreren Karten.Kontrollieren Sie insbesondere Buchungen, bei denen der Gast nicht mit dem Buchenden identisch ist.
  • Nutzen Sie bei Reservierungen mit Vorauszahlung vorzugsweise Onlinezahlungen mit 3D Secure-Verfahren.
  • Seien Sie vorsichtig, wenn die vorgelegte Karte aus einem anderen Land kommt als die Reservierung. Prüfen Sie daher immer die BIN der Karte.
  • Lesen Sie immer den Kartenchip ein, um die Gültigkeit zu prüfen.

Beim Reservierungsbetrug

Achten Sie auf den Absender der E-Mail. Betrüger verwenden oft eine Kombination aus Ziffern und Buchstaben und nutzen ein kostenloses E-Mail-Konto (z. B. skyblue123@gmail.com)

Stornos werden häufig mit einem dramatischen Ereignis oder dem Verlust der Karte begründet. Zum Teil werden auch gefälschte Bescheinigungen einer Bank herausgegeben.

Seien Sie vorsichtig, wenn für Reservierungen mehrere Karten angegeben werden oder eine Autorisierung abgelehnt wird.

Erteilen Sie Gutschriften ausschließlich für die Karte, die für die ursprüngliche Reservierung verwendet wurde.

 

Weitere Infos:
Internet: www.elavon.com
E-Mail: fraud.frankfurt@elavon.com

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